Unterhaltung pur: (v.l.n.r): Martin Fischerauer, Elisabeth Flechl, Mara Mastalir. - © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Operettenkritik

Noch ist Polen nicht verloren9

  • Der "Bettelstudent" hat das Zeug, ins Volksopernrepertoire aufgenommen zu werden.

Wen die Muse küsst - dieses Ensemble wurde von Carl Millöckers leichter Muse weit mehr als geküsst, denn hier wurde das Haus am Währinger Gürtel allumfassend umarmt und geherzt. Die freche Geschichte von F. Zell (eigentlich Camillo Walzel) und Richard Genée aus Polens Freiheitskrieg unter sächsischer Besatzung, vom Fürst... weiter





Zubin Mehta

Feierstunde für zwei Großmeister

Sichtlich ergriffen war Zubin Mehta nach dem nachmittäglichen Abonnement-Konzert der Wiener Philharmoniker im Musikverein. Einen Tag zuvor hatte er hier seinen 80. Geburtstag gefeiert, in einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten" die musikalische Freiheit gepriesen, die ihm nun bevorstehe. "Ich musiziere frei, ich dirigiere, wo ich will... weiter




Maurice Ravel am Piano (1912). - © Library of CongressVideo

Die Registrierkassen spielen keinen Bolero mehr2

Ravels berühmter Bolero wird zum Gemeingut. Heute endet der Urheberschutz für das Stück von Maurice Ravel , und man darf es künftig lizenzfrei nutzen. Ravel hat das Stück 1928 geschrieben, im selben Jahr wurde es in Paris uraufgeführt. Schätzungen zufolge hat der Bolero allein seit 1960 rund 50 Millionen Euro an Tantiemen eingespielt... weiter




Konzert

Übergangene Übergänge

  • Die Symphoniker unter Ingo Metzmacher.

Metzmacher steigt mit Johann Strauß‘ "Geschichten aus dem Wienerwald" ins Programm dieses Donnerstagabend im Musikverein ein und ruft vor allem eines in Erinnerung: Übergänge heißen nicht so, weil sie übergangen werden wollen. Radikale Tempowechsel schreien hier geradezu nach klarer Linienführung, der nicht ausreichend Ausdruck verliehen wird... weiter




Konzertkritik

Klangrausch zum Quadrat13

  • Daniel Barenboim und Martha Argerich im Musiverein.

So viel kreative Freude auf dem Musikvereinspodium. Bereits beim ersten Anblick von Martha Argerich und Daniel Barenboim hellten sich die Gesichter des Wiener Publikums merklich auf - und das Lächeln blieb mit den beiden Ausnahmemusikern den ganzen Abend im Raum. Auf zwei Klavieren huldigten die argentinischen Freunde der Kammermusik: Mozarts... weiter




Wuchtige Vergangenheit: Das Lenin-Denkmal vor dem Opernhaus von Nowosibirsk. - © Benjamín G. Rosado

Festival

Vom Versuch, das Eis zu brechen3

  • In Nowosibirsk buhlt ein Musikfestival um internationale Gäste. Die Zeiten sind dafür denkbar schwierig. Ein Lokalaugenschein.

Nowosibirsk. Der Tag beginnt graugrün. Eine öde Landschaft fliegt an dem Kleinbus vorbei, während er vom Flughafen in die Stadt fährt; einsame Gebäude säumen die Strecke: Eine Grillstation. Ein Autohaus. Betonpfeiler. Trabrennbahn. Abgewetzte Fabrikwände. Plattenbauten. "Nicht rausschauen", sagt Piotr am Nachbarsitz und tut so... weiter




Unheimliches geschieht in Prag: Alin Deleanu verkörpert sowohl Verfolger als Verfolgten.

Opernkritik

Eine fantastische Reise ins Unterbewusste

  • Der österreichische Komponist Bernhard Lang hat für das Nationaltheater Mannheim die Oper "Der Golem" geschrieben.

Es ist ein rätselhafter Opernabend. Und er ist ein Glücksfall unter den aktuellen Opern-Novitäten. Zu verdanken ist der dem für seine experimentellen Ambitionen bekannten Linzer Komponisten Bernhard Lang (59). Und dem flämischen Videokünstler Peter Missotten (53). Dabei ist das Verdienst des Grazer Kompositionsprofessors diesmal nicht ein weiterer... weiter




Rollen-Debüt: Piotr Becza a und Krassimira Stoyanova. - © M. Pöhn

Opernkritik

Neues in Verdis Welten18

  • Ein rundum packender "Maskenball" an der Wiener Staatsoper.

