Laura Aikin auf einem Probenfoto der "Elegie für junge Liebende". - © Werner Kmetitsch

Porträt

"Der amerikanische Traum lebt heute viel mehr in Europa"2

  • Die Opernsängerin Laura Aikin über US-Präsident Trump, Neue Musik und eine Henze-Premiere im Theater an der Wien.

Wien. Einen Monat ist es her, da übernahm Laura Aikin eine eher ungewöhnliche Rolle. Die US-Sopranistin, vor allem in Europa tätig und gefeiert, arbeitete einen Tag lang als Chauffeurin. Aber nicht für irgendwen. Aikin kutschierte eine Delegation ranghoher US-Demokraten durch ihre Wahlheimat Berlin. Wobei: Eigentlich wollte diesen Job ihr Sohn... weiter





Konzertkritik

Quicklebendiges Quartett5

  • Harriet Krijgh überzeugte mit Kolleginnen im Musikverein.

Ein Klassiker, umgeben von zwei Meistern der Romantik: Die Stückauswahl des Klavierquartetts um Cellistin Harriet Krijgh im Musikverein erwies sich als dramaturgisch interessante Konstellation. Zu Beginn das Fragment des Klavierquartetts in a-Moll von Gustav Mahler, bei dem die jungen Musikerinnen mit fein abgestimmter Agogik und dynamisch... weiter




Konzert

Wiederholt wuchtig2

  • Beethoven-Zyklus der Wiener Symphoniker.

Weiter ging es im Beethoven-Zyklus der Wiener Symphoniker unter Philippe Jordan mit den Symphonien Nr. 2 und 7. Der Saal im Musikverein gut gefüllt, die allgemeine Vorfreude groß. Jordan begegnet den Erwartungen, indem er einmal mehr aufs Wuchtige und Effektvolle setzt - dass das beim Wiener Publikum gut ankommt, versteht sich... weiter




Klassikkritik

Rache der Musikanten3

  • Klangforum Wien füllt spröde Musik mit Leben.

Ist der Komponist ein asozialer Egomane, der sich akustische Phänomene rücksichtlos einverleibt? Sind Interpreten bloße Exekutivorgane? Fragen, zu denen das Klangforum Wien unter der Leitung von Bas Wiegers inspirierte. Ondrěj Adámek dienen in "Ça tourne ça bloque" die Stimmen japanischer Frauen als exotisches Material... weiter




Wiener Symphoniker

Ostergrüße aus dem Westen

  • Die Wiener Symphoniker servierten bei ihrem Traditionskonzert "Frühling in Wien" swingende Klassik.

Orange Lilien, rosa Flamingo-Blumen, grüne Chrysanthemen - man muss den Symphonikern gratulieren: Der Blumenschmuck ihres Traditionstermins "Frühling in Wien" wirkte heuer deutlich eleganter als jener Zierrat, den die Philharmoniker bei ihrem Neujahrskonzert mit Gustavo Dudamel am Pult (und etlichen Südfrüchten an den Wänden!) aufgeboten hatten... weiter




Händel arbeitet inspiriert an seinem "Messias", Grafik aus dem 18. Jahrhundert. - © Print Collector/Getty

Musikgeschichte

Glaube, Prunk und Innigkeit2

  • Vor 275 Jahren, am 4. April 1742, wurde in "Mr. Neale‘s Great Musick Hall" in Dublin Georg Friedrich Händels "Messias" uraufgeführt. Gedanken zu einem Prachtstück der Oratoriumsliteratur.

"Händel schob die Leuchte heran an die beschriebenen Blätter. "The Messiah!" stand auf der ersten Seite. Ach, wieder ein Oratorio! Die letzten hatten versagt. Aber unruhig, wie er war, schlug er das Titelblatt um und begann. (. . .) Und schon, kaum gelesen, kaum durchfühlt, hörte Händel es als Musik, in Tönen schwebend, rufend, rauschend, singend... weiter




Eine Bravourleistung: Christian Thielemann. - © dpa

Konzertkritik

Melancholisch und fetzig1

  • Osterfestspiele: Das "Konzert für Salzburg" unter Christian Thielemann.

Fast wirkte es wie eine Wiedergutmachung fürs dritte Osterfestspielkonzert der Staatskapelle Dresden: Nicht alle französische Symphonik der Spätromantik klingt so hohl und bombastisch wie die "Orgelsymphonie" von Saint-Saëns. Die Symphonie B-Dur op. 20 von Ernest Chausson, aufgeführt am Donnerstag im "Konzert für Salzburg"... weiter




Kitzelt findig die Ohren: Daniil Trifonov. - © Dario Acosta/DG

Konzertkritik

Der Virtuos bei seiner Capell

  • Der Pianist Daniil Trifonov bei den Salzburger Osterfestspielen.

