
Falls Jazzlabel-Bosse zum lieben Gott beten, bekommt der Allvater recht oft einen Wunsch-Namen zu hören: Esperanza Spalding. Die 27-Jährige macht sich nicht nur gut auf CD-Covers. Sie ist viel zu versiert, um sich dem Vorwurf einer Jazz-Mogelpackung auszusetzen: Die Frau aus Oregon hat vokales Charisma, Virtuosität am Bass, schreibt ihre Musik selbst. Und sie schreibt, zur Freude der Industrie, nicht am Massenmarkt vorbei: Bei oberflächlichem Konsum flutscht die neue CD wie Butter durch soulaffine Gehörgänge. Allerdings: In dem Album haust noch eine Seele. Und die will Könnerschaft beweisen. Mitunter genügen Spaldings "Radio Music Society" Sekunden, um von Soul zu Pop, Funk und Jazz zu switchen. Wobei die Genres feinmaschig verwoben sind, die Bassläufe ziseliert, die Akzente so tricky wie einst bei Jamiroquai. Freilich: Mitunter etwas viel der Ambitioniertheit. Dennoch ein rarer Zwitter zwischen Klasse und Masse.
(dawa) 30 Jahre Originalklang mit dem Concilium musicum Wien, wenn das kein Grund zum Feiern ist. Kapellmeister, Komponist und Radiolegende Paul...
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(eb) Alles entweder stromlinienförmig oder absichtsvoll-justament-anders, was die jungen Pianisten von sich geben? Ja, gewiss...
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(dawa) Als wärs seine letzte Oper. Sehr persönlich, aber fast schon naturgemäß bühnenreif begegnet den Hörern Rossinis späte "Petite" Messe...
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Andere Herkunftssprachen als Englisch kamen für die "extra"-Popkritiker heuer kaum in Frage, wie vor allem die Gesamtwertung zeigt...
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