Opernkritik

Lohnende Raritäten5

  • Das Teatro Barocco zeigt zwei Opern-Kleinode im Stift Altenburg.

Als wäre Mozarts Jugendoper "Bastien und Bastienne" nicht schon selbst ein selten gespieltes Werk, wird im Stift Altenburg mit Schuberts Mini-Oper "Der Hochzeitsbraten" zusätzlich ein gewissermaßen nie gespieltes Werk präsentiert. Das anfangs noch vom warmen Abendlicht erhellte Barocksaaltheater beherbergt keinen gewöhnlichen Opernabend... weiter





Georg Philipp Telemann (1681-1767). - © Ullstein Bild/Lebrecht Music&Arts

Georg Philipp Telemann

Der verkannte Alleskönner8

  • Vor 250 Jahren starb der Komponist Georg Philipp Telemann, der von seinen Zeitgenossen sehr viel höher geschätzt wurde als von der weitgehend verständnislosen Nachwelt.

"Dieser Mann, dessen Musik in allen Ländern Europas von Frankreich bis Russland bewundert wurde (. . .), ist heute vergessen und verschmäht. Man versucht nicht einmal, ihn kennenzulernen." Als der französische Schriftsteller und Polyhistor Romain Rolland diese Sätze über Georg Phi-lipp Telemann im frühen 20... weiter




Bejubelt: Hvorostovsky und Garifullina. - © Sonja Stangl

Konzertkritik

Eine Sommernachtsrobengala9

  • Die Festival-Saison hat in Grafenegg begonnen: Das Wetter war dem Festkonzert am Donnerstag hold.

Auch das gehört zu den Tugenden einer Konzertmoderation: Der Conférencier sollte, als Bindeglied zwischen klassischen Werken, nicht nur kunstsinnige Sätze liefern. Gefragt ist auch ein wenig Smalltalk mit den Verantwortlichen. Im Fall des Konzertfestivals Grafenegg war das bisher (neben Intendant Rudolf Buchbinder) Erwin Pröll... weiter




Klassikkritik

Alles Analyse

  • Marc-André Hamelins musikalische Ansichten.

Im Konzerthaus zeigt Marc-André Hamelin auf imposante Weise nicht nur seine musikalische Intellektualität, sondern auch seine kompositorischen Fähigkeiten. Sein interpretatorischer Ansatz lässt sich am besten als analytisch bezeichnen. Forsch im Anschlag, radikal im Expressiven, immer eine gewisse Härte mittragend... weiter




Konzertkritik

Kühle Dramatik1

  • Liederabend von Anja Harteros im Konzerthaus.

Beginnen wir mit der zweiten Hälfte: Die Lieder von Alban Berg und Richard Strauss beinhalten ein enormes Gefühlspotenzial, vor allem in den durchdringenden und lauten Sphären. Sopranistin Anja Harteros liegt genau diese Art des emotionalen Drucks. Sie schraubt sich in dramatische Höhen und erreicht ihr Publikum vor allem auf dieser lautstarken... weiter




Philippe Jordan ließ Emotionen hochkochen. - © afp/Stéphane de Sakutin

Konzertkritik

Apotheose des Schönklangs10

  • Philippe Jordan dirigierte im Musikverein Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie.

Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie im Goldenen Musikvereinssaal - dem Ereignis entsprechend versammelten sich als Protagonisten auf der Bühne: Die Wiener Symphoniker unter ihrem Chefdirigenten Philippe Jordan wurden von den bestens vorbereiteten Damen und Herren des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Leitung: Johannes Prinz)... weiter




Konzertkritik

Sinnliches Spektakel2

  • Das Klangforum interpretierte Werke von Pierre Boulez.

