Und da ist sie wieder: Sarah Pauli, die sympathische Jungjournalistin mit dem Faible für schwarze Katzen und Symbolik. In Beate Maxians letztem Wien-Krimi gab Pauli ihr Debüt als hartnäckige Enthüllungsjournalistin mit kriminalistischem Feingefühl, was sie fast den Kopf kostete, ihr dann aber eine Anstellung beim "Wiener Boten" einbrachte. Doch auf diesem Posten - als Kolumnistin zu ihrem Lieblingsthema Aberglauben - kann es sich Pauli einfach nicht gemütlich machen.
Denn die Tote, die am Naschmarkt gefunden wird, bahnt sich in Maxians neuem Krimi ihren Weg in Sarahs Hemisphäre. Und an Zufälle hat Sarah Pauli sowieso noch nie geglaubt. Sie nimmt den Fehdehandschuh auf, den ihr der Mörder hingeworfen hat. Und wieder beginnt eine rasante Schnitzeljagd, diesmal in der Welt der Reichen und Schönen.
Dass der Alltag der Journalisten in diesem Krimi romantisierend überzeichnet wird, fällt wohl unter die schöpferische Freiheit der Autorin. Ansonsten ist Maxians neues euvre gewohnt leichtfüßig, spannend und mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik versetzt - was braucht ein wirklich guter Krimi mehr?
Beate Maxian liest aus ihrem Krimi am Samstag, dem 21. April 2012, um 19 Uhr in der Hauptbücherei (1070 Wien, Urban-Loritz- Platz 2a).
Beate Maxian: Die Tote vom Naschmarkt. Krimi. Goldmann, München 2011, 352 Seiten, 9,30 Euro.