Bei der Buchpräsentation "Naturgefahrenmanagement". erklärte der Experte, dass Katastrophenschutz "eine Holschuld" ist. Wer ein Haus baut, sollte einen Blick in den kostenlos einsehbaren Gefahrenzonenplan bei der Gemeinde werfen. Dort ist ersichtlich, ob der Grund hochwassergefährdet ist.
Die zersplitterte Kompetzenzverteilung zwischen Bund und Ländern ist für den Experten keinesfalls nur bürokratischer Unfug, können doch die Gemeinden am besten die örtlichen Gefahren beurteilen. Von einer zentralen Behörde nach amerikanischem Vorbild (FEMA) hält Rudolf-Miklau nichts. "Wie soll man von Wien aus eine Lawinengefahr in Tirol beurteilen?"
Kritik gibt es an der mangelnden rechtlichen Absicherung etwa von Sprengteams. Eine Versicherung fehlt oft, unter Umständen haften die Freiwilligen selbst für Schäden.
Florian Rudolf-Miklau: Naturgefahren-Management in Österreich. Verlag, LexisNexis, 280 Seiten, 48 Euro.