CDs

Pop-CD

Alle Farben der Dunkelheit1

  • Marissa Nadlers neues Album, "Strangers", erweitert ihren Songwriter-Folk.

Sieben Alben in zwölf Jahren sind wahrlich ein Zeichen großer Produktivität, wecken aber natürlich auch den Verdacht, da werde reichlich wahllos Songmaterial unters Volk gebracht. Marissa Nadler, die in Boston lebende Mittdreißigerin, gilt seit ihrem Debüt "Ballads Of Living And Dying" (2004) als eine der wichtigsten Vertreterinnen dessen... weiter




Pop-CD

Entrückter Ästhet1

( h. m. ) 2013 sorgte Jordan Lee mit seinem Projekt Mutual Benefit erstmals für Aufsehen. Das Debüt "Love’s Crushing Diamond" überzeugte mit feinnervigen Arrangements, ausbalancierten Melodien und einer Aura entrückter Intimität. Der Nachfolger, "Skip A Sinking Stone", schließt nun nahtlos daran an - und Jordan Lee erweist sich erneut als Ästhet... weiter




Pop-CD

Lärm & Lagerfeuer1

( h. m. ) Big Thief, ein von Sängerin Adrianne Lenker angeführtes Quartett aus Brooklyn, überzeugt auf seinem Debüt "Masterpiece" mit einem zwischen Surrealismus und Impressionismus, Lärm und Lagerfeuer sowie Innovation und Nostalgie changierenden Rockmusik-Entwurf. Die Band versteht es, auf traditionellem Fundament gebaute Songs in Richtung... weiter




Pop-CD

Fliegende Holländer2

  • Harmoniegesänge zur Tages- und Nachtgleiche: "Equinox" von Black Oak.

Diese Projekt ist würdig & recht, genauer: würdig & Ut-recht. Zusammengetan haben sich dafür nämlich zwei Musiker, die in den Niederlanden - speziell in ihrer Heimatstadt Utrecht - weltberühmt sind: Geert van der Velde, Sänger und Gitarrist der Forma- tion The Black Atlantic, und Thijs Kuijken, dessen Singer/Songwritertum unter dem Aliasnamen I am... weiter




Pop-CD

Pop mit Verve

  • Das neue Album von Richard Ashcroft.

Herrn Ashcrofts Gespür für Popmelodien ist auch nach sechs Jahren Veröffentlichungspause erhalten geblieben. "These People", das vierte Soloalbum des ehemaligen The-Verve-Frontmanns, beweist, dass geschmeidiger Britpop auch 2016 noch sehr gut funktionieren kann. Richard Ashcroft singt mit seinem unverwechselbaren Timbre über den Wunsch nach... weiter




Jazz-CD

Orpheus’ Rückkehr

  • "Take Me To The Alley" von Gregory Porter.

Es ist keine Übertreibung, Gregory Porter einen Orpheus des Jazz zu nennen: Mit seiner Stimme, so warm und behaglich wie ein Kaminfeuer, könnte der US-Amerikaner noch den abgenudeltsten Standard adeln. Und: Der Mann aus Los Angeles schreibt große Musik. Stilistisch nicht zuletzt an den Soul eines Bill Withers andockend... weiter




Jazz-CD

Bunte Bombastik

  • "The Unity Sessions" von Pat Metheny.

Riesenstücke mit virtuoser Energie: Das war das Markenzeichen der Unity Group, mit der Gitarrist Pat Metheny in den Vorjahren tourte. Zum Abschluss hat sich das Quintett gewissermaßen halb-live aufgenommen, nämlich auf einer Bühne ohne Publikum. Das Resultat liegt seit 2015 auf Doppel-DVD vor und nun auch auf zwei CDs... weiter




Düsteres Cover, Gefühle der Enfremdung: "Get in" von den Suuns aus Montreal.

Pop-CD

Nebelverhangene Laszivität2

  • Keine Entspannung in Hörweite: "Hold/Still", das neue Suuns-Album.

Über Suuns spalten sich die Geister: Während die einen ihre schillernde Mischung aus Krautrock und Elektronik samt Post-Punk-Elementen - insbesondere bei ihrem Debut "Zeroes QC" (2010) - ausgiebig feierten, so warfen andere ihnen - spätestens beim Nachfolger "Images Du Futur" (2013) - vor, distanziert, kalt und zu klinisch zu klingen... weiter




Keine Nostalgie: Peter Rehberg alias Pita kredenzt auf "Get In" eine Form elektronischer Kammermusik. - © Magdalena Blaszczuk

Musik

Gewohnt ungewohnt1

  • Peter Rehberg, Chef des Labels Editions Mego, veröffentlicht sein erstes Album als Pita seit zwölf Jahren und untermauert damit seine Lust am Experiment.

Peter Rehberg alias Pita mag Richtungen und Bewegungen des Hineinkommens, Herunter- oder Aussteigens. Nach "Get Out" (1999 und 2008), "Get Down" (2002) und "Get Off" (2004) folgt nun mit zwölfjährigem Abstand "Get In". Der 1968 in London geborene Wahlwiener war in der Zwischenzeit aber keineswegs untätig... weiter




Pop-CD

Gruseln & Fürchten

( walk ) Nach dem verstörend dystopischen Album "Angel Guts: Red Classroom" (2014) war es fraglich, wie Xiu Xiu weitermachen würden. Die kalifornische Band veröffentlichte innerhalb des letzten Jahres denn auch gleichermaßen Eigenwilliges wie Bizarres, etwa Feldaufnahmen aus Peru oder Klänge von 999 pinken Vibratoren... weiter




Pop-CD

Spiritualität und Agitation

  • Das britische Duo Luh und ihr bemerkenswert vielschichtiges Debütalbum.

Musikalische Nuggets, die das große Glück verheißen, sind heute kaum noch zu finden. Wu Lyf (World Unite! Lucifer Youth Foundation), ein Quartett aus Manchester, zählte nicht nur aufgrund des Bandnamens zu den großen Hoffnungsträgern des britischen Indierock. Ihr Mix aus Rotzigkeit und Pathos und die Präsenz des Sängers Ellery Roberts sorgten für... weiter




Pop-CD

Beats & Moods1

( h. m. ) Jessy Lanza beeindruckt auf ihrem zweiten Album, "Oh No", mit einem ebenso variantenreichen wie smarten Clubmusik-Entwurf zwischen Electronic-Setting und Pop-Flair. Das gemeinsam mit Jeremy Greenspan von den Junior Boys produzierte Werk bietet eine hörenswerte Symbiose aus Tanzmusik, Laptop- und Synthie-Pop und modern interpretierten... weiter




Pop-CD

Mini-Suiten aus der Sahara1

  • Imarhan aus Algerien überzeugen mit ihrem Debütalbum.

Wenn man früher Desert-Blues sagte, meinte man unhinterfragt die US-amerikanische Wüste und damit Bands wie Thin White Rope, Giant Sand oder den Gun Club. Ungefähr drei Jahrzehnte später scheint die Seele dieser Musik in die Sahara (weiter)gewandert zu sein. Tinariwen aus Mali haben die Brücke von der Musik der Tuareg zum Blues und Rock geschlagen... weiter




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(dawa) "Oh Mensch! Gib acht." Ja, frei nach Nietzsches "Zarathustra" gibt die Hörerschaft angesichts der totalen Inbrunst vorliegender Live-Aufnahme... weiter





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