• vom 03.02.2009, 14:16 Uhr

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Update: 03.02.2009, 14:21 Uhr
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Gedächtnislücken

Jakobson Ramin, Cathryn: Der Dingsda aus Dingenskirchen





(was.-) Fast jeder kennt das und viele leiden darunter. Gerade schien ein Name aus dem Gedächtnis abrufbar zu sein, schon ist er weg. Nicht unwiederbringlich, aber verloren für den Moment, in dem man ihn braucht. Ab 40 lässt das Gedächtnis nach und ab 60 wird der Vorgang als bedrohlich empfunden. Die Wissenschaft hat vieles erforscht und für jeden Tick einen Namen. Prosopagnosie hat, wer sich keine Gesichter merken kann und auf Partys verloren herumsteht, obwohl eine Menge Bekannte da sind. Die Autorin, eine amerikanische Wissenschaftsjournalistin, erzählt detailfreudig, was es alles gibt. Also auch über Alzheimer, den dunklen Gang, der sicher in das Ende führt. Kämpfen lohnt sich, sagt sie. Ein Trost liegt auch schon darin, dass niemand mit seinem Leistungsdefizit allein ist, denn so ziemlich alle Altersgenossen sind in ähnlicher Lage. Somit kann das Buch helfen, einen unvermeidlichen Prozess sachkundig zu entdramatisieren. Gedächtnistraining ist hilfreich, eine gesunde Skepsis gegenüber der Reizüberflutung kann unnötigen Gehirnstress abbauen. "Herunterschalten" ist eine gute Empfehlung. Aber eine Wunderpille ist leider noch nicht erfunden.

Cathryn Jakobson Ramin: Der Dingsda aus Dingenskirchen. Übersetzung von Christoph Trunk. Verlag Kreuz 2008, 320 Seiten, 19,95 Euro.




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Sachbuch

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