Drahtige Tastenarbeit zwischen heute und vorgestern: Chick Corea. - © Toshi Sakurai

Konzertkritik

Rückgriff ins Glück1

  • Die Jazzlegenden Chick Corea und Steve Gadd, klangvoll im Konzerthaus.

Das Tourleben scheint ihm zu bekommen. 76 Jahre ist Chick Corea alt - und wirkt doch jugendlich schlank und agil. Bereits einmal war die Pianistenlegende heuer in Österreich zugange (im Festspielhaus St. Pölten); wenig später brach er eine Welttour vom Zaun und erreichte damit am Donnerstag auchdas Wiener Konzerthaus... weiter




Ein Titan auf Holzpaletten: eine kolossale Beethoven-Büste (Caspar von Zumbusch, 1877) in der Döblinger Probusgasse. - © Klaus Pichler

Neues Museum

Eine alte Bringschuld6

  • Das Beethoven Museum in Wien-Döbling eröffnet neu und auf deutlich größerer Fläche. Es bietet einen soliden Grundkurs zum Thema.

Rund eine Stunde haben Beethovens Zeitgenossen gebraucht, um von der Wiener Innenstadt nach Heiligenstadt zu gelangen. Im Grünen winkte unter anderem die Aussicht auf Heilung - jedenfalls sahen das Beethovens Ärzte so. Der Compositeur mit dem schleichenden Hörverlust und anderen Leiden sollte eine Zeit auf dem Land weilen; mit dem Müßiggang würde... weiter





"Utopia" kann man jetzt kaufen . Björk ist wieder da. Und originell wie immer. - © WarnerVideo

Björk

Flöten und Tiergeräusche4

  • Björk hat zur Zuversicht zurückgefunden. Mit ihrem Album "Utopia" flüchtet sie jetzt nach vorne.

Auch für den Begriff der Utopie gilt heute, dass die Zukunft längst nicht mehr ist, was sie einmal war. In der Kunst ist das Thema - wie sagt man noch? - durchdekliniert, und in der echten Welt fällt es zunehmend schwer, daran zu glauben. Vermutlich muss man sehr introspektiv veranlagt sein, zu Ratgeberliteratur neigen oder es wie Michael Jackson... weiter




Konzertkritik

Greifbare und unfassbare Musik bei Wien Modern8

"Einfache Linien": Die wollte Hannes Kerschbaumer, diesjähriger Erste-Bank-Kompositionspreisträger, im Mozartsaal des Konzerthauses erkunden. In "schurf I", dessen Symbiose zwischen Stimme und Violine von Katrin Baerts faszinierend umgesetzt wurde, war davon kaum mehr als eine Idee zu hören, deren vorhersehbare Strukturen letztendlich kein Ganzes... weiter




Machtvoller Schönklang: Dmitri Hvorostovsky. - © afp

Nachruf

Trauer um einen Parade-Onegin29

  • Der russische Bariton Dmitri Hvorostovsky starb im Alter von 55 Jahren.

Wien. (irr) Im Juni hat er noch eine österreichische Bühne besucht: Bei der Sommernachtsgala Grafenegg gab Dmitri Hvorostovsky eine späte Probe seiner Kunst, ließ in der "Cortigiani"-Arie des Rigoletto noch einmal seine Präsenz, seine Inbrunst aufblitzen. Dabei war der russische Bariton sichtlich gezeichnet von seiner Krankheit... weiter




Trauer - und Bewältigung: die französische Filmschauspielerin und Sängerin Charlotte Gainsbourg. - © Amy Troost

neues Album

Grabbesuch mit Discogroove4

  • Charlotte Gainsbourg und die partielle Trauerarbeit ihres überzeugenden neuen Albums "Rest".

Ob es das Thema des übermächtigen Vaters noch einmal gebraucht hätte, ist natürlich zu hinterfragen. Papa Serge Gainsbourg mag als ewiges französisches Nationalheiligtum und Musikmonument zwar bis heute kultisch verehrt werden, Tochter Charlotte hat sich mit ihrer eigenen Arbeit aber längst von ihm emanzipiert... weiter




Beyonce verdient mehr als Adele und Taylor Swift. - © APAweb/AP, Andrew Harnik

Gagen

Beyonce ist höchstbezahlte Musikerin 2017

  • Die Sängerin nahm dieses Jahr 89 Millionen Euro ein.

