• vom 17.11.2014, 16:12 Uhr

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Update: 25.11.2014, 14:21 Uhr
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Gesammelte Satiren

Abermann, Stefan: Schatzkästlein des reinlichen Hausfreundes


Von Mathias Ziegler
  • Stefan Abermanns "Schatzkästlein des reinlichen Hausfreundes" enthält knapp fünfzig Geschichten wie aus dem richtigen Leben.

Wenn man ein Buch voller kurzer Satiren an einer beliebigen Stelle aufschlägt und nach den ersten paar Zeilen frappant ans eigene Leben erinnert wird, dann hat der Autor eigentlich alles richtig gemacht. So geschehen bei Stefan Abermann, der für sein "Schatzkästlein des reinlichen Hausfreundes" knapp fünfzig Dreiseiter zu allen möglichen Alltagssituationen zusammengetragen hat, quasi als "Texte für den Hausgebrauch", wie es im Untertitel heißt. Da geht es um den alles andere als einfachen Umgang mit Kindern, mit Frauen, mit Fremdsprachen, mit Facebook, mit dem eigenen Übergewicht, mit einem Vollrausch und noch mit vielem mehr.

Vieles wirkt natürlich überzeichnet, manches scheint absurd, einiges mag tatsächlich aus dem richtigen Leben gegriffen zu sein - aber alles ist tatsächlich unterhaltsam. Auf Ephraim Kishons Spuren wandelnd, skizziert Stefan Abermann Szenen eines Daseins, das geprägt ist von kleinen Niederlagen, die sich aneinander reihen. Zwischendurch steht sein Ich-Erzähler wieder auf, nur um kurz darauf erneut aufs Maul zu fallen. Aber immer mit einem kleinen Lächeln im Gesicht. Denn er weiß, es hätte noch schlimmer kommen können - und wirklich, es kommt irgendwann noch schlimmer.

Und man leidet mit ihm mit, einerseits. Andererseits amüsiert man dabei ganz königlich. Wirklich lernen kann man daraus nichts. Aber man sieht wenigstens, dass man nicht alleine ist mit seinen persönlichen Niederlagen, die das Leben so schreibt.

Stefan Abermann: Schatzkästlein des reinlichen Hausfreundes.
Milena Verlag; 212 Seiten; 17,90 Euro




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