• vom 09.04.2015, 18:24 Uhr

Literatur


Kinderbuch

Ein ausgeschnittenes Bilderbuch








Von Mathias Ziegler

  • Antje Damm: "Der Besuch" - wie ein kleiner Bub das Leben einer alten Dame verändert.



"Elise war ängstlich. Sie hatte Angst vor Spinnen, Angst vor Menschen und sogar Angst vor Bäumen. Deshalb blieb sie immer zu Hause. Tag und Nacht." So beginnt Antje Damm ihr ungewöhnliches Bilderbuch "Der Besuch", für das sie erst gezeichnet und dann die Zeichnungen ausgeschnitten, gebastelt und am Ende einzelne Szenen fotografiert hat. Und das im Verlauf der Geschichte nach und nach bunter wird.

Denn unversehens taucht zuerst ein bunter Papierflieger in Elises Haus auf, vor dem sie sich natürlich auch fürchtet, und kurz darauf auch noch der kleine Emil, dem nicht nur besagter Papierflieger gehört, sondern der auch noch aufs Klo muss - und als er dann schon einmal im Haus ist, schaut er es sich auch noch genau an und konfrontiert Elise mit ihren eigenen Erinnerungen. Und mit ihren Ängsten, denen sie sich nun stellt. Ihr ganzes Leben wird umgekrempelt durch den Besuch des kleinen Buben. Und am Ende bastelt Elise sogar selbst einen Papierflieger.


Die scheinbare Schlichtheit, in der Antje Damm ihr unkonventionelles Bilderbuch gestaltet hat - und das war auf jeden Fall weit mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick glauben mag -, verzaubert auch erwachsene Vorleser.

Antje Damm: Der Besuch
Moritz Verlag; 36 Seiten
ab 4 Jahren; 13,40 Euro




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