Konzertkritik

Lauter offene Fragen

Auf das fragende Trompetenmotiv, das sich ein letztes Mal über enigmatisch schwebenden Streicherklängen erhebt, folgen stampfende Schläge und eine aufgewühlte Melodie der Violinen, die in einer weiten Gebärde den gesamten Tonraum zu durchmessen scheint. Es war ein hübscher Gedanke von Andrés Orozco-Estrada... weiter





Christmas in Vienna

Verhinderte Besinnung2

  • "Christmas in Vienna" im Wiener Konzerthaus.

Wenn im Konzerthaus der "Schnee leise rieselt", dann weiß man, dass Weihnachten ist - genauer: Christmas in Vienna. Auch dieses Jahr haben sich wieder die herausragendsten Musiker versammelt, um, ihrem Können nicht ganz entsprechend, weihnachtliche Töne erklingen zu lassen und dem Publikum, abseits von Krieg und Gewalt... weiter




Konzert-Kritik

Aus der musikalischen Trickkiste geschöpft

Ein Kammerorchester, das sich gerne einmal einer Beethoven-Symphonie verschreibt. Auch so können die Wiener Virtuosen mutieren. Somit saßen sie zu 28. im Goldenen Saal des Musikvereins. Wobei, in Mendelssohn Bartholdys ganz frühem d-Moll Violin-Streichkonzert musizierte das bestens aufeinander eingespielte Ensemble lieber im Stehen... weiter




Dass ein Computer Klänge bebildern kann, weiß man auch aus Experimenten im klassischen Konzert - wie hier bei der Ars Electronica. Neuerdings sollen Rechner die Musik aber auch verstehen. - © tom mesic

Künstliche Intelligenz

Computer, die Musik verstehen

  • Künstliche Intelligenz soll im klassischen Konzertsaal Einzug halten.

Linz/Amsterdam. Heimische Forscher arbeiten seit Jahren daran, Computern das Rüstzeug zum Verständnis von Musik mitzugeben. In einem europäischen Forschungsprojekt gehen sie einen Schritt weiter und bringen im Februar Künstliche Intelligenz in den Konzertsaal. Im Rahmen der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Forschungsinstituts für Artificial... weiter




Euphorie perfekt: Kaufmann als Liedersänger. - © apa/epa/Short

Klassikkritik

Schöne Töne vom schönen Mann13

  • Jonas Kaufmann gastierte mit einem Liederabend.

Wenn Deutschlands beliebtester Tenor auf Tournee geht, bleibt kein Auge trocken. Ebenso geschehen im Wiener Konzerthaus. Eine Tausendschaft leuchtend junggebliebener Mädchenaugen durfte unter gesitteter Aufsicht ihrer ehelichen Anstandsdamen, Pardon, Herren, dem aktuell offenbar schönsten Sänger der Klassikwelt zuschmachten... weiter




Konzertkritik

Gipfel und Niederungen5

  • Die Philharmoniker mit Andris Nelsons.

Mit seiner Londoner Symphonie in G-Dur - "The surprise", wie sie im Englischen genannt wird - wollte Haydn nach eigenen Angaben überraschen, weshalb er den berühmten Paukenschlag an jene Stelle platzierte, an der man ihn am wenigsten erwarten würde: mitten in einen sanften Piano-Teil des Andante. Dass er damit eingeschlummerte Zuhörer erschrecken... weiter




Klassik

Ein Klangwunder im Konzerthaus15

  • Der russische Pianist Grigori Sokolov beehrte zum 16. Mal das Wiener Konzerthaus.

Es sind Momente des Glücks: In einem abgedunkelten Raum gemeinsam mit hunderten elektrisiert lauschenden Menschen, einem Steinway und Grigori Sokolov. Wie das Instrument unter seinen Händen zu leuchten beginnt, lässt sich nur durch die absolute Kontrolle erklären, die Sokolov über jeden Ton hat. Jede Note wird exaktest in den ihr vorgesehenen... weiter




Konzert

Romantik as usual5

  • Die Symphoniker mit Anja Harteros.

