
(was.-) Der Autor dieses Finanzratgebers ist ein vor allem in Deutschland bekannter Kommunikator in Geld- und Börse-Angelegenheiten. Er versteht viel von der Sache und vor allem auch davon, komplizierte Zusammenhänge verständlich zu machen. Somit kann man also Laien, Einsteigern und sogar Fortgeschrittenen die Lektüre empfehlen - wäre da nicht ein psychologisches Handikap. Staud zäumt die Finanzgeschäfte von Irrtümern auf: Die Fallen, die auf dem Weg zum erhofften Wohlstand lauern, soll jeder kennen. "Nur wer weiß, was er wirklich tut, nur der hat eine Chance im Finanzdschungel", sagt er. Wie wahr. Aber danach 51 Mal zu lesen, was alles schiefgehen kann, treibt vielleicht selbstbewusste Optimisten an, wird Angstmeier aber geradezu in Panik versetzen. Wer so viel falsch machen kann, bewahrt das Ersparte am Ende doch lieber unter dem Kopfpolster. Also sollte man sich auf jeden Fall auf Stauds "Making money" einlassen, aber hernach überlegen, ob der Mut zu weiteren Taten mit der eigenen Leistungskraft übereinstimmt.
Staud: Making money. 51 Irrtümer, die Sie vermeiden sollten. F.A. Herbig, München 2011, 204 Seiten, 15,45 Euro.