• vom 31.10.2014, 09:00 Uhr

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Update: 25.11.2014, 09:52 Uhr

Pop-CD

Weyes Blood: The Innocents




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Von Heimo Mürzl




    Eine sogenannte "Rocksau" ist Natalie Mering alias Weyes Blood ganz sicher nicht. Zu schön, feierlich und ätherisch ist ihre Musik. Erstmals auf sich aufmerksam gemacht hat sie als Sängerin der Experimentalfolk-Band Jackie-O Motherfucker, und auch eine Zusammenarbeit mit Ariel Pink blieb in Fachkreisen nicht unbemerkt.

    Jetzt liegt mit "The Innocents" ihr zweites Soloalbum vor. Es überzeugt mit einem schlüssigen Konzept: Sanft-pastorale Melancholie, eingebettet in Songs, die zwischen Folk und Chanson changieren und Stimmungen evozieren, die fast jeder kennt, aber fast niemand je so gehört hat. Das sind Songs zum konzentrierten Zuhören; das ist Musik, die eine gelungene Symbiose mit Worten eingeht - einmal verhuscht, dann wieder mystisch angehaucht und immer mit ätherischer Patina.


    Das ist mitunter so künstlerisch-geschmackvoll, dass es als beinahe subversiv gelten kann. Trotz dezent eingebauter Vocoder-Effekte vertraut Weyes Blood vor allem auf die Wirkung ihrer Stimme und auf die kompromisslos kultivierte Stilsicherheit. Als Stimmungskanone bietet sich Natalie Mering somit zwar nicht an - für einen getragen-kontemplativen Liederabend aber allemal.

    Weyes Blood: The Innocents (Mexican Summer/Hoanzl)


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    Schlagwörter

    Pop-CD, Musikkritik, Rezension, Extra

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2014-10-30 14:56:07
    Letzte ńnderung am 2014-11-25 09:52:25



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