2009 brach er das Schweigen: Die "Kurier"-Mitarbeiterin Ingrid Steiner-Gashi war Kim Jong Ryul wegen ihres Nordkorea-Besuches aufgefallen und schrieb die politisch abenteuerliche, im Einzelnen nicht überprüfbare Geschichte gemeinsam mit ihrem Mann auf.
Die Informationen des Parteifunktionärs gewähren einen Einblick in das surreale System der Unterdrückung in Nordkorea, aber auch in die doppelbödige Geschäftemacherei westlicher Firmen. Was aus der von ihm in der Heimat zurückgelassenen Familie geworden ist, hat er nie erfahren.
Ingrid Steiner-Gashi, Darda Gashi: Im Dienste des Diktators. Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten. Ueberreuter Verlag, 208 Seiten, 19,95 Euro