(was.-) Die Welt hat zwei große Probleme, und der indischstämmige Weltbürger Chandran Nair geht ihnen in Büchern und Vorträgen auf den Grund.
Erstens hat die westliche Industriewelt die Natur ausgebeutet, wo es nur ging. Zweitens macht sich die Riesenbevölkerung Asiens, deren Eliten in amerikanischen Schulen Ökonomie gelernt haben, daran, Gleiches zu tun.
"Asien kommt und will alles auf einmal", schreibt Nair. China und Indien vollelektrifiziert, vollmotorisiert, auf Fleischnahrung umgestellt - ein Horrorszenario. Kann man das verhindern, gar verbieten? "Wenn die Asiaten nicht alles haben können, was sie wollen, dann der Westen wohl auch nicht."
Der Autor räumt staatlicher Lenkung große Bedeutung ein. China und Indien müssten weg vom Konsumdenken, auch weg von kurzfristigen Wachstumsstrategien kommen und eine Umweltstrategie starten. Ein starker Staat wird verlangt, was unvermittelt zur Ideologiefrage führt, ob die betreffenden Länder wirklich Demokratie und nicht vielleicht anderes brauchen. Nair träumt von einem "ethischen Staat" und betritt den ungesicherten Bereich von Hypothesen. Aber hat jemand passendere Ideen?