• vom 04.10.2014, 08:30 Uhr

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Update: 25.11.2014, 09:35 Uhr

CD-Kritik

Frame, Roddy: Seven Dials




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Von Bruno Jaschke

  • Rückkehr mit Tempo
  • Roddy Frame hat die Reize der Pop-Dynamik wiederentdeckt.



Es ist noch nicht lange her - weniger als ein Jahr -, da füllte Roddy Frame mit seiner temporär wiedererweckten Band Aztec Camera in Großbritannien mittlere bis große Hallen. Anlass war das 30. Jubiläum des Debütalbums "High Land, Hard Rain".

Frame war noch Teenager, als er mit Aztec Camera einen Blitzstart hinlegte und gemeinsam mit Bands wie Orange Juice eine Art Glasgow-Hype in der britischen Musik-Szene hervorrief. Obwohl Frame bei Aztec Camera alle Songs schrieb und seine häufig wechselnden Begleiter kaum mehr als Erfüllungsgehilfen waren, manifestierte sich bei der Reunion-Tour einmal mehr die eigenartige Dynamik des Pop-Business, alle Nachfrage für einen Künstler auf eine seinerzeit erfolgreiche Bandkonstellation zu konzentrieren und seine Sololeistungen mit Ignoranz zu strafen. Frank Black kann ein Lied davon singen, auch Jarvis Cocker.

Information

Roddy Frame: Seven Dials (AED/Rough Trade)

Das Wien-Konzert im Theater Aktzent findet am 19. Februar 2015 statt.


Roddy Frame, heute 50, hat nach dem Ende von Aztec Camera nicht viele, aber durchwegs feine Platten unter eigenem Namen gemacht - und damit nur ein Liebhaberpublikum erreicht. Folglich wird er in Wien in intimem, gleichwohl stimmigem Rahmen auftreten, nämlich - nach einer Verschiebung des Konzerts von Mitte Oktober auf Februar 2015 - im Theater Akzent. Just hierher wird er, der zuletzt die wunderschönen, halb- bis ganz akustischen Alben "Surf" und "Western Skies" veröffentlichte, mit dem heuer im Frühjahr erschienenen "Seven Dials" sein aufgewecktestes Album seit langem als Visitenkarte mitbringen.

Frame war in den letzten Jahren als Comeback-Helfer für seinen alten Wegbegleiter Edwyn Collins nach dessen Schlaganfall aktiv gewesen: Als "Ersatz für seine gelähmte rechte Hand und als das Gedächtnis, das die Akkorde zu seinen alten Songs gespeichert hatte", wie der Journalist und Musiker Robert Rotifer auf der FM4-Website schrieb. Dabei scheint Frame die Reize der Pop-Dynamik wiederentdeckt zu haben. Und gerade den stärksten Songs der formidablen "Seven Dials"-LP - etwa dem suggestiven "Forty Days Of Rain" - steht der Tempo-Schub gut an.

Das Wien-Konzert im Theater Aktzent findet am 19. Februar 2015 statt.




Schlagwörter

CD-Kritik, Pop-CD, Rezension

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-10-03 11:08:07
Letzte nderung am 2014-11-25 09:35:42




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