Nach dem großen Erfolg der 2010 erschienenen Tagebücher des Schriftstellers und Feuilletonisten Fritz J. Raddatz bringt sein Verlag (Rowohlt) auch noch eine bebilderte Kürzestfassung der Diarien heraus. Den Lesern bietet der Band einen schönen Begleit- (oder Vor-)geschmack auf die rund 1000 pralle Seiten umfassenden Tagebücher, in denen Raddatz sein Leben ausbreitet.
Dass es Texte, die neben Fotos stehen, schwer haben, weiß jeder Journalist, und so ergeht es oftmals auch diesen Tagebucheintragungen, die neben prominent besetzten Fotografien platziert sind, die Raddatz etwa an der Seite von Gabriel Garcia Marquez, Günter Grass oder Hildegard Knef zeigen. Eines der schönsten Fotos zeigt, wie er gemeinsam mit Hans Magnus Enzensberger und George Tabori die Köpfe zusammensteckt, vertieft in ein Gespräch über Was-auch-immer.