
(was.-) Der Titel "Klima. Der Weltuntergang findet nicht statt" könnte darauf hindeuten, dass in dem Buch literarische Beruhigungsmittel verteilt werden. Dem ist nicht so. Der Autor widmet sich als Physiker an der Universität Konstanz der Energiefrage. Er treibt Klimahysteriker in die Enge, kommt aber leider zum Schluss, dass die Menschheit in eine ausweglose Situation gerät, wenn sie weiter wächst.
Windenergie, Solarkraftwerke, Biomasse - die Propagandisten dieser Methoden vergessen meist, verdeckte Kosten einzurechnen. Aber das Erdöl geht sicher aus. Hoffnung sieht der Professor eher bei Erdwärme und - welche Überraschung - bei der alten Kohle, die in Fülle vorhanden wäre.
Die Kernaussage führt aber weg vom Energiepotenzial zum Energieverbrauch: Das Bevölkerungswachstum müsste gestoppt werden. Und das werde erst gelingen, wenn der Wohlstand in den ärmsten Ländern steigt. Dann wird wachsender Energiebedarf auf weniger Menschen aufgeteilt.
Gerd Ganteför: Klima. Der Weltuntergang findet nicht statt. Wiley-VCH Verlag, 290 Seiten, 25,60 Euro.