"Capell-Virtuos" ist ein schöner Titel. Nicht mehr wert, aber irgendwie besser klingend als "Künstler des Jahres", zu dem das Magazin "Gramophone" den 1991 in Nischni Nowgorod geborenen Daniil Trifonov als pianistischen Senkrechtstarter gekürt hat. Jetzt also hat die Staatskapelle Dresden ihren "Capell-Virtuos" zu den Salzburger Osterfestspielen... weiter




Geschärfte Beethoven-Exegese: Christian Thielemann. - © afp

Konzertkritik

Eine neue Welt - und eine ganz andere2

  • Salzburger Osterfestspiele: Konzerte mit Christian Thielemann und Myung-Whun Chung.

Es wird nicht gekleckert zum 50-Jahr-Jubiläum der Osterfestspiele. Die Wiener Philharmoniker, Christian Thielemann und Beethovens Neunte: Das gab es am Montag quasi als Vorspann zum Hauptabendprogramm. Um 17 Uhr war das Große Salzburger Festspielhaus rammelvoll, das Abendkonzert (mit dem Requiem von Gabriel Fauré und der Orgelsymphonie von Camille... weiter




Konzertkritik

Debussy als Glanzlicht

  • Der Pianist Vesselin Stanev im Brahms-Saal.

Auf Vesselin Stanev ist Verlass. Einmal pro Jahr gibt der Bulgare im Brahms-Saal einen Klavierabend, veranstaltet von der Firma "Melos Konzerte" und mit der "Wiener Zeitung" als Medienpartner. Stanev tritt dabei gern mit einer virtuosen Kollegin in Dialog - der Flötistin Eva Oertle etwa oder der Geigerin Ekaterina Frolova... weiter




Konzertkritik

Eine Passion mit dem Furor des Death Metal

Wie Peitschenschläge schnarren die harten Akzente, mit denen der Kontrabass der kaltblütig vorwärtsdrängenden Kreiselbewegung eine frappierende Aggressivität verleiht. Es ist keine schöne Geschichte, die hier erzählt wird - das steht nach wenigen Takten fest. Fest steht auch, dass Bachs "Johannes-Passion" selten so brutal geklungen hat... weiter




Konzertkritik

Ostern am Dach mit zwei Männern im Konzerthaus

Der Abend hält, was der Titel verspricht. "No tenors allowed" lautet dieser, und genauso "lustig" präsentiert sich das Programm dieses Great-Voices-Konzerts. Die großartigen Stimmen, das sind jene von Thomas Hampson und die von Luca Pisaroni. Da darf man sich beruhigt zurücklehnen und auf Schmalz einstellen... weiter




Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth erhält den Deutschen Musikautorenpreis. - © APAweb/HANS KLAUS TECHT

Klassik

Preis für Olga Neuwirth

  • Die österreichische Komponistin wird für ihr sinfonisches Schaffen ausgezeichnet.

Berlin/Wien. Die Komponistin Olga Neuwirth und Sängerin Kerstin Ott gehören zu den Gewinnerinnen des Deutschen Musikautorenpreises 2017. Ott wurde für ihren Song "Die immer lacht" als erfolgreichstes Werk ausgezeichnet, die Österreicherin Neuwirth für ihr sinfonisches Schaffen, teilte die musikalische Verwertungsgesellschaft Gema als Preisstifterin... weiter




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Die Erwartungen waren hoch: von Sex-Metal bis Goth-Lolita und Noise-Geisha hörte man das Publikum verheißungsvoll wispern. Und dann: Weder die erhofften durchsichtige Kleidchen noch DIY-Reishüte am Kopf waren zu sehen, sondern pechschwarz und kabukihaft kam das japanische Duo Group A auf die Bühne. Im Bild: Sayaka Botanic tönt effektvoll auf ihrer Violine.

Regisseur Wolfgang Murnberger (l.) mit Josef Hader ("Wilde Maus") und Schauspieler-Kollegin Pia Hierzegger. Mary Wollstonecraft (1759 - 1797) gilt als die erste Feministin Englands. Das bekannteste Werk der Schriftstellerin, Übersetzerin und Philosophin, "A vindication of the rights of woman" ("Verteidigung der Rechte der Frau") tritt für eine Gleichberechtigung von Mann und Frau ein.

Barry Jenkins Film "Moonlight" gewann den Oscar für den besten Film. Zuvor wurde irrtümlich "La La Land" gekürt. Hugh Jackman winkt am Roten Teppich.