Konzertkritik

Ehrlicher Blick

  • Bychkovs Erkenntnisse über die russische Seele.

Stardirigent Semyon Bychkov, derzeit in der Wiener Staatsoper mit Modest Mussorgskis komplexer "Chowanschtschina" zu erleben, auf Zwischenstopp beim Philharmonischen Abonnementkonzert. Und der in St. Petersburg geborene, Mitte der 1970er in die USA emigrierte Ausnahmekünstler gewährte wirklich tiefe Einblicke in die Musikidentität der russischen... weiter





Konzertkritik

Die Holde und die Kunst

  • Kate Royal sang im Konzerthaus.

Darf es ein bisschen mehr sein? - Konzerthausrecital der britischen Ausnahmesopranistin Kate Royal, angereichert mit Liederhits von Franz Schubert, Gustav Mahler und Jahresregent Richard Strauss. Welch eine Wonne. Ausgestattet mit strahlendem Volumen, technisch einwandfrei und begleitet von einem immer dramatischen Vibrato-Unterton... weiter




Auch Komponisten haben viel fremdgeküsst, und beim Kuss blieb es nicht immer. Manchmal wird solch ein Kuss auch vermarktet. (Auf dem Bild: Kühlschrankmagneten zum "Klimt-Jahr 2012"). - © apa/Schlager

Buchbesprechung

Die Notenschlüssellochschau

  • Joachim Reiber enthüllt die bekanntesten erotischen Details aus dem Komponistenleben.

Wien. Dann wäre da der australische Komponist Percy Grainger, der sich oft die Peitsche geben ließ, davon träumte, dies auch öffentlich vorzuführen und in einem speziellen Tagebuch seine erotischen Eskapaden notierte. Dagegen ist der unstillbare Appetit des Briten Ralph Vaughan Williams auf junge Frauen fast schon ein Kavaliersdelikt in Sachen... weiter




Exquisit: Peter Rose als Ochs auf Lerchenau. - © Wiener Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Ein Ochs rettet Alt-Wien3

  • Durchwachsener "Rosenkavalier" mit starker Orchesterleistung an der Staatsoper.

(irr) Den Weg zum Kometen hätte sich Rosetta sparen können. Um wirklich etwas über die Anfänge des Sonnensystems zu erfahren, sollten ESA-Raumsonden besser auf dem "Rosenkavalier" der Wiener Staatsoper landen. Gewiss - das ist jetzt ein bisschen überspitzt. Die erwähnte Regiearbeit, erschaffen von Otto Schenk... weiter




Neue Töne haben anfangs immer ihre Defizite, meint Georg Friedrich Haas. - © Nafez Rerhuf

Interview

"Es gibt kein Zurück"5

  • Der Komponist Georg Friedrich Haas über Klingeltöne, die Suche nach Ruhe in New York und avantgardistische Opportunisten.

"Wiener Zeitung": Herr Haas, welche Melodie haben Sie eigentlich auf Ihrem Handy? Georg Friedrich Haas: Ich glaube, es ist die voreingestellte. Ich kann mit den Dingern nicht umgehen. Aber auf meinem amerikanischen Handy habe ich etwas ausgesucht. Nur was? (Legt ein zweites Telefon auf den Kaffeehaustisch und ruft sich an... weiter




Konzertkritik

Rekordversuche und Luftlinien

Lang Lang hat seine Anhängerschaft. Dass er als Technikjunkie, auf der Suche nach dem ultimativen Geschwindigkeitsrausch, ihre Erwartungen auch diesmal im Konzerthaus wieder befriedigt hat, war eindeutig. Schon zu Beginn war eine nervös-prickelnde Anspannung spürbar, das Publikum jünger als sonst, der Saal zum Bersten voll... weiter




Konzertkritik

Grandios eingesprungen

  • Vesselina Kasarova triumphierte im Konzerthaus.

Es war ein denkwürdiger Abend: Eines der weltbesten Orchester - das Koninklijk Concertgebouworkest - gastierte unter der Leitung von Robin Ticciati, der als großes Kaliber unter den jungen Dirigenten gehandelt wird. Ergänzen sollte die hochkarätige Besetzung Elina Garanča, die jedoch aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagte... weiter




Konzertkritik

Zwischen Drastik und Vokalkultur

HK Gruber fungiert hierzulande als Fürsprecher einer anderen Traditionslinie in der Neuen Musik. Statt auf Schönberg gründet sich diese auf Komponisten, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Einflüsse aus der Unterhaltungsmusik in ihr Schaffen integrierten. Am Pult des Swedish Chamber Orchestra nahm sich der Komponist... weiter




Konzertkritik

Heroisches Stundenglas3

  • Die Wiener Philharmoniker unter Herbert Blomstedt.

Mächtig klassische Programmatik beim philharmonischen Abonnement-Wochenende: Der US-amerikanische Dirigent Herbert Blomstedt war wieder zu Gast bei den Wienern. Altkapellmeister wird er aufgrund seines Geburtsjahres 1927 genannt, auch wegen der grundsoliden Dirigiertätigkeit. Die tatsächlich keinen Grund zu mäkeln gab... weiter




Optisches Markenzeichen: Nur der Cellist des Emerson Quartets spielt sitzend. - © ap/Szymaszek

Konzertkritik

Emerson Quartet widerlegt Emerson

"Wer Erfolg haben will, darf nicht zu gut sein", hat der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson einmal gesagt. Nach ihm hat sich das Emerson String Quartet benannt, doch gerade diese Aussage will auf selbiges nicht so richtig zutreffen. Wenn sie auch bei Haydns Streichquartett Es-Dur Hob. III: 38 dem "Wiener Flair"... weiter




Konzertkritik

Knifflige Konstruktionen

  • Die Streichquartette von Georg Friedrich Haas beim Festival Wien Modern.

Einst galt das Streichquartett als musikalische Königsgattung - als jenes Genre, in dessen Rahmen Komponisten ihre ganze Meisterschaft unter Beweis zu stellen vermochten. Diesen Nimbus hat die Gattung mittlerweile eingebüßt. Dennoch gibt es nach wie vor Komponisten, deren schöpferische Leidenschaft sich wieder und wieder an der so intimen wie... weiter




Konzert

Sonntags-Spiel mit etwas Musik4

"Ich muss schon wieder lästig sein. . ." Nein, Maestro Harnoncourt, Sie waren nicht lästig, Ihre prägnant amüsanten Ausführungen zu Franz Schuberts ach so berühmter Schauspielmusik "Rosamunde" halfen wirklich beim Erkennen des Kleinods. Die Geschichte der jungen zypriotischen Fürstin, die keine Lust auf Machtkämpfe gegen Thronräuber Fulgentius hat... weiter




Konzertkritik

Heterogenität und latenter Horror

Es ist immer ein besonderer Abend - jener Abend im November, an dem das Auftragswerk des Erste-Bank-Kompositionspreises uraufgeführt wird. Besonders aus mehreren Gründen: Hier vereinigen sich die Energien von Wien Modern und dem Klangforum Wien mit der Expertise von Lothar Knessl, seines Zeichens einziger Juror des Preises und schier unermüdlicher... weiter




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Victor Noir war ein französischer Journalist und Gegner Napoleon Bonapartes. Er wurde <span class="st">1870 </span>von Prinz Pierre Napoleon Bonaparte, einem Großneffen Napoleon Bonapartes, erschossen. Diego Velazquez im KHM. Die Ausstellung "Velazquez" läuft von 28. Oktober bis 15. Februar 2015 im Kunsthistorischen Museum in Wien.


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