Salzburger Festspiele

Grenzenloser Jubel für Domingo4

  • Seit 1975 singt der spanische Startenor bei den Salzburger Festspielen.

Für "La Traviata" hat sich Plácido Domingo in seinem Festkonzert noch einmal zurückverwandelt in einen Tenor. Gleich ist ihm freilich Rolando Villazón als Alfredo beigesprungen, und die drei Sopranistinnen Amaria Agresta, Krassimira Stoyanova und Ana María Martínez haben nacheinander und dann zusammen die Violetta gesungen - mit Sektgläsern in der... weiter





Konzertkritik

Im Wasserfall der Tränen1

Von "Tränenfluss" kann man da nicht mehr sprechen. Barbara Strozzi hat in "Lagrime mie" einen See von Tränen aufgestaut - und wenn Anna Prohaska das singt, kann der Psychobefund nur lauten: Dammbruch. Um ein solches Naturereignis entsprechend wahrzunehmen, braucht es freilich eine gewisse Nähe: Der Schreiber dieser Zeilen darf sich glücklich... weiter




Raumgreifende Irrelevanz: Kristallklare Anett Fritsch und Luca Pisaroni in Bechtolfs "Figaro". - © apa/Gindl

Le nozze di Figaro

Dekorative Liebschaften3

  • Zahmer geht’s nicht: "Le nozze di Figaro" in Salzburg.

Wer ein guter Musiker werden will, der sollte sich auch im Transponieren üben. Man spielt dann also dieselbe Melodie, vielleicht erst in C-, dann in A-Dur. Besonders Ambitionierte treiben das durch alle Tonarten. Freilich, solche Exerzitien brauchen Sitzfleisch. Sie sind eher geistlos und öd. Dasselbe kann man nun leider auch von einem wichtigen... weiter




Castorf ist angekommen: Szene aus "Walküre". - © BF/E. Nawrath/dpa

Bayreuth

Premierenhalbzeit auf dem Grünen Hügel1

  • In ihrem dritten Jahr werden "Das Rheingold" und "Die Walküre" in Bayreuth bejubelt.

Der Eröffnungsreigen in Bayreuth ist noch in vollem Gange. Vor dem ersten Pausentag der diesjährigen Festspiele sind jetzt die ersten beiden Ring-Teile über die Bühne gegangen. Und vom Publikum gefeiert worden! Dieser Ring wird ebenso stark von Frank Castorf und seinem Bühnenbildner Aleksander Denic wie von Kirill Petrenko geprägt... weiter




Starviolinist Benjamin Schmid wird am 15. und 18. August gastieren. - © Foto: B. Salomon

Kammermusik

Frankreich zu Gast im Waldviertel1

  • Das Waldviertler Festival Allegro Vivo widmet sich von 7. August bis 20. September in rund 55 Konzerten der "Inspiration" und Frankreich.

Frankreich und französischsprachige Länder stehen heuer im musikalischen Mittelpunkt des Allegro-Vivo-Festivals, bei dem Künstler aus aller Welt rund sechs Wochen lang vor allem im Waldviertel in insgesamt 55 Konzerten Kammermusik von etwa Wolfgang Amadeus Mozart, Jules Massenet, Maurice Ravel, Georges Bizet und Claude Debussy spielen werden... weiter




Salzburger Festspiele

Waldidyll mit Temporückung und Kunstpause1

Warum Christian Gerhaher zur Weltspitze der Kunstlied-Sänger zählt, liegt auf der Hand: Der 46-Jährige gebietet mit seinem Bariton über eine Möglichkeitsfülle, die vom gepanzerten Brustregister bis zum süßen, dosiert gaumigen Spitzenton reicht, und er vermag noch dem weichsten Legato-Bogen prägnante Konsonanten einzuschreiben... weiter




Porträt des Komponisten von R. Fenzl, 1896. - © österr.Nationalbibliothek

Archiv

Anton Bruckner goes online4

  • Gesamtwerk des Komponisten durch die Akademie der Wissenschaften im Internet veröffentlicht.

