
Angus Stone, der aus-tralische Melancholiker und männliche Teil des überaus erfolgreichen Geschwister-Duos Angus & Julia Stone, veröffentlicht mit "Broken Brights" sein erstes Solo-Album. Und damit ist dem Post-Hippie ein wunderbar eigenständiger musikalischer Farbtupfer im grauen Alltag des grassierenden Folk-Booms gelungen. Raffiniert arrangiert und variantenreich instrumentiert - Mundharmonika, Banjo, Trompete, Violine und Panflöte lösen einander stimmig ab -, überzeugt Angus mit dreizehn Songs zwischen entspanntem Songwriter-Pop und psychedelisch angehauchtem Folkrock.
Stone erzählt kleine, berührende Geschichten über Beziehungen und stetes Fernweh. In den besten Momenten erinnert er dabei an den frühen Dylan ("River Love"), weiters an Ryan Adams ("Apprentice Of The Rocket Man", "It Was Blue", "Bird On The Buffalo", "Monsters") und Simon & Garfunkel ("The Blue Door"). Für den Song "Only A Woman" erhält er die Neil Young-Gedächtnismedaille in Gold - und für die Zeitlosigkeit seines Musizierens unsere aller höchste Wertschätzung.
Angus Stone: Broken Brights. (Desert Harvest Records / EMI)
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