Los Angeles. Dank ihres Hit-Albums "Lemonade" und der dazugehörigen Welt-Tournee ist die US-Sängerin Beyonce im Jahr 2017 die am höchsten bezahlte Frau im Musikbusiness, wie aus der aktuellen "Forbes"-Liste hervorgeht. Damit verweist sie ihre Kolleginnen Adele und Taylor Swift auf die Plätze. Insgesamt verdiente die 36-jährige R&B-Sängerin heuer... weiter




Ein Belcanto-Ulk: Florian Köfler (Pasquale) und Carolina Lippo (Norina). - © Herwig Prammer

Opernkritik

Don, der Gynäkologe3

  • Donizettis "Pasquale" als grelle Boulevard-Komödie in der Kammeroper.

Das Positive vorweg: Die Kammeroper zeigt eine neue musikalische Fassung des "Don Pasquale", und man kann daran fast so viel Spaß haben, wie ihn Tscho Theissing wohl bei der Arbeit hatte. Der Grenzgänger zwischen Klassik und Musikantentum hat sich die Partitur von Gaetano Donizetti ohne wissenschaftliche Skrupel... weiter




Konzertkritik

Intensität, aus der Mandoline gekitzelt1

(irr) Auch wenn Brad Mehldau, 1970 in Florida geboren, denkbar zeit- und ortsfern von den großen deutschen Komponisten zur Welt kam: Der Jazzpianist hegt ein gewaltiges Faible für sie. Mit ziselierten Stücken wie "Sehnsucht" spürte er der Romantik nach, bei "Three Pieces after Bach" entzündete sich seine Fantasie an der Kunst der Fuge... weiter




Der Riffmeister: Malcolm Young erlag den Folgen einer Demenzerkrankung. Er wurde 64 Jahre alt. - © afp

Nachruf

Mit Sprengstoff und der Präzision einer Schweizer Uhr3

  • Zum Tod des Gründungsmitglieds, Songschreibers und Rhythmusgitarristen von AC/DC, Malcolm Young.

Sein Bruder Angus Young war und ist in der ewigen Schuluniform dafür bekannt, live im Stolperschritt Faxen zu machen - und dem jeweiligen Frontmann der Rockband AC/DC zwischen Schauwert und Unsinn gerne die Show zu stehlen. Nicht nur vergleichsweise stoisch aber stand bei Konzerten der Band quer durch fünf Karrierejahrzehnte im bevorzugten... weiter




Ob das Lügen zum Menschwerden dazugehört? - Juliette Khalil in der Titelrolle von "Pinocchio" in der Wiener Volksoper. - © Volksoper

Opernkritik

Lügen haben lange Nasen25

  • Die Volksoper zeigt mit "Pinocchio" eine Vorweihnachts-Produktion nicht nur für Kinder.

"Das ist sehr freundlich, Herr Thunfisch, aber ich kann nicht aus meiner Haut..." Spätestens nach dem Tiefseedialog des kleinen Titellügners, Pardon: -helden mit dem geplüschten Meerestierchen war es um das Wiener Publikum ganz geschehen. Der Zauber von Pierangelo Valtinonis zweiaktiger Oper "Pinocchio" hatte endgültig zugeschlagen - wobei sich... weiter




Konzertkritik

Auf Worte folgen Taten3

  • Stargeigerin Julia Fischer gastierte im Konzerthaus.

Am Anfang war das Wort. Mit ihrer kurzen Konzerteinführung, die den Startschuss des Sonntags-Matinée-Konzerts der Wiener Symphoniker im Wiener Konzerthaus bildete, brachte Moderatorin Barbara Rett dem Publikum das Programm auf tiefgründige und unterhaltsame Weise näher. Die so gestiegene Vorfreude konnte Solistin Julia Fischer in Mendelssohns... weiter




Christian Thielemann spielte mit den Wiener Philharmonikern ein Werk Aribert Reimanns. - © apa/Hans Klaus Techt

Konzertkritik

Frühling mitten im Herbst8

  • Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker mit Reimann und Debussy.

Das aktuelle Philharmonische wartete mit einem Programm auf, dessen Stringenz sich einem nicht gleich auf den ersten Blick erschloss. Christian Thielemann hatte für sein aktuelles Wien-Gastpiel Carl Maria von Weber, Aribert Reimann, Schumann und Debussy im Koffer. Sobald die Musik erklang, ergab alles einen Sinn... weiter




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CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

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