Wien. Anton Bruckner (1824-1896) ist online: 119 Jahre nach dem Tod des Komponisten hat die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sein Gesamtwerk ins Internet gestellt. Unter www.bruckner-online.at sind Handschriften, Erstdrucke und Bilder aus verschiedenen Archiven zusammengefasst. 27.000 Bilder, Beschreibungen der Quellen und eine... weiter




Konzert-Kritik

Im Gottesgebirge3

  • Konzert-Start der Wiener Philharmoniker in Salzburg.

Schwer vorstellbar, aber: Selbst die Wiener Philharmoniker haben nicht immer den Gral einer glorreichen Musikvergangenheit gehütet. Als diese noch Gegenwart war, leistete das Orchester tatkräftige Entwicklungshilfe: Nicht wenige neugeborene Partituren landeten damals auf den Pulten der Wiener. Im aktuellen und nächsten Salzburger Sommer erinnert... weiter




Hervorstechende Muse Rachel Frenkel. - © Bregenzer Festspiele/Forster

Bregenzer Festspiele

Conchitas Erzählungen4

  • Stefan Herheim bestätigt seinen Ruf als Operndekonstrukteur.

Und dann schließt sich der Vorhang. Sanft, doch unverhofft, nämlich mitten in der Arie von "Kleinzack". Als würde der Gassenhauer aus "Hoffmanns Erzählungen" einfach ausgeblendet. Wahnsinn! Und doch, Stefan Herheim würde man dies als absichtsvolle Intervention zutrauen. Der 45-Jährige hat schließlich einen Ruf als Opern-Dekonstrukteur zu verlieren... weiter




Meister der Spannung: Marc Minkowski. - © Marco Borggreve

Salzburger Festspiele

Vorspiel zum großen Fest1

  • Die "Ouverture spirituelle" bei den Salzburger Festspielen begann verheißungsvoll.

Salzburg. Wenn sich Salzburg im Juli festlich schmückt, ist es wieder soweit: Die fünfte Jahreszeit der Salzachstadt beginnt. Bereits zum vierten Mal mit der von Alexander Pereira initialisierten "Ouverture spirituelle", bei der heuer christlichen Messvertonungen geistliche Kompositionen aus der hinduistischen Tradition gegenübergestellt werden... weiter




Die Engelsflügel bestehen aus 670 Stück Einzelfedern und rund 85 Tonnen Stahl. - © (c) Amra Bergmann

Oper

Warm anziehen in St. Margarethen10

  • Wird die "Tosca" im Römersteinbruch heute im Unwetter ertrinken?

Es gehört zu den großen Unbekannten bei Musikfestivals im Freien: das Wetter. Der Termin steht, aber das Wetter spielt nicht immer mit: Sonne, Hitze, Regen, Sturm, Hagel, ein Schlammmeer gar, alles ist möglich. So auch bei der mit Spannung erwarteten heutigen Aufführung von Puccinis Kammeroper "Tosca" auf der Naturbühne im Römersteinbruch in St... weiter




Konzertkritik

Ein kleiner großer Abend mit Netrebko3

Ein großer Abend war da geplant im Konzerthaus. Der Zyklus "Great Voices" bot für seine Gala am Mittwoch manche Stimmgewalt unserer Zeit auf: Ekaterina Gubanova, Ildar Abdrazakov und Aleksandrs Antonenko, der jedoch krankheitshalber ausfiel und durch den gebürtigen Algerier Yusif Eyvazov ersetzt wurde, vor allem aber: Anna Netrebko... weiter




Unsichtbares Theater: Elliot Madore und Elena Tsallagova als Liebespaar. - © Wilfried Hösl

Opernkritik

Stühlerücken statt Symbolismus1

  • Münchner Opernfestspiele: Christiane Pohle inszeniert "Pelléas et Mélisande" - und erntet einen Buh-Orkan.

Geht es nach den Publikumsreaktionen, war diese Inszenierung zweifellos der Flop der Saison. Solch ein heftiger Buh-Orkan wütete in München schon länger nicht mehr. Was war geschehen? Gab es pornografische Orgien? Wurde ein Werk sinnlos zertrümmert? Nichts von alledem. Christiane Pohle hat lediglich Claude Debussys symbolistische Oper in ein... weiter




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