• vom 13.10.2012, 18:47 Uhr

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Update: 29.10.2012, 15:44 Uhr
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Vulkanische Klänge

Dico, Tina: Where Do You Go To Disappear?


Von Francesco Campagner

  • Tina Dico überrascht mit einem energiegeladenen Album

Von Island inspiriert: Tina Dico. - Jonatan Gretarsson, Finest, Indigo

Von Island inspiriert: Tina Dico. Jonatan Gretarsson, Finest, Indigo

In ihrer Heimat Dänemark ist Tina Dico ein Star. Die Künstlerin, die wie etliche andere ihrer skandinavischen Kolleginnen eher gitarrenlastige klassische Singer/Songwriter-Songs ihr eigen nennt, hat sich aber über die Jahre auch in im restlichen Europa eine breite Fan-Basis geschaffen. So kühl, wie die Fotos auf dem Cover und dem Booklet es vermuten lassen würden, ist die Musik auf der neuen CD von Tina Dico nicht. "Where Do You Go To Disappear?" ist ein erstaunlich erfrischendes und abwechslungsreiches Album, das die 35-Jährige in ihrer neuen Heimat Island aufgenommen hat.

Information

Tina Dico: Where Do You Go To Disappear? (Finest / Indigo)

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Dorthin gelangte die Künstlerin durch ihren Partner, Helgi Jonsson, der eine Zeitlang auch in Österreich lebte und musikalisch tätig war. Gemeinsam mit Jonsson wurde auch die neue CD im eigenen Studio aufgenommen. Die karge, vulkanische Landschaft der Insel inspirierte Dico. Doch statt sich allzu sanfter Melodien zu verschreiben, hat die Dänin ein geradezu opulentes Werk geschaffen, das etliche Überraschungen bietet. "You Wanna Teach Me To Dance" ist ein Paradebeispiel dafür. "My mind is my dancefloor", singt sie da zunächst, ehe sie plötzlich zarte Disco-Klänge erklingen lässt.

Synthesizer prägen auf der CD genauso den Sound wie satte Klaviertöne und elegische Streicher. Immer wieder gelingt es der Künstlerin, die in Dänemark auch unter dem Namen Dicow firmiert, den Hörer aus einem Hörschema zu reißen. Die Songs sind nie eindimensional, weder musikalisch noch textlich.

"Es gibt eine Menge verschlossene Energie in diesen großen ruhigen Landschaften", meinte Tina Dico zum Grund, warum sie solche energische Melodien komponierte. Diese Energie ist auf dem Album deutlich spürbar. Wie sang einst Ulla Meinecke: Da ist Feuer unterm Eis.




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Pop-CD

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-12 17:59:24
Letzte Änderung am 2012-10-29 15:44:18


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