• vom 07.09.2014, 11:00 Uhr

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Dust Covered Carpet: Pale Noise




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Von Andreas Rauschal




    In seiner Diplomarbeit beschäftigte sich Bandvorstand Volker Buchgraber zuletzt mit dem Rauschen als Sound und dessen Einflüssen auf das Wohlbefinden; auf dem bereits vierten Album von Dust Covered Carpet wird die wissenschaftliche Vorstudie nun in die Praxis überführt. Es braust, tost und weht durch die Songs, mit denen das Wiener Quartett ganz bei sich ankommt. Nach den enigmatischen A-cappella-Gesängen des Intros verströmt gleich "Linnahall" ein Mehr an Düsterharmonik, das die aus einem zurückgenommenen Brodeln erwachsende, von endzeitlichen Trommelschlägen begleitete Kontemplation "Held In Distant Hands" ebenso charakterisiert wie den getragenen Zwölf-Minüter "Polar Romantic".

    Songs wie "Meteor" und "Antenatal" sind Dramolette mit dem Laut-und-luise-Gebot eines reinigenden Ausbruchs, "All Of You" ist eigentümlicher Soul, und mit "Grey Formations" demonstriert die Band, dass sie auch hymnischen Indie-Pop vom Zuschnitt etwa der Wild Beasts beherrscht.


    Wir hören ein konsequentes Bad im Weltschmerz, das zur rechten Zeit kommt. Draußen liegt schon wieder der Herbst in der Luft.

    Dust Covered Carpet: Pale Noise. (Siluh/Hoanzl)




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2014-09-04 19:08:08
    Letzte ─nderung am 2014-09-05 13:58:12



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