Milan Kundera, der 1929 in Brünn geborene und seit über 30 Jahren in Paris lebende Autor so erfolgreicher Bücher wie "Der Scherz", "Das Leben ist anderswo" und "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins", liebt z.B. Rabelais, Malaparte, Fuentes, Milosz. Doch haben auch Maler und Musiker Einfluss auf Kunderas Kunstanschauung, z.B. Francis Bacon und Leo Janáèek.
Dies erfährt man in dem Band "Eine Begegnung" (im Original: Une rencontre ), der etliche kurze und einige längere Aufsätze über Künstler enthält, die Kundera viel bedeuten. Aufschlussreiche Texte, deren Bedeutung man noch besser einzuschätzen wüsste, würde man ihre Entstehungszeit kennen. Warum diese (von ein paar Ausnahmen abgesehen) verschwiegen wird, ist rätselhaft. Ein Scherz? Oder bloß Schlamperei?
Milan Kundera: Eine Begegnung. Aus dem Französischen von Uli Aumüller. Hanser Verlag, München 2011, 205 Seiten, 19,40 Euro.