"Ich bin Leon Klinghoffer": Vor der New Yorker Met solidarisieren sich Demonstranten mit dem jüdischen Mordopfer einer PLO-Entführung, das der Komponist John Adams - vermeintlich - verunglimpft hat. - © ap

Oper

"Brennt die Bühne nieder!"

  • Heftige Proteste in New York gegen John Adams’ Oper "Klinghoffers Tod".

New York. Es ist ein besonderer Anlass. Die "New York Times" hat einer Oper einen Leitartikel gewidmet. So bedeutsam fand man bei der sogenannten Grey Lady die Premiere von "Klinghoffers Tod" an der Metropolitan Opera an diesem Montag, dass man sich nicht davor scheute, das Stück mit dem ganzen Gewicht der redaktionellen Meinung zu stützen... weiter





Gewandhausorchester Leipzig

Beredter Bruckner im fein gewobenen Klangnetz

Ein Italiener auf der Erfolgswelle: Riccardo Chailly hat jüngst sein Debüt als Musikdirektor der Mailänder Scala absolviert, als Gewandhauskapellmeister hat er den Gramophone Award abgestaubt. Nun gastieren das Gewandhausorchester Leipzig und sein Chefdirigent für drei Konzerte im Musikverein. Mit Bach und Bruckner prallten beim Auftakt Welten... weiter




Friedrich Cerha. - © APAweb, HERBERT NEUBAUER

Neue Musik

Donaueschinger Musiktage starten mit Cerha-Uraufführung

  • Orchesterwerk "Nacht" wird bei Eröffnungskonzert am Freitag uraufgeführt, auch Peter Ablingers "points & views" werden erstmals gespielt.

Donaueschingen. Am Freitag beginnen die Donaueschinger Musiktage, das weltweit älteste Festival für Neue Musik. Bis Sonntag gibt es in der Schwarzwald-Stadt neben Konzerten auch Lesungen, Ausstellungen sowie Film- und Videovorführungen. Im Rahmen des Eröffnungskonzert des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Emilio Pomarico wird... weiter




Konzertkritik

Clash von E und U

  • Zwei ungewöhnliche Winterreisen im Konzerthaus.

Die Berührungsängste, die lange Zeit das Verhältnis von "E"- und "U-Musik" bestimmten, gibt es nicht mehr. Längst arbeiten sich Musiker aus dem Umfeld von Jazz, Improvisation oder Elektronik (wie etwa der Posaunist Bertl Mütter) an den Filetstücken des klassischen Repertoires ab (wie etwa Schuberts "Winterreise")... weiter




Konzertkritik

Wesen mit vier Händen

  • Concerto Köln und das Duo Labèque im Musikverein.

Gleich zwei Höhepunkte hielt der Montagabend im Musikverein für die Zuhörer bereit. Erstens waren da die zwei Schwestern Katia und Marielle Labèque aus Frankreich, die wahrhaftig die Hammerflügel zum Tanzen brachten. Die zarten und im Vergleich mit einem modernen Flügel eher eingeschränkten Klangregister dieser historischen Instrumente nutzten sie... weiter




Johanna Doderer Klaviertrios Capriccio,1 CD ca.16 Euro

Klassik-CD

Doderer, Johanna: Klaviertrios

Die österreichische Komponistin Johanna Doderer hat Mut: Nicht wegen ihrer verbalen Bekenntnisse zu Haydn, Mahler und Schostakowitsch, sondern weil sie diesen Bekenntnissen eine Musik folgen lässt, die sehr offen, ungeschützt durch postmoderne Ironisierungen, diese Traditions-linie fortsetzt - und zeigt, dass es auch heute möglich ist... weiter




Opernkritik

Eine Strauss-Sternstunde12

  • Christian Thielemann dirigierte Strauss’ "Ariadne".

"Es gibt ein Reich..." in Wien, nämlich Opernring 2, wo alles gelingen kann, wenn sich die richtigen Kräfte bündeln. So geschehen bei der zwölften Auflage der ins Haus am Ring verfrachteten Salzburger Festspielbilder 2012 zum Strauss-Hofmannsthal’schen Gesamtkunstwerk "Ariadne auf Naxos" in geschmäcklerisch angenehmer Sven-Eric Bechtolf... weiter




Was genau ist an Dreadlocks eigentlich so lustig? David Sitka und Julia Koci klären das (nicht) in "Onkel Präsident". - © apa/Volksoper/Pálffy

Opernkritik

"Vergessen Sie die Oper"7

  • Österreichische Erstaufführung von Friedrich Cerhas "Onkel Präsident" in der Volksoper.

