• vom 30.08.2015, 08:00 Uhr

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Destroyer: Poison Season




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Von Heimo Mürzl




    Dan Bejar, besser bekannt als Destroyer, der wandlungsfähige kanadische Musiker, singende Charmeur, authentische Romantiker und überzeugende Dandy-Darsteller in Personalunion, schlägt auf seinem zehnten Album, "Poison Season", eine Brücke zwischen Softrock, Jazz-Pop und opulent-orchestralen Broadway-Musical-Klängen. Seine größte Leistung liegt darin, einen bisweilen ironischen Blick auf das Leben und exzellente Kompositionen in reine und tiefe Emotion zu kleiden. Wunderbare Arrangements, ausgeklügelte Sounds, gewitzte Instrumentierung und ein wenig Pathos und Dramatik ergänzen sich zu einem stimmigen Ganzen. Zu hören sind immer wiederkehrende Streicher, ab und zu aufbrausende Gitarren, dezente Pianotupfer, irrlichternde Flöten, dominante Trompeten und ein Saxofon, das zwischen den Soli immer ein wenig verloren scheint. Dan Bejar sucht seinen Weg zwischen beseelter Melodieseligkeit, ungestümer Dringlichkeit und schwelgerischer Inszenierung und hinterlässt dem Hörer exquisiten Pop an der Schnittstelle von überwältigender Pracht, raffinierter Poesie und romantischer Magie.

    Destroyer: Poison Season
    (Dead Oceans/Trost)



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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2015-08-28 12:41:07
    Letzte ─nderung am 2015-08-28 12:59:01



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