• vom 24.07.2016, 13:00 Uhr

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Von Andreas Walker

  • Das dritte Album der kalifornischen Nihilsten Wreck and Reference



Nach zwei Jahren Pause tauchen Wreck and Reference erneut in die Untiefen nihilistischer Abgründe ein. Die Kalifornier haben sich mit ihrem dritten Album aus ihrer klaustrophobischen Höhle hinaus ans dumpf-diffuse Tageslicht gewagt. Im Vergleich zum wütenden Vorgänger "Want" schillert die Verzweiflung bei "Indifferent Rivers Romance End" facettenreich und lässt hier und da sogar einen Sonnenstrahl in das düstere, manisch-zwielichtige Gewölk aus Pop, Noise und Metal.

Information

Wreck and Reference

Indifferent Rivers Romance End

(The Flenser)

Ignat Frege und Felix Skinner folgen dabei zeitweise den Spuren Jamie Stewarts (Xiu Xiu), so fragil und verletzlich gibt sich etwa gleich zu Anfang "Powders". Auch wenn der Mollschleier über allem hängt, so trauen sich Frege und Skinner eine Instrumentierung durschimmern zu lassen, die nach Weite schreit - womit der eine oder andere Gothik-Effekt erzielt wird. Überraschend ist dann aber doch, dass das Duo auf melodiöse Weise mit einfacher wie erholsamer Schönheit kokettiert. Wreck and Reference wissen freilich, wie zerbrechlich jede Schönheit ist.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-07-22 15:38:10
Letzte nderung am 2016-07-22 15:53:51



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