Des Stargewitters dritter Teil an der Staatsoper: Erst drückten einander Juan Diego Flórez (in "Don Pasquale") und Jonas Kaufmann, Angela Gheorghiu und Bryn Terfel (in "Tosca") die Klinke in die Hand, nun komplettierten jede Menge hochkarätige Rollendebüts in Verdis "Un ballo in maschera" den Rummel im Haus am Ring... weiter




Die wenigstens Österreicher spielen ein Instrument. Wenn doch, dann höchstwahrscheinlich Gitarre. - © APAweb / Harald Schneider

Umfrage

Musikland Österreich?3

  • Nur jeden fünften Österreicher interessiert Klassik, sechs Prozent spielen ein Instrument.

Linz. Ist Österreich wirklich ein "Musikland", wie es immer wieder heißt? Denn nur knapp jeder Fünfte interessiert sich für klassische Musik. Sechs Prozent spielen zurzeit ein Instrument. Das ist das am Freitag veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS. Konkret gaben fünf Prozent der Ende 2015 befragten 1... weiter




Konzertkritik

Venedig, arios bis schmachtfetzig

(irr) Ganz folgenlos ist der Jugendtraum vom Broadway nicht geblieben. 1969 in einem Vorort von Kansas City geboren, machte Joyce DiDonato zwar in der gediegenen Opernwelt Karriere. Doch auch dort verbreitet sie gern ein wenig Showstimmung - jedenfalls, wenn sie ganz Herrin der Bühne ist, wie bei ihrem Liederabend an der Wiener Staatsoper am... weiter




Konzert-Kritik

Das schöne Leben und der Husten7

Dieser Abend schenkte schlichtweg Zeit: Zeit für sich selbst, Zeit zum Zuhören, Zeit für Mozart, Schubert, Schumann und auch Webern. Alle ihre Lieblinge hatte Mitsuko Uchida, britische Pianistin japanischer Herkunft, ausgebildet in Wien, im Gepäck. Hier der Salzburger Klassiker: Ihr inniger Zugang zum a-Moll Rondo KV 511 erfüllte das Konzerthaus... weiter




Dirigent Cornelius Meister sucht neue Herausforderungen. - © APAweb / Georg Hochmuth

Wien

Chefdirigent verlässt Radio-Symphonieorchester

  • Cornelius Meister will sich verstärkt internationalen Aufgaben widmen.

Wien. Cornelius Meister wird das ORF Radio-Symphonieorchester (RSO) nach Ende seines bis 2018 laufenden Vertrags nach drei Perioden als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter verlassen. Das gab der ORF am Mittwoch bekannt. Der 36-Jährige will sich in Zukunft vermehrt internationalen Aufgaben widmen, aber auch Wien treu bleiben... weiter




Konzertkritik

Ein Hauch von edlem Schweizer Plüsch

Schwungvoll verspricht der Abend mit dem dreißigjährigen Lionel Bringuier am Dirigentenpult zu werden, und schwungvoll gehen die Zürcher Tonhalle-Orchestermitglieder ans Werk, ganz wie es dem Werk eines Jörg Widmanns entspricht: Da quietschen die Geigen, dröhnen die Pauken, schnaufen die Bläser - ein erfreulicher Einstieg... weiter




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Für dem Apollo Theater in Harlem, New York legen Fans des US-Sängers Prince Blumen und Erinnerungsstücke nieder.

Freuten sich f ü r Uschi Strauss: Regisseurin Mirjam Unger (links), f ü r deren Film " Maik ä fer flieg " Strauss den Schauspielerpreis erhielt, und Kollegin Hilde Dalik. Eine der letzten Amtshandlungen: Bundespräsident Heinz Fischer kam mit Gattin nach Graz, um "Maikäfer flieg!" zu sehen. "Auch ich könnte Ihnen stundenlang Nachkriegsgeschichten aus meiner Kindheit erzählen", sagte Fischer.

Zur Eröffnung gab es Superstars: George Clooney, Channing Tatum und Josh Brolin (v.l.) brillierten nicht nur in "Hail Caesar!" von den Coen-Brüdern, sondern auch beim Fototermin. Beste Regie und bester Spielfilm: Veronika Franz und Severin Fiala für "Ich seh Ich seh".

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