• vom 11.01.2015, 14:00 Uhr

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Update: 12.01.2015, 10:17 Uhr

Pop-CD

Visage: Orchestral




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Von Uwe Schütte




    Wer bei Orchestral Pop gleich abwinkt, hat natürlich recht. Denn die musikalischen Verbrechen, die unter dem Banner von "Pop meets Classic" begangen wurden, sind viel zu abscheulich. Andererseits entgeht einem bei solch dogmatischer Haltung auch manch Hörenswertes - wie etwa "Orchestral" von Visage. Die Synthie-Helden der frühen 1980er Jahre haben nämlich mehr zu bieten als den Überhit "Fade To Grey".

    Ohne Zweifel ist es primär zwar eine Abzocke altgedienter Fans, wenn Sänger Steve Strange nach dem (übrigens hervorragenden!) Comeback-Album "Hearts & Knives" von 2013 nun eine Best-of-Zusammenstellung im Orchestergewand auf den Markt wirft. Doch das ist wurscht, denn Songs wie "The Damned Don’t Cry", "The Anvil" oder die Haushymne "Visage" sind über die letzten drei Jahrzehnte so immergrün geblieben, dass sie selbst durch den Klassikorchester-Wolf gedreht nicht zu verwüsten sind. Vielmehr gewinnen die Stücke durch die Streicher, Bläser und Perkussionisten des Prague Philharmonic Orchestra durchaus neue Qualitäten. So klingt der Sound der New Romantics heute.


    Visage: Orchestral. (August Day)


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    Schlagwörter

    Pop-CD, Extra, Musikkritik, Rezension

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2015-01-09 14:50:05
    Letzte ─nderung am 2015-01-12 10:17:33



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