• vom 16.03.2016, 14:12 Uhr

Literatur


Kinderbuch

Kann man Eltern erziehen?








Von Mathias Ziegler

  • Kirsten John: "Gefährliche Kaninchen" - wie zwei Kinder ihr Familienleben retten.

Eines vorweg zur Klarstellung: Die titelgebenden Nagetiere sind bestenfalls Nebendarsteller - wenn überhaupt. Im Zentrum von Kirsten Johns neuem Kinderbuch "Gefährliche Kaninchen" stehen hingegen die Kinder Max und Leonie, deren jeweiliges Familienleben aus dem Ruder läuft: Bei Einzelind Max stehen die Eltern in einem viel zu großen und leblosen Einfamilienhaus vor der Scheidung; bei Leonie stapeln sich die Patchwork-Geschwister förmlich in einem heillos überfüllten Reihenhäuschen, während ihr Vater Nachbarschaftsstreitigkeiten auszutragen hat.



Und weil Max zu viel und Leonie zu wenig Ruhe hat, beshcließen die beiden zunächst einmal, ihre Familien zu tauschen. Max lebt sich bei Leonie ein und umgekehrt. Als das sich aber als zu wenig erweist, wird ein noch viel größerer und schwerwiegender Plan geschmiedet: Sie wollen ihre Familien zum Umzug bewegen: Max und seine Eltern würden nämlich perfekt in Leonies kleines Häuschen passen, und Leonies Familie braucht genügend Platz für Max' Haus. Freilich ist das alles viel leichter gesagt als getan - und noch viel schwieriger durchlebt, wenn es dann tatsächlich dazu kommt . . .

Kirsten John hat einen herrlich utopischen Kinderroman über das Leben mit Eltern geschrieben, der nicht nur ein kindgerechtes Happy End bietet, sondern auch noch viel ebenso kindgerechte Satire auf dem Weg dorthin - und der mit "Lakritze zum Frühstück" eine Fortsetzung findet . . .

Kirsten John: Gefährliche Kaninchen
Arena Verlag; 156 Seiten; ab 7 Jahren; 6,20 Euro





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