Konzertkritik

Kokette Bescheidenheit aus Venezuela

Wenn Gustavo Dudamel und das Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela in den Musikverein laden, darf man durchaus ein musikalisches Feuerwerk erwarten. Aber erstens, kann man sagen, kommt es anders und zweitens, als man denkt. Denn Dudamel zeigte sich zum Auftakt seines Beethoven-Zyklus‘ keineswegs von seiner energischsten Seite... weiter





Saisonvorschau

Geballter Glanz4

  • Der Wiener Musikverein bietet auch nächste Saison so gut wie alle Klassik-Stars auf - und feiert drei Tonsetzer.

Wien. (irr) Ob Opernlieblinge wie Jonas Kaufmann und Diana Damrau, Pianisten wie Mitsuko Uchida und Daniil Trifonov oder Pultstars wie Riccardo Muti oder Christian Thielemann: Der Wiener Musikverein erweist sich auch in der Saison 2017/18 als Kompetenz-Zentrum der Klassikwelt; und er ist darin jener Hafen, den die meisten Gastorchester ansteuern... weiter




Konzertkritik

Kreativ innovativ

  • Irish Chamber Orchestra im Konzerthaus.

Den Genuss eines vielfältigen Programms, gespickt mit Überraschungen, bot der Abend mit dem Irish Chamber Orchestra unter Jörg Widmann. Um genau zu sein, war jedes Werk ein eigener Höhepunkt für sich. Das erste Mal aufhorchen durfte man, als Mozarts Ouvertüre zu "Don Giovanni" und sein Adagio und Fuge für Streicher in c-Moll ohne auch nur einmal... weiter




Tenöre verboten: Bassbariton Pisaroni (l.) und Bariton Hampson beehren das Konzerthaus. - © Jiyang Chen

Interview

"Eigentlich kannst du nur versagen!"7

  • Der Bassbariton Luca Pisaroni über seine Furcht vor der Rolle des Don Giovanni, sein Faible für den Sänger Dean Martin, Schwiegervater Thomas Hampson und sein Wesen als Opernnarr.

"Wiener Zeitung": Sie treten mit Ihrem Schwiegervater Thomas Hampson demnächst im Konzerthaus auf. Warum heißt der Abend wie eine CD, die Hampson schon vor rund 20 Jahren herausgebracht hat? Und gibt es das gleiche Programm? Luca Pisaroni: Nein. Thomas hat "No Tenors Allowed" 1999 im Duo mit dem Bass Samuel Ramey aufgenommen... weiter




Konzerthaus-Chef: Matthias Naske - © apa/Georg Hochmuth

Wiener Konzerthaus

Ein Wienerlied auf die Politik

  • Konzerthaus-Chef Naske mit neuem Programm und Kritik an der Stadt Wien.

Wien. (jubel) Der polarisierende Dirigenten-Star Teodor Currentzis mit dem Freibrief für einen eigenen Zyklus, alle Beethoven-Streichquartette und Symphonien und ein Wienerlied über die Kultursubventionen: Der programmatische Bogen, den das Wiener Konzerthaus für die kommende Saison spannt, ist ein breiter... weiter




Dirigent Ernst Theis arbeitet genreübergreifend: Operette ist ihm ebenso wenig fremd wie Avantgarde. - © privat

Dirigentenporträt

Berührungsneugier3

  • Gerald Pichowetz holt Ernst Theis als Musikchef nach Mörbisch - Porträt eines Vielgesichtigen.

Wien. Der designierte Chefdirigent der Seefestspiele Mörbisch, des Mekkas der Operette, ist ein Neue-Musik-Experte: Wie geht das zusammen, Ernst Theis? "Warum nicht?", antwortet der 1961 in Sierning (Oberösterreich) geborene Dirigent. Die Unterscheidung finde nämlich nicht zwischen "E"- und "U"-Musik statt (wobei diese ganze Diskussion ohnedies... weiter




CDs

Genies in der Gehschule

  • Frühwerke (mehr oder minder) moderner Klassiker.

