Tenöre verboten: Bassbariton Pisaroni (l.) und Bariton Hampson beehren das Konzerthaus. - © Jiyang Chen

Interview

"Eigentlich kannst du nur versagen!"7

  • Der Bassbariton Luca Pisaroni über seine Furcht vor der Rolle des Don Giovanni, sein Faible für den Sänger Dean Martin, Schwiegervater Thomas Hampson und sein Wesen als Opernnarr.

"Wiener Zeitung": Sie treten mit Ihrem Schwiegervater Thomas Hampson demnächst im Konzerthaus auf. Warum heißt der Abend wie eine CD, die Hampson schon vor rund 20 Jahren herausgebracht hat? Und gibt es das gleiche Programm? Luca Pisaroni: Nein. Thomas hat "No Tenors Allowed" 1999 im Duo mit dem Bass Samuel Ramey aufgenommen... weiter




Neben seiner langjährigen Band, zu der u.a. seine Kinder Charles Berry Jr. (Gitarre) und Ingrid Berry (Harmonika und Stimme) gehören, wurde Berry bei den Aufnahmen auch von namhaften Gästen unterstützt. - © APAweb/AFP, Michael B. Thomas/Getty Images

Chuck

Finales Album von Chuck Berry erscheint am 16. Juni

  • Mit "Big Boys" gibt es einen ersten Höreindruck.

Wien. "Chuck", das finale Album der kürzlich verstorbenen Rock'n'Roll-Ikone Chuck Berry, erscheint am 16. Juni. Insgesamt wird die Platte zehn neue Aufnahmen beinhalten, teilte die Plattenfirma Decca Records am Mittwoch mit. Acht davon stammen aus der Feder von Berry selbst, der das Album noch im Vorjahr anlässlich seines 90... weiter





Konzerthaus-Chef: Matthias Naske - © apa/Georg Hochmuth

Wiener Konzerthaus

Ein Wienerlied auf die Politik

  • Konzerthaus-Chef Naske mit neuem Programm und Kritik an der Stadt Wien.

Wien. (jubel) Der polarisierende Dirigenten-Star Teodor Currentzis mit dem Freibrief für einen eigenen Zyklus, alle Beethoven-Streichquartette und Symphonien und ein Wienerlied über die Kultursubventionen: Der programmatische Bogen, den das Wiener Konzerthaus für die kommende Saison spannt, ist ein breiter... weiter




Liederzyklus mit Rezeptionsglocke: Chilly Gonzales an den Tasten und Jarvis Cocker. - © Alexandre Isard

Pop

Zimmer-Blues mit Happy Ending2

  • Chilly Gonzales und Jarvis Cocker blicken mit dem Album "Room 29" ins Chateau Marmont Hotel.

"Room service oder Masturbation? Nichts eröffnet Perspektiven." Ja, der Hotel-Blues hat schon so manchen erwischt. Im Fall dieses Zitats Blixa Bargeld, der die Welt mit seinen Einstürzenden Neubauten, solo oder mit dem italienischen Filmkomponisten Teho Teardo bereist. Überhaupt ergibt sich gerade für Kulturschaffende dieser seltsame Zwiespalt... weiter




Dirigent Ernst Theis arbeitet genreübergreifend: Operette ist ihm ebenso wenig fremd wie Avantgarde. - © privat

Dirigentenporträt

Berührungsneugier3

  • Gerald Pichowetz holt Ernst Theis als Musikchef nach Mörbisch - Porträt eines Vielgesichtigen.

Wien. Der designierte Chefdirigent der Seefestspiele Mörbisch, des Mekkas der Operette, ist ein Neue-Musik-Experte: Wie geht das zusammen, Ernst Theis? "Warum nicht?", antwortet der 1961 in Sierning (Oberösterreich) geborene Dirigent. Die Unterscheidung finde nämlich nicht zwischen "E"- und "U"-Musik statt (wobei diese ganze Diskussion ohnedies... weiter




CDs

Genies in der Gehschule

  • Frühwerke (mehr oder minder) moderner Klassiker.

(eb) Eine fulminante CD ist das, die das Trio Rafale da in glänzenden Interpretationen eingespielt hat: Frühwerke (mehr oder minder) moderner Klassiker. Debussy verarbeitet Massenet-Einflüsse, Hans Werner Henze kombiniert Schönberg und Strawinski, Sergei Rachmaninow wandelt auf den Spuren Tschaikowskys (in denen er auch später gut geht)... weiter




Konzertkritik

Körper ohne Seele

  • Andris Nelsons dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Antonín Dvořáks Konzert für Violoncello und Orchester in h-Moll und Beethovens Sechste Symphonie standen am Wochenende im Musikverein auf dem Programm. Anerkennung gebührt in erster Linie dem Solocellisten Tamás Varga, der das Dvořák-Konzert in hinreißend poetischem Gewand präsentiert, mit viel Liebe zum Detail... weiter




Toscanini-Büste in Pallanza im Park der Villa Giulia. - © Astrid Diepes

Musikerporträt

Der Maestro7

  • 150 Jahre Arturo Toscanini - Erinnerungen an eine italienische Opernlegende.

