
Auch wenn der englischsprachige Gesang und der auf ein Beatles-Album zurückgehende Bandnamen eine britische Abstammung vermuten lassen, braucht es nicht lange, um die wahre Herkunft dieser charmanten, beschwingten Verführer zu erahnen, ja buchstäblich herauszuhören. Bereits die ersten, nach Air klingenden und blubbernden Synthie-Klänge weisen schon die geografische Richtung, die spätestens bei Nr. 5, "Wind Song", der in bester Phoenix-Manier daherkommt, zur Gewissheit wird. Hierbei handelt es sich eindeutig um Franzosen, die sich freilich bester anglo-amerikanischer Pop-Traditionen (von Beach Boys bis The Divine Comedy) bedienen.
Und so leeren die drei aus Paris stammenden, klassisch ausgebildeten Musiker auf "Let Go", ihrem zweiten Longplayer, ein Füllhorn harmonischer Kleinodien und glitzernd-flirrenden Tand über dem Hörer aus. Schöner und leichter kann dieses Frühjahr kaum mehr klingen.
Revolver: Let Go. (EMI)
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Andere Herkunftssprachen als Englisch kamen für die "extra"-Popkritiker heuer kaum in Frage, wie vor allem die Gesamtwertung zeigt...
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