Wie passen anspruchsvolle Musik und billige Inhalte zusammen? - Man nehme einen bekannten Komponisten, einen Einakter aus 1929 im damals üblichen Stil des Boulevardtheaters, katapultiere das Ganze in die Gegenwart, stopfe es in die Volksoper. Und zwar in einer sauberen und gewiss nicht langweiligen Regie (Josef Ernst Köpplinger) und einem... weiter




König Carl Gustav XVI. überreichte Andreas Großbauer (l.) und Clemens Hellsberg den Birgit-Nilsson-Preis. - © Jan-Olav Wedin

Birgit-Nilsson-Preis

Eine Million fürs Archiv2

  • Die Wiener Philharmoniker erhielten den "Nobelpreis für Musik".

Stockholm. Mit einer Million US-Dollar ist der Birgit-Nilsson-Preis der höchstdotierte Musikpreis der Welt. Er ging an die Wiener Philharmoniker, die zum Dank am Mittwoch im Stockholmer Konzerthaus aufspielten. Der schwedische König Carl Gustav XVI. überreichte die Trophäe persönlich und lauschte dem Konzert an der Seite von Königin Silvia aus... weiter




Kinderoper

Staatsoper spielt Kinderoper in der Walfischgasse1

Wien. Staatsoperndirektor Dominique Meyer kann das ungeliebte Kinderopern-Zelt auf der Dachterrasse abbauen: Die Kinderoper der Staatsoper zieht im Herbst 2015 ins Stadttheater Walfischgasse um. Dessen Intendantin Anita Ammersfeld legt ihre Funktion zurück. Nach Gesprächen mit Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) und Staatsoperndirektor... weiter




Fabio Sartori als Cavaradossi. - © H. und C. Baus

Opern-Kritik

Flops am laufenden Band7

  • In Berlin scheitert Alvis Hermanis als "Tosca"-Regisseur beim Puccini-Debüt von Daniel Barenboim.

Man glaubt es kaum, dass so ein im besten Sinne Allerwelts-Dirigent wie Daniel Barenboim noch keinen Puccini dirigiert haben soll. Jetzt hat er es mit der Staatskapelle im Schillertheater mit einer neuen "Tosca" nachgeholt. Zupackend, wie er so ist, aber auch erstaunlich weich in den ruhigen Passagen - natürlich kann er das... weiter




Musikverein

Bombastisches Böhmen mit fünf Minuten Polen

Böhmen war es, das am Montagabend im Musikverein im Zentrum stand. Genauer gesagt drehte sich alles um Antonín Dvořák und Josef Suk - die fünf Minuten, die man Krzysztof Pendereckis "Adagietto" widmete, sind aus zeitlichen wie auch interpretationstechnischen Gründen kaum erwähnenswert. Es wurden Dvořáks "Zehn Biblische Lieder"... weiter




Anne Bennent rezitiert in Eggenburg Lyrik von Ingeborg Bachmann. - © Foto: Aleksandra Pawloff

Eggenburger Orgelwort

Klangspannungsfelder12

  • Das "Eggenburger Orgelwort" lädt mit Musik der Vergangenheit und der Gegenwart zur geistigen Auseinandersetzung ein.

Die Orgel ist das vielleicht eigentümlichste Instrument der abendländischen Musik: Einerseits lassen die Register eine beispiellose Kombination von Farben zu; andererseits kann der einmal angeschlagene Ton nicht mehr verändert werden. Er ist Res facta. Als Instrument der jüdischen Tempel und der katholischen und evangelischen Kirchen signalisiert... weiter




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N. Harnoncourt: Letzte Mozart-Symphonien Sony Classical, 2 CDs, ca. 20 Euro (dawa) So wenig Harnoncourt, wie selten zuvor. Oder eigentlich auch nicht. Für die letzten drei Mozart-Symphonien hat sich der Originalklang-Doyen mit... weiter





Die Arbeiten von Banksy beschäftigen sich immer wieder mit aktuellen, sozialkritischen Themen. Hier bezieht er den öffentlichen Raum in das Bild mit ein.

Aktstudie, 1882/83, Musée Toulouse-Lautrec, Albi In Florenz. © Clet Abraham

<span style="font-weight: bold;">World Press Photo des Jahres 2013</span>: John Stanmeyer, Afrikanische Migranten an der Küste von Djibouti, 2013, VII für National Geographic. Was hindert den Menschen eigentlich daran, die Funktionalität des Menschen chirurgisch zu erhöhen? So lautet lapidar die Frage bei der Arbeit von Agi Haines (UK) "Transfigurations". (Honorary Mention Interactive Art).


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