Überraschung: François-Xavier Roth brachte den Schlussapplaus nicht etwa zum Verstummen, um eine Zugabe anzukündigen. Der Nachtrag bestand in einem Kompliment. "Wie nah dieses Orchester der französischen Musik ist, fasziniert mich", streut er den Symphonikern Rosen. Eine schöne Geste, auch wenn man vielleicht nicht ganz so zufrieden war wie... weiter




Leidenschaftliche Momente? Mangelware. - © Staatsoper/M. Pöhn

Oper

Zweifelhafte Liebesgeschichten und Heiratssachen5

  • Strauss/Hofmannsthals "Arabella" als musikalisch wenig beglückendes Repertoirespiel.

Ein Strauss-Höhepunkt jagt im Haus am Ring in letzter Zeit den nächsten. Erst Christian Thielemann mit der "Ariadne", dann Kirill Petrenkos "Rosenkavalier" und aktuell also die letzte Zusammenarbeit des dynamischen Opernduos Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, die Geschichte von dem armen Mädel aus gutem Stall... weiter




Johannes Kalitzke

Elfenbeinturm ade2

  • Johannes Kalitzke behält als Komponist und Dirigent im Gedächtnis, dass Musik gewiss auch Konstruktion, vor allem aber sinnliches Erleben ist.

Ab und zu geschieht es in der Musikgeschichte, dass sich eine Persönlichkeit ganz allmählich und nahezu unmerklich in den Vordergrund schiebt. Kein Senkrechtstarter, den das Feuilleton aufgrund von zwei, drei spektakulären Werken zum großen Genie der abendländischen Musik ernennt, sondern ein Künstler... weiter




So eine Wirtschaft. Mari Eriksmoen, demnächst im Theater an der Wien, als Pamina. - © Hans Jörg Michel

Opernkritik

Sarastro räumt auf1

  • Cornelius Meisters "Zauberflöte"-Dirigat in Zürich drückt einer ansonsten durchwachsenen Neuproduktion einen deutlichen Stempel auf.

Die Bande zwischen Wien und Zürich sind in der Oper über Koproduktionen hinaus traditionell eng. Fabio Luisi folgte auf Franz Welser-Möst an der Limmat als Generalmusikdirektor, Philippe Jordan ist auch in seiner Heimatstadt sehr geschätzt. Nun hat Cornelius Meister, Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters... weiter




Konzertkritik

Messias auf der Reise in die Vergangenheit7

Zu Zeiten Händels, kann man sich vorstellen, war alles noch eine Spur langsamer. In dieser Hinsicht war die Aufführung des "Messiah" im Konzerthaus ein Blick in die Vergangenheit, denn Eile wurde der Interpretation gleich von Beginn an ausgetrieben. Jedes Instrument wurde erst noch einzeln gestimmt - durchaus verständlich... weiter




Konzertkritik

Seltenes und Kräftiges1

  • Michael Tilson Thomas mit den Wiener Philharmonikern.

Es gibt Komponisten, deren Werke sich durch eine beachtliche Qualität auszeichnen und die dennoch relativ unbekannt bleiben. Und: Es gibt Instrumente, die solistisch ein ähnlich stiefmütterliches Dasein fristen. Umso erfreulicher, wenn beiden einmal zugleich Tribut gezollt wird. Der Komponist - das ist in diesem Fall Johann Baptist Vanhal (der Herr... weiter




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Klassik-CD

Tonkünstler NÖ: Mendelssohn-Symphonien

Tonkünstler NÖ: Men-delssohn-Symphonien Oehms Classics, 1 CD, ca. 14 Euro (dawa) Deutsche Romantik at it’s best, könnte man sagen. Andrés Orozco-Estrada ließ sich ebenso bei der zweiten Mendelssohn-Einspielung mit... weiter





Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin).

Christoph Waltz hat den 2536. Stern am Walk of Fame bekommen.

Poesie und Ironie: Peter Zegveld. Moderatorin Verena Scheitz (M.) mit den Preisträgern (v.l.) Otto Jaus, Wolfgang Feistritzer, Werner Schneyder und Andreas Vitásek.


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