Konzertkritik

Romantikzauber3

  • Elina Garanča begeistert im Wiener Konzerthaus.

Ein Abend, an dem der Zauber der Romantik im Konzerthaus vollends aufging - das lag einerseits an der geliebten Solistin und andererseits natürlich an dem populären Programm. La Garanča mit Arienperlen von Camille Saint-Saëns, Pietro Mascagni und Francesco Cilea zu erleben, ist an sich schon ein Erlebnis: Die lettische Schöne ist Garant für... weiter





Ruh- und rastlos: Bo Skovhus als Peer Gynt, daneben Maria Bengtsson als Trollkönigstochter. - © Kmetitsch

Opernkritik

Bei den Konsum-Trollen6

  • Das Theater an der Wien zeigt Werner Egks Oper "Peer Gynt".

Still ist es geworden um den 1983 verstorbenen, im Dritten Reich wie in der Bonner Republik geschätzten Komponisten Werner Egk. Seine 1938 uraufgeführte zweite Oper "Peer Gynt" nach Henrik Ibsens gleichnamigem dramatischem Gedicht ist seit Freitag in einer in jeder Hinsicht gelungenen Inszenierung von Peter Konwitschny im Theater an der Wien zu... weiter




Konzertkritik

Vibrierende Schönheit7

  • Buchbinder und Philharmoniker unter Welser-Möst.

Ein strahlender Winterdonnerstag erlebte also im Wiener Musikverein seinen verdienten Höhepunkt. Erst kürzlich haben die Wiener Philharmoniker gemeinsam mit Rudolf Buchbinder unter Zubin Mehta Brahms’ Klavierkonzerte eingespielt - nun eine gänzlich andere, ebenso höchst zufriedenstellende Interpretation mit Buchbinder und Maestro Franz... weiter




Klaus Florian Vogt interpretierte Lieder von Richard Strauss und überzeugte. - © Brill/Ullstein/Getty

Konzertkritik

Vernebelte Bilder aus dem Norden3

  • Die Göteborger Symphoniker gastierten unter Marc Soustrot im Konzerthaus.

Eigentlich hätte Alain Altinoglu dieses Konzert dirigieren sollen. Leider fiel er krankheitsbedingt aus. An seine Stelle trat Marc Soustrot. Dieser führte unter minimaler Abänderung des Programmverlaufs die Göteborger Symphoniker so gut er konnte durch den Abend. Diese wiederum folgten ihm, so gut sie konnten... weiter




Konzert

Atemlose Stille13

  • Kirill Gerstein macht Liszt zum Erlebnis.

Selbstredend hatten es im Rahmen von Kirill Gersteins Personale im Konzerthaus die beiden Johanns in sich. Hier barocke Miniaturen: Johann Sebastian Bachs Duette BWV 802-805 sind affektreichere Momente der kontrapunktischen Zeit (Gerstein gab in den Stimmen viel sprechendes, tänzelndes, gefühlvolles Kontra)... weiter




- © apa/Harald Schneider

Nachruf

Sieben Sprachen und eine Weltkarriere9

  • Der schwedische Tenor Nicolai Gedda ist gestorben - lange Jahre war er eine beherrschende Gestalt der internationalen Opernbühnen.

Tolochenaz. Er beherrschte mehr Sprachen als alle anderen Startenöre seiner Zeit, spielte mehr Schallplatten ein als sie (sieht man von Plácido Domingo ab) und war in mehr Fächern beheimatet als die meisten von ihnen. Am seltsamsten war sein Tod: Kein großer letzter Auftritt, wie ihn viele Künstler ihrer Nachwelt abtrotzen... weiter




Konzertkritik

Im musikalischen Leih-Frack

  • Die Wiener Philharmoniker unter Yannick Nézet-Séguin bei der Mozartwoche Salzburg.

Schon ein großes Pech: Da hat die Verkühlung ausgerechnet nach Rolando Villazón gegriffen, den neu ernannten Mozart-Botschafter der Stiftung Mozarteum. Und das total kurzfristig. So ist das einzige Glamour-Konzert dieser Mozartwoche eben des Glamours verlustig gegangen. Und zwar gründlich. Es wäre schon mit Villazón... weiter




Konzertkritik

Trauer und Seligkeit9

  • Oleg Maisenberg interpretierte Schubert und Liszt.

