Vom Klassizismus kam die Behrensschule beim Wettbewerb 1922 zum "internationalen Stil", was 1930 nach großen Protesten, auch seitens namhafter Architekten wie Josef Frank oder Oskar Strnad, errichtete wurde ist ein Kompromiss, der in Wien auch nach 1945 die gemäßigte Moderne etablieren ließ. Drei Autorinnen beleuchten nicht nur Architekturfragen, sondern auch wer in den 225 Wohnungen lebte - viele jüdische Bewohner mussten 1938 auswandern, es war aber weiter Heim der Schauspieler wie Curd Jürgens, Oskar Werner oder Gusti Wolf . Dazu hatten und haben namhafte Architekten darin ihr Büro. Neben Ringturm und Matzleinsdorfer Hochhaus war es lange die einzige Möglichkeit, wie auf dem Bild Otto Rudolf Schatz, vom Café auf die Stadt zu blicken.
Iris Meder, Judith Eiblmayr: Haus Hoch. Das Hochhaus in der Herrengasse und seine berühmten Bewohner. Metroverlag, 159 Seiten, 25 Euro