(eb) Eine fulminante CD ist das, die das Trio Rafale da in glänzenden Interpretationen eingespielt hat: Frühwerke (mehr oder minder) moderner Klassiker. Debussy verarbeitet Massenet-Einflüsse, Hans Werner Henze kombiniert Schönberg und Strawinski, Sergei Rachmaninow wandelt auf den Spuren Tschaikowskys (in denen er auch später gut geht)... weiter




CDs

Wenn Szymanowski an die Geige denkt3

(eb) Noch ganz romantisch getönt ist die d-Moll-Sonate Karol Szymanowskis. In den "Mythes" stellen sich expressionistische Züge ein, die "Berceuse d‘Aitacho" ist ein viereinhalbminütiges Wunder an zarter Abgründigkeit. Die Geigerin Marie Radauer-Plank und die Pianistin Henrike Brüggen haben das Werk des Polen für Violine und Klavier... weiter




Konzertkritik

Körper ohne Seele

  • Andris Nelsons dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Antonín Dvořáks Konzert für Violoncello und Orchester in h-Moll und Beethovens Sechste Symphonie standen am Wochenende im Musikverein auf dem Programm. Anerkennung gebührt in erster Linie dem Solocellisten Tamás Varga, der das Dvořák-Konzert in hinreißend poetischem Gewand präsentiert, mit viel Liebe zum Detail... weiter




Toscanini-Büste in Pallanza im Park der Villa Giulia. - © Astrid Diepes

Musikerporträt

Der Maestro7

  • 150 Jahre Arturo Toscanini - Erinnerungen an eine italienische Opernlegende.

Pallanza. Der 25. März ist ein historischer Tag für Opernliebhaber in Italien und weltweit: Es ist der Geburtstag Arturo Toscaninis, der 1867 - vor 150 Jahren - in Parma geboren wurde und später wie kein anderer die Mailänder Scala prägte und revolutionierte. Doch auch in der deutschen Opernwelt hat er eine bedeutende Stellung: Er war der erste... weiter




Philippe Jaroussky nahm sich des Orpheus an. - © Marc Ribes-Erato

Konzertkritik

Mit Monteverdi in den Mainstream4

  • Philippe Jaroussky brillierte im Wiener Konzerthaus.

Es ist nicht allzu lange her, da galten Countertenöre als exotische Spezialisten, als eine der mehr oder weniger kuriosen Farbnuancen im Paralleluniversum "Alte Musik". Was ist passiert? Heute beanspruchen die Stars innerhalb dieser Spezies die großen Konzertpodien und gleich das gesamte Repertoire dazu... weiter




Konzertkritik

Vielfalt und Virtuosität

  • RSO Wien mit tschechisch-ungarischem Programm.

Große Erfolge lassen sich oft auf wenige Punkte herunterbrechen. So auch an diesem Abend: Vielfalt, Lautstärke und Virtuosität. Erstere gab’s in Maßen, Letztere in Massen. Dem jungen Dirigenten Jakub Hrusa ist das publikumswirksam gelungen. Vielfalt: Das RSO unter Hrusa präsentiert mit Antonín Dvořák und Vítězslav Novák erst... weiter




Liederabend

Ein Klavier voller Extravaganzen1

Ein Liederabend ist eine ernste Angelegenheit. Vor einem schwarzen Flügel aufgestellt, singt ein Künstler Werke des klassischen Kanons. In den Pausen dazwischen ist Stille geboten - und Beifall nur dann erlaubt, wenn das nächste Stück von einem anderen Tonsetzer stammt. Der Klang ist König. Die Konzentration Königin... weiter




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Barry Jenkins Film "Moonlight" gewann den Oscar für den besten Film. Zuvor wurde irrtümlich "La La Land" gekürt. Hugh Jackman winkt am Roten Teppich.

Jean-Honoré Fragonard, Das Mädchen mit dem Murmeltier, 1780er Jahre. Ein Ausnahmeprojekt mit Ausnahmeproblemen: Die Elbphilharmonie, eine "gläserne Welle", die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist.