
(was.-) Es kann auf die Dauer nicht gut sein, wenn wir unser Geld veranlagen, uns aber nicht im mindesten darum kümmern, was damit geschieht. Auch wenn es nur im simplen Sparbüchel lagert, könnte es ertragreich dort "arbeiten", wo Kinder als Sklaven ausgenützt werden. Markus Schlagnitweit ist Priester und Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Klaus Gabriel Vermögensberater und Sozial- und Wirtschaftsethiker an der katholisch-theologischen Fakultät in Wien. Die beiden Autoren skizzieren in populärer Sprache die Entwicklung der Finanzwelt und sagen schließlich, man müsse etwas tun - "worauf noch warten?"
Aber was? Das Verhältnis zwischen Geld und Ethik ist vertrackt, und das, was ein Privatmensch davon mitbekommt, intransparent. Wer mehr wissen will, wird zum Büchlein greifen, für ganz Eilige sei verraten: Wer sein Geld einer der "Ethik- und Nachhaltigkeitsbanken" anvertraut, hat eine gewisse Gewähr, dass er nicht den Drogenhandel mitfinanziert. Die Auswahlliste ist kurz: 14 Institute gibt es im deutschsprachigen Raum. In Österreich ist es Schelhammer & Schattera.
Klaus Gabriel, Markus Schlagnitweit: Das gute Geld. Ethisches Investment, Hintergründe und Möglichkeiten. Tyrolia Verlag, 180 Seiten, 14,95 Euro.