CDs

Fade to grey? Von wegen! Steve Strange ist mit seiner wiederbelebten Band Visage und neuem Album zurück im Geschäft. - David Levine

Sentimentales Wiederhören

Visage: Hearts And Knives

  • Die einstigen New Romantics von "Visage" veröffentlichen mit "Hearts And Knives" ihr erstes Album seit 1984: Notizen von einem Fan der ersten Stunde.

Von der ersten Platte kommt man nicht mehr los. Sein Leben lang. Kein Wunder, denn egal, wie viele CDs man seither erworben hat oder wie viele Downloads sich seitdem auf der Festplatte angesammelt haben, das allererste Album bleibt prägend. Selbst, wenn man es irgendwann bei Umzügen verliert oder man sich im Rahmen der Migra- tion von einem... weiter




von Hausswolff, Anna: Ceremony

In ihrer schwedischen Heimat sorgte Anna von Hausswolff für Aufregung, als sie in einem Fan-T-Shirt des Black-Metal-Projekts Burzum posierte, dessen einst wegen Mordes verurteilter Kopf als mindestens nationalistisch gilt. Mit "Ceremony" erscheint das zweite Album der ansonsten aber in eigentlich jeder Hinsicht unauffällig aussehenden Jungmusikerin... weiter




Sigur Rós: Kveikur

Angekündigte Revolutionen finden nur selten statt. Und so sind auch Sigur Rós - einem in Aussicht gestellten Richtungswechsel zum Trotz - auf ihrem mittlerweile siebenten Studioalbum eindeutig als Sigur Rós zu erkennen. Den erst vor knapp zwölf Monaten erschienenen Vorgänger "Valtari" mitgedacht, auf dem die heute zum Trio geschrumpfte Band um... weiter




Von den Beinen in den Kopf

When Saints Go Machine: Infinity Pool

  • Die dänischen Soundforscher "When Saints Go Machine".

Gemäß dem französischen Philosophen Gilbert Simondon verhält sich das technische Objekt zu seinem natürlichen Milieu so, wie sich das Denken zum Lebendigen verhält. Zwar entwickle sich das technische Objekt zu seiner Umgebung evolutiv, das bedeute aber nicht, dass eine Maschine mit dem Denken oder dem Lebendigen gleichzusetzen wäre... weiter




Mark Kozelek & Jimmy LaValle

Kozelek, Mark & LaValle, Jimmy: Perils From The Sea

Im Lauf von zwei Jahrzehnten hat Mark Kozelek als Solokünstler und mit seinen Bands Red House Painters und Sun Kil Moon die Erwartungen von Album zu Album stets höher geschraubt. Seine Zusammenarbeit mit dem Multi-Instrumentalisten Jimmy LaValle zeitigt auf "Perils From The Sea" nun ebenfalls famose Ergebnisse... weiter




House of Wolves: Fold In The Wind

Der Name dieser Band klingt eher nach düsterem Gothic Metal, dabei ist es so einfach: Hinter House of Wolves verbirgt sich der US-Amerikaner Rey Villalobos, und der hat einfach seinen Namen ins Englische übersetzt! Ehemals Mastermind der kalifornischen Indierock-Band The Coral Sea, hat sich der Mann nun ganz dem minimalistischen Folk verschrieben... weiter




Black Sabbath 2013: Tony Iommi, Ozzy Osbourne und Geezer Butler (v.l.n.r.). - Universal Music

Kopfschütteln im Kollektiv

Black Sabbath: 13

  • Auf "13", ihrem ersten Album mit Ozzy Osbourne seit 35 Jahren, knüpfen Black Sabbath an ihr Frühwerk an:
  • Eine Zeitreise am Rande zum Selbstplagiat.

Die letzte Nummer hört auf, wie das erste Album der Band im fernen Jahr 1970 begann: mit prototypischem Donnergroll, Blitzschlag, Regen und Kirchturmgeläut. Das bedeutet einerseits, dass der Höllenfürst nun jederzeit ums Eck biegen könnte, um uns seine abgrundtiefe Liebe zu bekunden. Andererseits beweist gleich die Eröffnungszeile des abergläubisch... weiter




Josh Homme (2. v. r.) und seine Queens Of The Stone Age schieben eine ruhige Kugel... - Foto: Nora Lezano

Kraftlackl auf Entschleunigung

Queens Of The Stone Age: . . . Like Clockwork

  • Nach gesundheitlichen Problemen ihres Masterminds Josh Homme überraschen Queens Of The Stone Age auf "...Like Clockwork" mit nachdenklichen Zwischentönen.

Zunächst sind es markante, in ihrer Betrübtheit überraschende Eröffnungszeilen wie "I want God to come and take me home / ’Cause I’m all alone in this crowd" oder "Is there anyone out there? / Or am I walking alone?" Danach sind es die ausgewählten Gastmusiker, die Sorgen um Josh Homme und seine Queens Of The Stone Age aufkommen lassen... weiter




Pastels, The: Slow Summits

Nach 16-jähriger Veröffentlichungspause meldet sich die schottische Indiepop-Institution The Pastels mit einem neuen Album zurück. Der Glaube der 1981 gegründeten Band an den perfekten Popsong ist ungebrochen, und ihr teils schräger, teils anheimelnder, immer ein wenig aus der Zeit gefallener Gitarrenpop begeistert auch im Jahr 2013... weiter




Ein kleines Popwunder

Kishi Bashi: 151a

  • Sound-Amalgam: Kishi Bashi und sein Debüt "151a".

Das nun auch in unseren Breitengraden erschienene Debütalbum des in Seattle ansässigen US-Japaners Kaoru Ishibashi alias Kishi Bashi beeindruckt mit einer selten gehörten Klangfülle und Gefühlsintensität; zudem bestechen die neun Songs durch stimmige Arrangements und ihren dramaturgischen Aufbau. Der Sohn eines Professoren-Ehepaares erfreute... weiter




Big Deal: June Gloom

Das mit Alice Costelloe aus London und ihrem einstigen Gitarrenlehrer Kacey Underwood aus Kalifornien transatlantisch besetzte Duo Big Deal wurde vor zwei Jahren mit seinem Debütalbum "Lights Out" vorstellig. Darauf zu hören waren verträumt-verschlafene Songs, die mit zwei Gitarren auf spartanische Instrumentierung vertrauten und mit bevorzugt... weiter




Thermals, The: Desperate Ground

2002 lernten sich der Sänger und Gitarrist Hutch Harris und die Bassistin Kathy Foster kennen und gründeten die (um Westin Glass am Schlagzeug komplettierte) Band The Thermals. Ein Jahr später erschien das erste Album und sehr bald hatte sich das Trio aus Portland mit seinen von knochentrockenen Gitarrenriffs und ungeschliffenen Texten geprägten... weiter




Vampire Weekend: Modern Vampires Of The City

Selten ist die prätentiös-exquisite musikalische Manier dieses New Yorker Quartetts treffender beschrieben worden als kürzlich von Max Scharnigg in der "Süddeutschen": ". . . die ständige Bereitschaft, einem perfekten Song in der Mitte ein Bein abzunehmen und ihn dann nur noch zum Schlag einer blechernen Off-Beat-Snare im Kreis humpeln zu lassen... weiter




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  • Die laute Musik ist kein Randphänomen mehr, aber auch kein Mainstream.
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