Im Vorjahr erschien Michel Bergmanns Debütroman "Die Teilacher", der das Leben jüdischer Handelsvertreter in Frankfurt am Main, überwiegend in den frühen Nachkriegsjahren, beschreibt. Mit viel Wärme erzählt, von spannenden, skurrilen wie traurigen Anekdoten und jüdischem Humor getragen, entstand ein äußerst unterhaltsamer Familien-, Freundes- und Großstadtroman.
Im Folgeroman "Machloikes" (aus dem Jiddischen: Zwiespalt; Zwist) erfährt man aus der Sicht des 15-jährigen Alfred, wie es mit den Teilachern weiterging. 1953/1954: Deutsches Wirtschaftswunder. Alfreds Familie fährt mehrmals im Jahr in den Urlaub, und Robert Fränkel eröffnet, nachdem er den Wäscheverkauf über hat, ein Teppichgeschäft. Alfred kann sich mit einem Job dort sein Traumrad finanzieren. Und dann erwidert auch noch die feenhafte Juliette seine Liebe. Es könnte alles so schön sein. Doch auch in der Gemeinde gibt es Neid, üble Nachrede und Verrat. Vieles dreht sich ums Geld, und das Leid der Vergangenheit ist längst nicht vergessen.