Oper als Konzert

Der deutsche Wald ohne Baum und Borke

  • In Grafenegg bespielt ein eigenwilliger "Freischütz" die Bühne des Wolkenturms und eröffnet das Klassikfestival wie gewohnt in einer Top-Besetzung.

Uraufgeführt in Berlin, zensiert in Wien, umkomponiert in Paris - "Der Freischütz" ging in unterschiedlichsten Fassungen durch die Opernhäuser. In Grafenegg eröffnet die Parade-Oper der deutschen Romantik in konzertanter Adaption die Festspielbühne. Doch zuvor bläst, wie jedes Jahr, eine Fanfare zum Auftakt... weiter




Wiener Philharmoniker

Ein 90-jähriger Wunderknabe4

  • Hinreißend: Herbert Blomstedt mit den Wiener Philharmonikern in Salzburg.

Dass sie ihn nicht früher entdeckt haben, ist fast ein Skandal. Aber besser spät als nie: 2011 führte Herbert Blomstedt bei den Wiener Philharmonikern erstmals den Taktstock und knackte dabei als 83-jähriger Ersatzmann vermutlich den Rekord als dienstältester Einspringer. Weil die Wiener seither Blomstedts Vitalität schätzen und sich an dieser... weiter





Pop-CD

Allgegenwärtige Endlichkeit1

  • Ghostpoet und sein ausgeklügeltes neues Album "Dark Days + Canapés".

Wie die Zeichen der Zeit deuten? Bei Ghostpoet aka Obaro Ejimiwe ist es vor allem das Scheitern ideeller Vorstellungen an einer desillusionierenden Wirklichkeit, das sein Werk kennzeichnet. Dafür wurde der in Nigeria geborene Brite bereits zweimal für den renommierten Mercury-Preis nominiert: Einmal für sein gespenstisches Debüt "Peanut Butter... weiter




Pop-CD

Empörung

  • Der kompromisslose Hardcore-Punk der Downtown Boys.

"Cost Of Living" markiert den bisherigen Höhepunkt im Schaffen der Downtown Boys. Die Band aus Providence, Rhode Island, kann weder ihre lateinamerikanischen Wurzeln verleugnen (auch drei spanische Songs schmücken das Album) noch ihre Empörung über den Zustand Amerikas und der Welt. Ihr Sound speist sich aus ungestümer Kompromisslosigkeit und... weiter




Pop-CD

Neuausrichtung

  • Everything Everything tendieren in Richtung Rock.

Everything Everything aus Manchester schafften auf ihren ersten drei Alben den Spagat zwischen Ekstase und Ökonomie und Euphorie und Komplexität. Mit großer Raffinesse mixten die Soundtüftler ein trotz unkonventioneller Songstrukturen eingängiges Amalgam für Hirn, Herz, Bauch und Beine. Nonchalant bediente sich das Quartett bei allem... weiter




Grizzly Bear, die Ästheten und Soundtüftler aus Brooklyn, sind zurück. - © Tom Hines

Pop

Song als Mini-Kunstwerk

  • Fünf Jahre lang mussten Fans der New Yorker Indie-Heroen Grizzly Bear auf ein neues Album warten. Nun liegt mit "Painted Ruins" endlich Nachschub vor.

Es war im Jahr 2004, als "Horn Of Plenty", das bemerkenswerte Debütalbum von Grizzly Bear, erschien. Auf das Album stieß man, sofern man den euphorischen Empfehlungen in der Musikpresse außerhalb des Mainstreams folgte. Oder weil man sich vom so evokativen wie minimalistischen Cover verzaubern ließ. Zu hören war ein ruhiger... weiter




Konzertkritik

Stürmen und Sinnieren4

  • Der Pianist Maurizio Pollini in Salzburg.

