(dawa) Rund um Claude Debussys diesjährigen 150. Geburtstag erfahren hiesige Freunde des Impressionismus von einem französischen Pianistenstern des mittleren 20. Jahrhunderts. Samson Francois gilt als einer der Debussy-Kenner seiner Zeit, in der Heimat ist sein Name längst Legende.

Ersten Unterricht erhielt der 1924 Geborene bei Pietro Mascagni. Alfred Cortot holte ihn nach Paris. Francois wurde in seinem kurzen, exzessiven Leben von Kritikern immer mit dessen verinnerlichtem Virtuosenstil des 19. Jahrhunderts konfrontiert. Weitere Lehrmeisterinnen wurden Yvonne Lefébure, Nadia Boulanger und schließlich Marguerite Long. Die Freundin von Ravel, Fauré und Debussy war damals Frankreichs bedeutendste Pianistin. Francois hat die Musik des Impressionismus also mit der musikalischen Muttermilch aufgenommen.
In Claude Debussys bedeutendsten Klavierwerken auf drei CDs wird diese Innigkeit offenbar. Mystisch, präzise sprechend gelingen Préludes wie "Dan seuses de Delphes". Verspielt, aber nachdenklich die "Arabesken", die historischen Aufnahmen der "Images" suchen bis heute ihresgleichen. Ein Zeitzeugnis.