
(lies) Die Jugend will sich durch ihre Sprache von den Altvorderen (Oida?) ärgstens abgrenzen. Und nicht nur das, sie will abheben, anders sein, aufbegehren. Die findet das fett, cosmo, bomba. Brauchen wir noch Psychologen, die uns erklären, warum die zu Eltern Verurteilten (Gönner/Bekinderte) ätzende Langweiler sind? Unsere Erzeugerfraktion war es auch. Das Schicksal wiederholt sich. Die Sprache nicht. Statt Tussis, Mädchen oder Schnitten gibt´s nun Chicks, Bunnies, Batteriehühner.
Wer Uhu (unter hundert) ist, wird zum Sechsbeiner (wenn gehbehindert). Eine dralle Dirn zur Knödelfee. Die neue Frau an Vaters (Dadsters) Seite zur Erbnomadin, wenn schon nicht zur Mitbürgerin mit Östrogenhintergrund. Dranbleiben nützt nichts. Oder doch? Ein Generationendialog mit Brückenschlag zwischen den knapp den Windeln Entkommenen (Teppichratz/Dreckmagnet) und den kurz vor der Kippe Stehenden (Kadawa/Komposti). Sehr löblich! Bam Oida!
ARGE MITeinanderREDEN: Oida! Der Generationendolmetscher. Verlag Anton Pustet, 160 Seiten, inklusive Audio-CD, 24 Euro.