Man hat Maurizio Pollini nicht unbedingt einen Gefallen getan, als man ihn zum "Klavier-Aristokraten" ernannte. Gewiss: Der Ehrentitel untermauert die pianistische Exzellenz des Italieners. Er ebnete aber auch, im Verbund mit mancher glatten Studio-Einspielung, den Weg zu einem Negativ-Bild - vom kühlen Kunst-Blaublütler Pollini... weiter




Klassikkritik

Sonaten, Fantasien und ihre Wechselwirkungen1

Den Reigen der Gäste des Pianisten-Olymps bei den Salzburger Festspielen setzte am Dienstagabend im Haus für Mozart Mitsuko Uchida fort. Mit der C-Dur-Sonate KV 545, die Mozart selbst als "kleine Klaviersonate für Anfänger" bezeichnete, eröffnete sie ihr Programm. Gar nicht nach Klavierstunde klang, wie Uchida Läufe und Arpeggien mit dem Ernst und... weiter




Konzertkritik

Ton-Rausch zu Ferragosta1

Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker: Das gehört in Salzburg zusammen, als Symbiose zwischen Hoch-, nein, Höchstkultur und tourismusnahem Brauchtum. Sechstausend Augen- und Ohrenpaare im Großen Festspielhaus. Da darf man nicht kleckern, bei Brahms durchaus klotzen. Yefim Bronfman hat vielleicht nicht mehr alle ganz schnellen Noten des... weiter




Sieht ganz lebendig aus: Elvis Presley. - © APA, ap

Elvis Presley

Der Hausmeister von Graceland40

  • Auch schon wieder 40 Jahre her, dass Elvis Presley nicht gestorben ist.

Lange bevor man sich darüber Gedanken machte, ob die Menschheit mit giftigen Chemtrails, die wie harmlose Flugzeug-Kondensstreifen aussehen, dezimiert werden soll, lange bevor man sich mit Aluhüten vor böser Handystrahlung schützte, lange bevor man ausgeklügelte Videos im Netz darüber sehen konnte, dass die Türme des World Trade Centers am 11. 9... weiter




Jazz-CD

Streicherschmäh

  • Das Album "Strings & Bass" von Georg Breinschmid und Mitspielern.

Das Streichquartett ist eine ernste Sache: Man hört hier "vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten", hat Johann Wolfgang von Goethe gesagt. Florian Willeitner, Johannes Dickbauer, Matthias Bartolomey und Georg Breinschmid sehen das nicht ganz so eng: In ihrer Kombo, einem Schmelztiegel für Jazz, klassische und folkloristische Töne... weiter




Jazz-CD

Nahost-Berückung

  • Das dritte Album des ibanesischen Quartetts Masaa.

Wenn sich Jazzer aus dem Nahen Osten ihrer Wurzeln besinnen, heißt es aufhorchen: Nicht selten gedeihen bei solchen Gelegenheiten raffinierte Rhythmen, schillernde Harmonien und ziselierte Melodielinien. Auf israelischer Seite haben der Bassist Avishai Cohen und der Pianist Omer Klein (zuletzt mit "Sleepwakers") fantastische Fusionen... weiter




Oper

Konzertantes Dogen-Drama5

  • Verdi-Oper "I due Foscari" mit Plácido Domingo.

Salzburg. Immer wieder gerät man ins Staunen über Plácido Domingo, wie viel Glanz und Kraft seine Stimme nach einer so langen Karriere noch besitzt. Noch mehr aber darüber, eine wie große Palette an Farben er ihr entlocken kann, um Stimmungen auszudrücken. In Salzburg ist er heuer in zwei konzertanten Aufführungen von Giuseppe Verdis "I due... weiter




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"Zusammenspiel" von Irene Charlotte Jahn.

Am Montagabend feierte Michael Haneke mit "Happy End" zum siebenten Mal Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes. Monica Bellucci war die Gastgeberin beim Auftakt des Festivals: Eine ehrenvolle Rolle, bei der man durch den Gala-Abend führt. Entsprechend chiczeigte sich die inzwischen 52-Jährige.

Fesselndes am letzten Wochenende in Krems: "Durational Rope" von Quarto brachten Seile unter anderem zum Tanzen. Blixa Bargeld und eines seiner Instrumente.

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