• vom 15.09.2016, 21:31 Uhr

Literatur

Update: 15.09.2016, 21:44 Uhr

Kinderbuch

Familie kann jeder sein








Von Mathias Ziegler

  • Vanessa Walder: "Das wilde Määäh und die Irgendwo-Insel" - wie ein kleines Schaf sein Wolfsrudel verlässt, um den Vater seiner Geschwister zu finden.



Ja, der Untertitel klingt etwas kompliziert - aber wenn man Vanessa Walders Reihe "Das wilde Määäh" kennt, ist alles ganz einfach. Das kleine Schaf Ham ist nämlich von einer Wölfin adoptiert worden und hat im vergangenen Abenteuer seine leiblichen Eltern gefunden. Weil aber seine Wolfsgeschwister ihren richtigen Vater vermissen, der offenbar irgendwann in ein Abenteuer gezogen und nicht mehr wiedergekommen ist, beschließt Ham, dass er nun auch den finden muss.

Und weil gerade sein bester Freund Flöckchen, der Rehbock, draufgekommen ist, dass seine Eltern auch nicht seine leiblichen Eltern sind, ergibt es sich, dass der auch seinen richtigen Vater sucht. Und so geht die große Vätersuche los - und führt Ham und Flöckchen, der sich später umbenennen wird, zur berüchtigten Irgendwo-Insel, von der noch niemand zurückgekehrt ist.

Selbstverständlich lernt Ham auch diesmal wieder einige neue Tiere kennen. Und er lernt auch viel über Familienzusammenhalt und die Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern. Wobei die Autorin das Thema Tod durchaus offensiv angeht. Denn Kip, der Vater der jungen Wölfe, lebt zwar, als Ham ihn findet - er opfert sich dann aber, damit Ham wieder sicher nach Hause zurückkehren kann. Freilich - wie schon in den früheren Büchern der Serie üblich - in Metaphern. Weil die Tiere ja nicht in Menschenbegriffen denken. Auf jeden Fall bleibt Vanessa Walder ihrer Linie treu. Und die Geschichte ist von Anfang bis Ende kurzweilig und spannend.

Vanessa Walder: Das wilde Määäh und die Irgendwo-Insel
Loewe Verlag; 188 Seiten; 10,30 Euro





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