• vom 01.08.2015, 07:30 Uhr

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Update: 25.08.2015, 13:36 Uhr

Literatur

DeMarco, Mac: Another One




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Von Andreas Walker

  • Songs - und Kaffee - Mac DeMarco und sein Mini-Album "Another One".



Mac DeMarco, die derzeit vielleicht sympathischste Zahnlücke im Musikgeschäft, hat erst im letzten Jahr mit "Salad Days" eine formidable Songsammlung vorgelegt, der er nun das sogenannte Mini-Album "Another One" folgen lässt. Was 2012 mit "Rock and Roll Night Club" im Lo-Fi-Modus begann, hat sich mittlerweile zu einer veritablen Songmaschinerie gesteigert. Zwar klingt DeMarco auf Konserve immer noch so, als würde er die Songs im Alleingang einspielen, wer aber bereits die Gelegenheit hatte, ihn einmal live zu sehen, weiß, dass Balladeskes auch gut als Rocknummer funktionieren kann.

Der 1990 geborene DeMarco gilt als ebenso versierter wie produktiver Musiker. Abseits der regulären EPs und Alben veröffentlichte er diverse Live- und Demoaufnahmen. Für die "Mac DeManiacs" gibt es mit dem "The Wonderful World Of Mac DeMarco 7"- Club zudem eigene Releases, für die man subskribieren muss.


Wenn "Another One" nun auch nicht mit einschlägigen Hits aufwartet (wie noch die Vorgängerwerke), so besticht der neueste Streich doch durch seinen leichten, unbeschwerten Sound. Selbst wenn wie in "Without Me" die Liebe ausgehandelt wird, klingen die Verhandlungsstrategien keineswegs verzweifelt oder tragisch. "No Other Heart" sollte man ohnehin gleich auf Tanzflächen mit dem oder der Liebsten in der Nähe von Poollandschaften genießen.

DeMarco macht Musik für alle, die noch nicht das letzte Fünkchen Hoffnung aufgegeben haben und die gut mit einer Prise Schmalz leben können. Musik, die sich spielerisch über ideologische Gräben hinwegtänzelt und die Veganer, Tierliebhaber und Fleischesser gleichermaßen trösten dürfte.

"Another One" klingt trotz Liebeskummer nach Sonne und Meer. Das Leben geht bei aller Enttäuschung schwerelos weiter. Das ist keine Magie, das ist Kunst. Offiziell als kanadischer, in Montreal ansässiger Act gehandelt, verrät DeMarco am Ende von "My House By The Water" übrigens seine derzeitige Wohnadresse in New York: "Stop on by. I make you a cup of coffee. See you later."

Mac DeMarco

Another One

(Captured Tracks/Cargo)




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-07-31 13:56:07
Letzte Änderung am 2015-08-25 13:36:07



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