
Nur wenige vermögen Melancholie so überzeugend in Euphorie und kontrollierte Ekstase zu überführen wie Simon Balthazar, Cathy Lucas und Co., die als Fanfarlo firmieren.
"Reservoir", das Debüt des Londoner Kollektivs, wurde 2009 viel beachtet und überzeugte mit pathetisch-harmonieseligem Folkpop. Auf dem Nachfolgealbum, "Rooms Filled With Light", wird der majestätisch-neoromantische Zugang mit treibendem Schlagzeug und elektronischen Experimenten erweitert und zum Teil davon abgelöst, denn Synthesizer und Samples ersetzen mehr und mehr die Akustikgitarren und Flöten.
Geblieben sind die ineinanderfließenden Harmoniegesänge, der warme Klang von Trompete, Violine und Glockenspiel und das Gespür für hübsche Melodien und den großen Pop-Gestus à la Arcade Fire. Fazit: "Rooms Filled With Light" ist ebenso toll wie Fanfarlos Debütalbum, ohne dabei aber allzu ähnlich zu klingen, und es deckt mit exzellenten Songs wie "Shiny things", "Dig", "Tightrope" und "A flood" ein sehr breites Gefühlsspektrum ab.
Fanfarlo: Rooms Filled With Light. (Atlantic / Warner)
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