• vom 07.03.2015, 11:29 Uhr

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Update: 09.07.2015, 13:04 Uhr

Pop-CD

Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen: Die Biellmann-Pirouette




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Von Andreas Walker




    Das deutsche Trio "Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen" macht seeluftfrischen, teils hingerotzten, teils poppigen Deutschpunk der etwas älteren Generation. Auf ihrem zweiten Album geht es um nichts weniger als um eine Analyse der Gegenwart. Moderne Kommunikationsmittel werden ebenso thematisiert wie zeitgenössische Esskultur. "Was interessiert dich noch außer gestrecktem Gift?" ("60 Watt Sonne") wird zu einer Zustandsbeschreibung: "Das sind also deine letzten Jahre. Wir sind froh, dass wir dich nicht verändern, einfach nur ertragen müssen . . . Und wenn du morgen noch mal aufwachst, dann wird alles . . . sein wie heute."

    Desillusionierte Zeilen, die an den gesellschaftlichen Wandel schon längst nicht mehr glauben. Jochen Gäde (Gesang, Gitarre), Lars Stuhlmacher (Bass) und Steffen Frahm (Schlagzeug, Gitarre, Gesang und Produktion) halten dem Hörer den Spiegel der Bequemlichkeit vor. Wer mehr Initiative zeigen will, muss "Dem Teufel Geld" geben, "Akkorde ermorden" oder sich der Egohymne "Ich fress den Braten ganz alleine" anschließen. Das Trio aus Kiel erzählt keine erbaulichen Geschichten, dafür aber auf witzige Weise.


    Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen: Die Biellmann-Pirouette (Broken Silence)


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    Schlagwörter

    Pop-CD, Extra, Music, Musikkritik, Rezension

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2015-03-06 13:32:12
    Letzte nderung am 2015-07-09 13:04:30



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