So fern, und doch so nah: Wie anders ließe sich die differente Gefühlswelt in Franz Schuberts Es-Dur Klavierstück (D 946/2) beschreiben, die das Publikum an diesem Abend im Mozartsaal umströmte? Ja, Oleg Maisenberg machte seinem Namen als Klangzauberer wieder alle Ehre und viele ungeahnte Momente versüßten das Zuhörer-Leben... weiter




Wieder in einer Premierenrolle an der Staatsoper: Anna Netrebko als Leonora. - © Staatsoper/Pöhn

Interview

"Netrebko ist sehr großzügig"13

  • Ab Sonntag zeigt die Staatsoper "Il trovatore" mit prominenter Besetzung. Regisseur Daniele Abbado über die Tücken des Stücks, die Vorzüge der Zusammenarbeit mit Anna Netrebko und das Erbe seines Vaters Claudio.

Wien. Ein Graf, der über Leichen geht; ein Troubadour, der am Fenster süße Melodien singt; eine Hofdame, die von beiden begehrt wird; und eine hitzköpfige Zigeunerin, die ihr eigenes Kind verbrannt hat: "Il trovatore", 1853 uraufgeführt, passt nicht recht zum Bild des noblen Komponisten Giuseppe Verdi mit Schal und Zylinder... weiter




Bariton Simon Keenlyside gibt den Don Giovanni. - © Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Don Giovanni

Mozarts unanständiger Reiseführer in die Hölle4

  • "Don Giovanni" kommt aus der Klassik und führt geradewegs in die Romantik mit ihren galantesten und schauerlichsten Seiten.

Wenn gegen Ende das lebendig gewordene Standbild des Komturs auftritt, um Don Giovanni in die Hölle zu geleiten, dann erklingt im Orchester eine Folge schwer lastender, nachtschwarzer Akkorde. Dem US-amerikanischen Komponisten und Dirigenten Leonard Bernstein ist aufgefallen, dass diese Akkordfolge sämtliche Töne der chromatischen Tonleiter umfasst... weiter




Trauersong mit E-Gitarre: Reiter und Houtzeel. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Akkubohrer liebt Teekanne

  • Oper für die ganze Familie: "Patchwork", uraufgeführt in der Studiobühne Walfischgasse.

(irr) "Und duuuu holst jetzt den Staubsauger!" - Wann hört man solche Sätze schon in der Oper? Tristan Schulze (Musik) und Johanna von der Deken (Text) haben sie dorthin verfrachtet. "Patchwork", seit Sonntag auf der kleinen Studiobühne der Staatsoper, rollt das Familienleben der Lehrerin Vera aus. Die ist mit drei Kindern gesegnet... weiter




Nachruf

Erzengel der Operette1

  • Rudolf Bibl verstand Operette als aktuelles Musiktheater.

Wien. Große Trauer herrscht um den am 27. Jänner im 88. Lebensjahr in Frontignan (Frankreich) verstorbenen Dirigenten Rudolf Bibl, der als Erzengel der Operette galt. Noch am 1. Jänner hatte er in der Wiener Volksoper die traditionelle Neujahrs-"Fledermaus" geleitet, im Mai 2016 war er mit der Volksoper zu einem Gastspiel nach Japan geflogen... weiter




Annemarie Kremer als Heliane in der Volksoper. - © Pálffy/Volksoper

Opernkritik

Auf Liebe steht der Tod20

  • Korngolds "Das Wunder der Heliane", konzertant an der Wiener Volksoper.

Kleine Korngold-Festwochen in Wien: Auf die Wiederaufnahme der "Toten Stadt" im Haus am Ring folgte eine Erstaufführung an der Volksoper, die es in sich hatte. "Das Wunder der Heliane", das Erich Wolfgang Korngold 1927 auf ein religiöses Mysterienspiel des österreichischen Dichters Hans Kaltneker schuf, sollte eines seiner Lieblingswerke werden... weiter




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Jean-Honoré Fragonard, Das Mädchen mit dem Murmeltier, 1780er Jahre.

Ein Ausnahmeprojekt mit Ausnahmeproblemen: Die Elbphilharmonie, eine "gläserne Welle", die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist.  Billy Bob Thornton mit seinem Golden Globe für die Fernsehserie  "Goliath".

Dirigent Gustavo Dudamel und die Wiener Philharmoniker am Sonntag beim Neujahrskonzert 2017. Zu Gast bei der äthiopischen Nacht: Der Circus Debre Berhan aus Äthiopien.