• vom 10.08.2014, 12:00 Uhr

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To Rococo Rot: Instrument




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Von Bruno Jaschke




    Ein Album einer Instrumentalformation, das "Instrument" heißt, wirkt zunächst wie eine ironische Tautologie. Wenn dieses Album aber erstmals in der bald 20-jährigen Geschichte der Berliner Post-Rock-Elektronikband To Rococo Rot Gesang enthält, bekommt die Ironie einen doppelten Boden. Robert Lippok (Gitarre, Elektronik), der To Rococo Rot zusammen mit seinem Bruder Ronald am Schlagzeug und dem Bassisten Stefan Schneider betreibt, erklärt das Spiel mit den Bedeutungsebenen sinngemäß damit, dass sich der Begriff "Instrument" hier nicht auf einen Klang erzeugenden Gegenstand beschränke, sondern den ganzen Kreationsprozess miteinbeziehe.

    Für dieses (ihr mittlerweile achtes) Album erhält die Forma- tion tatkräftige Unterstützung durch den New Yorker No-Wave-Pionier Arto Lindsay. Der Gitarrist, der sich schon lange auf eine stimmige Adaption brasilianischer Musiken kapriziert hat, leiht dreien der zehn neuen Songs seine weiche, melodiöse und dabei gelassene Stimme. Man kann diese Songs als Schwerpunkte des Albums begreifen, um die herum die Musik eigendynamisch in kühlen, aber durchaus intensiven Klangfarben fließt - unbeirrbar, ausbalanciert, kräftig und schön.


    To Rococo Rot: Instrument. (City Slang/Universal)




    Schlagwörter

    Pop-CD, Extra, Music, Musikkritik, Rezension

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2014-08-08 14:44:24
    Letzte ─nderung am 2014-08-08 14:54:27



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