• vom 26.06.2015, 17:00 Uhr

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Update: 27.06.2015, 11:43 Uhr

Pop-CD

Lower Dens: Escape From Evil




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Von Heimo Mürzl




    Lower Dens, das US-Quartett um Frontfrau Jana Hunter, funktionierte immer auch schon als selbsttherapeutisches Projekt. Auf "Escape From Evil" nimmt die Sängerin und Songwriterin ihre überwundene Drogensucht zum Anlass, in die Abgründe der eigenen Seele zu blicken. Mit großer Inbrunst singt sie davon, "what it is to be a fucking human being".

    Die bisherigen Alben von Lower Dens standen für Tagträumereien im Drone- und Dreampop-Gewand. "Escape From Evil" überzeugt mit einem etwas eingängigeren Sound, ohne je in die Nähe purer Berieselung zu geraten. Mit viel Hall ausgestattete Synthie-Klangflächen bilden das Fundament für schwelgerische Soundtapeten, deren verträumte Grundstimmung die Präsenz von Hunters Stimme noch erhöht. Textlich verhandelt die Frontfrau Fragen der Geschlechterrollen, männlicher Aggressionen und spezifisch weiblicher Sehnsüchte. Der nuancenreiche Sound, einmal flirrend, einmal elektronisch-treibend, dann mit lässigen Gitarrenriffs und tanzbaren Drum-Beats ausgestattet, sorgt für einen musikalischen Ausgleich zwischen Euphorie und Melancholie. Und mit "To Die In L.A." hört man einen Kandidaten für den Song des Jahres.

    Information

    Lower Dens
    Escape From Evil
    (Domino/GoodToGo)





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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2015-06-25 19:08:11
    Letzte ─nderung am 2015-06-27 11:43:07



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