Die Anfangsszene war ungeplant, doch passend: Das Klangforum Wien und sein Publikum mussten sich gedulden, bis das Kontaktproblem der MIDI-Flöte behoben und Flötistin Eva Furrer korrekt "verkabelt" war. Die kleine Verzögerung, mit der das letzte Konzert des Boulez-Schwerpunkts im Konzerthaus begann, wirkte wie eine Illustration des provokanten... weiter




Neuer Philharmoniker-Vorstand: Daniel Froschauer. - © Jun Keller

Wiener Philharmoniker

Froschauer neuer Vorstand der Philharmoniker17

Wien. Wechsel an der Spitze der Wiener Philharmoniker: Daniel Froschauer wird neuer Vorstand des Orchesters. Mit 1. September wird er Andreas Großbauer ablösen, der die Funktion dann drei Jahre ausgeübt haben wird. Neuer Geschäftsführer wird Michael Bladerer, beschlossen die Philharmoniker am Dienstag in ihrer heutigen Versammlung... weiter




Mariss Jansons begeisterte im Musikverein. - © apa/Neubauer

Musikkritik

So effektvoll wie elegant

  • Mariss Jansons dirigierte die Wiener Philharmoniker im Musikverein.

Antonín Dvořáks achte Symphonie (G-Dur) ist ein wahres Mosaik an Stimmungsbildern, die sich wie skizzenhaft aneinanderreihen. Zu Lebzeiten des Komponisten gingen die Meinungen über das Werk auseinander, teils wurde die Komposition wohlwollend aufgenommen, teils aber auch als "zu viel Fragmentarisches" beinhaltend abgelehnt... weiter




Konzertkritik

Makellose Schönheit14

  • Maurizio Pollini gastierte im Musikverein.

Ein Nocturne allein macht noch keinen Abend. Der Grundsatz sollte auch bei Maurizio Pollinis Musikvereins-Personale gelten. Auch wenn sie mit Chopins eröffnendem cis-Moll Nachtstück op. 27/1 bereits derart erhaben anhob, dass dem Wiener Publikum der Atem hörbar stockte. Was nachfolgte, sollte restlos überzeugen: Betört von der ewigen Melodie des... weiter




Konzertkritik

Boulez-Bezüge, ehrfurchtsvoll und ikonoklastisch

Im vorletzten Konzert der Boulez-Reihe präsentierte das Ensemble Phace mit "Le Marteau sans maître" eines der Hauptwerke des Tonsetzers. Doch begnügte sich das von Simeon Pironkoff geleitete Ensemble nicht mit einer Wiedergabe, sondern beauftragte acht Komponistinnen und Komponisten mit Miniaturen, die zwischen den neun Teilen des "Marteau"... weiter




Konzertkritik

Schwankende Vielfalt

  • Christian Thielemann dirigierte die Wiener Philharmoniker.

"Versunkene Welten tauchen hier schlaglichtartig auf, um (...) gefährlich verzerrt zu schwanken und wieder zu versinken", schrieb der zeitgenössische Komponist Jörg Widmann, mittlerweile einer der gefragtesten seines Faches, über sein Werk "Flûte en suite". Neben zwei Kompositionen von Johannes Brahms stand das Werk am Wochenende bei den... weiter




Wien Modern

Wien Modern will Bilderbogen zum Hören anbieten

Wien. Der Neuen Musik haftet imagetechnisch mitunter ein trüber Schwarz-Weiß-Filter an - doch damit ist jetzt Schluss. Die heurige Ausgabe von Wien Modern wird im November "mit großer Freude Farbe bekennen" und setzt auf "Kopfkino pur". Unter den 90 Veranstaltungen, die 32 Tage lang an 26 Spielorten in Wien stattfinden, sind anlässlich der 30... weiter




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  1. Ein Schreckgespenst namens Kommunismus
  2. Länger schwurbeln, goaschtig kreischen
  3. Teils Theologie, teils Marxismus
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  5. Musik als Raumschiff-Treibstoff

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Am Montagabend feierte Michael Haneke mit "Happy End" zum siebenten Mal Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes.

Monica Bellucci war die Gastgeberin beim Auftakt des Festivals: Eine ehrenvolle Rolle, bei der man durch den Gala-Abend führt. Entsprechend chiczeigte sich die inzwischen 52-Jährige. Fesselndes am letzten Wochenende in Krems: "Durational Rope" von Quarto brachten Seile unter anderem zum Tanzen.

Blixa Bargeld und eines seiner Instrumente. Regisseur Wolfgang Murnberger (l.) mit Josef Hader ("Wilde Maus") und Schauspieler-Kollegin Pia Hierzegger.