Anne Schwanewilms gibt die Rolle der Chrysothemis in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung an der Staatsoper. - © Foto: Wr. Staatsoper/Pöhn

Richard Strauss

"Elektra" oder: Die Genialität eines Plagiats

  • Richard Strauss’ Meisterwerk wäre ohne die heute kaum bekannte Oper "Cassandra" des Italieners Vittorio Gnecchi nicht möglich gewesen.

Dumpf und drohend, gleich einem übermächtigen Schatten aus dem Totenreich, legt sich das Agamemnon-Motiv gleich zu Beginn über das Werk. Darauf folgt ein Akt, ein einziger nur, Spieldauer gerade einmal eindreiviertel Stunden, der alle bisherige Wohlanständigkeit der Oper, all ihre Kulinarik und Festlichkeit... weiter





Matthäus-Passion

Helft mir klagen1

Ein dramatisch vorgereckter Arm, zitternd zum fordernden Espressivo erhoben: Philippe Jordans Gestik sagt viel über sein Bild der Musik Johann Sebastian Bachs, mit dessen Matthäus-Passion der "Osterklang" eröffnete. In einer mehrjährigen Serie treten die Wiener Symphoniker zur Befreiung des Barock-Meisters aus dem Griff der Spezial-Ensembles an... weiter




Düster mafiös: Jonas Kaufmann in "Cavalleria rusticana". - © apa/Gindl

Salzburger Osterfestspiele

Das pralle Leben aus dem Comic-Heft3

  • Salzburger Osterfestspiele: Dirigent Christian Thielemann gelangt im Verismo zu gemischten Resultaten.

(irr) Christian Thielemann schätzt als Durstlöscher Gerstensaft, heißt es. Immer, wenn der Stardirigent in Bayreuth Dienstschluss habe, lasse er sich noch im Orchestergraben ein Weißbier kredenzen. Der Meister der deutschen Töne also auch als Freund deutscher Tränke: Das glaubt man gern. Überprüfen lässt es sich freilich nicht... weiter




Konzertkritik

Der Blick fürs Ganze

  • Das RSO Wien mit Werken des 20. Jahrhunderts.

Der Bildungsfaktor war beim bestens besuchten Musikvereinsabend des Radio-Symphonieorchesters Wien ein besonders hoher. Richard Strauss, Frank Martin und Pierre Boulez - die klangliche Annäherung dreier so unterschiedlicher Musikgrößen am Weg in die Gegenwart wurde im gehörten Konzerterlebnis umso deutlicher... weiter




Mojca Erdmann erzählte zwei Versionen von Ophelias trauriger Geschichte. - © imago/Skata

Konzertkritik

Die Leichtigkeit des Gesangs

  • Mojca Erdmann konfrontierte Lieder der Romantik mit Rihm und Reimann.

Einfach nur lächeln ließ sich bei so viel gehörter Leichtigkeit des Seins. Natürlich, Mojca Erdmann wurde von Anfang ihrer Karriere an gerade für die lockeren Höhen bekannt - manche bemängeln fehlende Substanz in den Tiefen. Doch an diesem Abend im Brahmssaal war schlicht alles vorhanden: Da blühte Mozarts "Veilchen" mit Schuberts "Heidenröslein"... weiter




Nächste Saison

Jeunesse Orchester: Zwölf Jahre Jugend

  • Letztes Saisonprogramm von Jeunesse-Chefin Möser.

Wien. (irr) Auch eine dauerhafte Arbeit für die Jugend schützt nicht vor Alterserscheinungen: "Zwölf Jahre Jeunesse haben auch insofern Spuren hinterlassen, dass ich jetzt eine Brille trage", scherzt Angelika Möser, scheidende Chefin des heimischen Konzertveranstalters, am Mittwoch vor Pressevertretern... weiter




Konzertkritik

Wasserwelten1

  • Die Pianistin Hélène Grimaud mit einem Themenabend.