Pallanza. Der 25. März ist ein historischer Tag für Opernliebhaber in Italien und weltweit: Es ist der Geburtstag Arturo Toscaninis, der 1867 - vor 150 Jahren - in Parma geboren wurde und später wie kein anderer die Mailänder Scala prägte und revolutionierte. Doch auch in der deutschen Opernwelt hat er eine bedeutende Stellung: Er war der erste... weiter




Mit dem Duckwalk zu den Sternen: Chuck Berry ist im Alter von 90 Jahren verstorben.
- © Reuters, Santiago Ferrero

Nachruf

Der Kapitän tritt ab7

  • Er galt als einer der Mitbegründer des Rock ’n’ Roll. Zum Tod des US-Gitarristen und Songwriters Chuck Berry.

Der größte Hit von Chuck Berry - so hat es Keith Richards einmal im Spaß erzählt, und man muss den "Hit" hier wortwörtlich als "Schlag" aus dem Englischen übersetzen - sei jener gewesen, den er dem Rolling Stone verpasst hatte, als dieser sich unbeobachtet genug wähnte, um verbotenerweise auf der Gitarre des Altmeisters zu spielen... weiter




Spoon

Kontrollierte Ekstase1

  • Die US-Band Spoon erlebt einen neuen Kreativitätsschub.

Spätestens seit ihrem Meisterwerk "They Want My Soul" von 2014 sollte sich eine Diskussion über die grundsätzlichen Qualitäten von Spoon erübrigt haben. Die Band aus Austin, Texas formierte sich 1993 und bewegt sich seither überaus geschickt im Graubereich von Mainstream und Independent Music. Jedes ihrer Alben gleicht einem ebenso beherzten wie... weiter




Gegen die Bedeutungslosigkeit: Parkwächter Harlekin legt ein intensives Album vor. - © David Visnjic

Music

Von Hut bis Schuh7

  • Auf seinem dritten Album ,"Zum Fleiss", glänzt Benjamin Lenes alias Parkwächter Harlekin mit eigenwilligen Reimen zu elektronischem Backing - und mit einem Statement des Trotzes.

"Ich bin auf der Hut bevor ich den Hut zieh, aber Hut ab / das hat von Hut bis Schuh Hand und Schuh / denn wir machen Nägel mit Hüten / und bewahren einen kühlen Hut / Nur nicht den Boden unter den Schuhen verlieren / und für ein Leben auf großem Schuh Hut und Kragen riskieren / Seit sie uns zu Schuhen liegen ist es uns zu Hut gestiegen / Und es... weiter




Philippe Jaroussky nahm sich des Orpheus an. - © Marc Ribes-Erato

Konzertkritik

Mit Monteverdi in den Mainstream4

  • Philippe Jaroussky brillierte im Wiener Konzerthaus.

Es ist nicht allzu lange her, da galten Countertenöre als exotische Spezialisten, als eine der mehr oder weniger kuriosen Farbnuancen im Paralleluniversum "Alte Musik". Was ist passiert? Heute beanspruchen die Stars innerhalb dieser Spezies die großen Konzertpodien und gleich das gesamte Repertoire dazu... weiter




Konzertkritik

Vielfalt und Virtuosität

  • RSO Wien mit tschechisch-ungarischem Programm.

Große Erfolge lassen sich oft auf wenige Punkte herunterbrechen. So auch an diesem Abend: Vielfalt, Lautstärke und Virtuosität. Erstere gab’s in Maßen, Letztere in Massen. Dem jungen Dirigenten Jakub Hrusa ist das publikumswirksam gelungen. Vielfalt: Das RSO unter Hrusa präsentiert mit Antonín Dvořák und Vítězslav Novák erst... weiter




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Regisseur Wolfgang Murnberger (l.) mit Josef Hader ("Wilde Maus") und Schauspieler-Kollegin Pia Hierzegger.

Mary Wollstonecraft (1759 - 1797) gilt als die erste Feministin Englands. Das bekannteste Werk der Schriftstellerin, Übersetzerin und Philosophin, "A vindication of the rights of woman" ("Verteidigung der Rechte der Frau") tritt für eine Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Barry Jenkins Film "Moonlight" gewann den Oscar für den besten Film. Zuvor wurde irrtümlich "La La Land" gekürt.

Hugh Jackman winkt am Roten Teppich. Jean-Honoré Fragonard, Das Mädchen mit dem Murmeltier, 1780er Jahre.

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