Jeanette Winterson. Jeanette Winterson. Am Anfang steht das falsche Bettchen bzw. das falsche Kind. Die Adoptivmutter hat sich auf einen Sohn eingestellt und bekommt ein Mädchen zugesprochen. Schlimm? Ja, denn Mrs. Winterson, eine eingeschworene "Pfingstlerin", ist nicht flexibel...weiter
Lina Lorbeer ist Studentin am "Institut für Gedankenkunde und Verstehen", beschäftigt sich jedoch viel intensiver mit Sehnsüchten und Visionen als mit Gedankenkunde (was immer das auch sein mag). Sie schreibt gern bilderreich-nachdenkliche Briefe an einen Mann namens Jakob, den sie offensichtlich liebt...weiter
Schon die Namen klingen abschreckend: Ösophagusvarizen, Mottenfraßnekrose - und zum Abschluss noch ein Cytomegalo-Virus. Nichts davon möchte man haben. David Wagner hat sie alle - und noch mehr. Vor allem hat er, Jahrgang 1971, seit seinem 12. Lebensjahr eine kaputte Leber...weiter
Sommer 1942, Cambridge, England: John Maynard Keynes, damals schon fast 60 Jahre alt, und der deutlich jüngere Österreicher Friedrich August von Hayek verbringen eine ganze Nacht auf dem Dach der Kapelle von Kings College, ausgerüstet mit jeweils einem kräftigen Spaten...weiter
Der Verlust von Autonomie und Sprache, das Verlöschen der Erinnerung: Was bleibt in der fortschreitenden Dämmerung vor der Nacht von dem, was uns zum Menschen macht? Literatur und Film versuchen, dem Angstthema Demenz schöpferisch beizukommen: "Eine Geschichte" ist die vage Genrebezeichnung der "Köpfe der Hydra" von Cécile...weiter
Das Leben arbeitsloser Menschen ist oft von unausgefüllten Stunden, Leere und Frustration geprägt. Der mangelnde Selbstwert führt in vielen Fällen zu einem Rückzug vom gesellschaftlichen Leben, was die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben noch schwieriger macht...weiter
Roger Willemsen schlägt in seinem neuen Buch einen Bogen vom Anfang aller Tage bis zum Ende. Von der Geburt bis in den Tod. Alles, was dazwischen geschehen mag, hat das Recht, Eingang zu finden in seine Notizen, und schlussendlich auch in sein Buch: Versprengtes, Verdrängtes, Vergessenes und Übersehenes...weiter
Die deutsche Gesellschaft, so diagnostiziert der "stern"-Journalist Walter Wüllenweber in seinem jüngsten Buch "Die Asozialen", befindet sich "in Auflösung. Seit einigen Jahren werden die Zentrifugalkräfte, die auf diese Gesellschaft wirken, immer deutlicher spürbar." Das ist vorerst weder besonders neu noch besonders originell...weiter
(WT) Aus historischer Perspektive ist Hellas für Europa das, was die heute finanziell starken EU-Länder nicht ohne überheblichen Zungenschlag zu sein beanspruchen: ein Geberland. Der deutsche Althistoriker Karl-Wilhelm Weeber führt den Leser in diesem klugen Buch zu den Fundamenten unserer Zivilisation...weiter
HABEN, so sagt die Sprachwissenschaft, ist kein Tätigkeitswort, sondern ein Zustandsverb. Doch sein "geruhsames" Bedeutungsbild täuscht, zumal HABEN nicht gleich HABEN ist. Und auch die Gleichsetzung von Haben und Besitz scheint mehr als fraglich: Besitzen wir die Lehrer, die Männer, Frauen und Kinder, die wir HABEN...weiter