Ein Klavierabend zum Thema Wasser: warum nicht? Aber so hat man das dann doch noch nicht gehört. Das Programm, das mit Berio beginnt, über Takemitsu, Fauré, Ravel, Albéniz, Liszt und Ja- náček reicht und mit (einem wunderbaren) Debussy endet, hat Hélène Grimaud persönlich zusammengestellt und die gesamte erste Hälfte... weiter




Die Gesangssolisten des Jungen Ensembles des Theaters an der Wien. - © Foto: Peter Mayr

Osterklang

Klingendes Ostern in Wien

  • Das Osterklang-Festival spannt seinen musikalischen Bogen von Bachs "Matthäuspassion" bis hin zu Werken von Gassmann, Schubert, Beethoven oder Barber.

Das Wiener Osterfestival wird am Palmsamstag, den 28. März, von den Wiener Symphonikern unter der musikalischen Leitung ihres neuen Chefdirigenten Philippe Jordan im Großen Saal des Wiener Konzerthauses eröffnet. Die bereits im Vorjahr begonnene Zusammenarbeit mit den Symphonikern wird somit mit der "Matthäuspassion" fortgesetzt... weiter




Konzertkritik

Reise ins Unbestimmte

  • Das Klangforum Wien beschwor "Sehnsuchtsorte".

Den "ImmigrantInnen" ist der diesjährige Konzertzyklus des Klangforum Wien gewidmet. Im Unterschied zur Touristin reist die Migrantin oft gefährlich. Mitunter wird ihre Reise durch Grenzen verunmöglicht, was das angestrebte Ziel zum Ort der Sehnsucht machen kann. Das fünfte Zykluskonzert stand denn auch unter dem Motto "Sehnsuchtsort": ein Begriff... weiter




Konzerthaus

Attraktion Vielfalt

  • Die nächste Saison im Wiener Konzerthaus.

Wien. (irr) "Der Star spielt auch hier eine Rolle, aber er ist nicht unser Motor", sagt Matthias Naske. Seit Herbst 2013 Intendant des Wiener Konzerthauses, stellte er am Donnerstag das Programm der nächsten Saison vor. Zwar will man betont nicht mit dem Musikverein konkurrieren, schüttelt aber doch einige Asse aus dem Ärmel: So adelt das singende... weiter




Beat Furrer zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Komponisten der Neuen Musik. - © APAweb, GEORG HOCHMUTH

Neue Musik

Großer Österreichischer Staatspreis für Beat Furrer

  • Kulturminister Ostermayer würdigt den Komponisten als "besonders würdigen Träger dieser Auszeichnung".

Wien. Der Komponist Beat Furrer ist am Mittwochnachmittag mit dem Großen Österreichischen Staatspreis 2014 ausgezeichnet worden. Der gebürtige Schweizer erhielt den Preis durch Kulturminister Josef Ostermayer, der den Komponisten als "besonders würdigen Träger dieser Auszeichnung des Musiklandes Österreich" bezeichnete... weiter




Saisonvorschau

Die bittere Nebenwirkung des Erfolgs im Musikverein

  • Auch künftig gastiert die Crème de la crème im Haus. Die Subvention sinkt jedoch drastisch.

Wien. (irr) Das Gute vorweg: Das Programm des Wiener Musikvereins bleibt so glamourös wie sein Goldener Saal. "Wir präsentieren die besten Orchester der Welt. Mit dieser Dichte, glaube ich, sind wir ziemlich singulär", sagt Intendant Thomas Angyan und blickt stolz in die nächste Saison: Neben den Wiener Traditionsklangkörpern beehren 14 große... weiter




Lyon

Das Elend im Elysium

  • Paradiesvogelbunt: Das Opernfestival Lyon lockt in "geheimnisvolle Gärten".

Lyon. Für den Opernfreund war es der Beginn eines Festivals, für den Profi - nun ja, so etwas wie ein Branchentreffen. Intendanten, Agenten, Journalisten: Das Opernhaus von Lyon übt einen erstaunlichen Magnetismus auf das Fachpublikum aus. Auch das deutschsprachige Feuilleton zog es am Wochenende in dieses seltsame Gebäude an der Rhone: die... weiter




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Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin).

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