Spätes Debüt: Christoph Eschenbach auf dem Balkon der Wiener Staatsoper. - apa/Herbert Neubaer

Christoph Eschenbach über Klassiklegenden, sein Staatsopern-Debüt und "Così" in Salzburg

"Karajan, der erste Unautoritäre"

  • Der Deutsche dirigiert ab dem
  • heutigen Donnerstag in Wien "Capriccio".

Wien. Ein spätes Staatsoperndebüt? Nun ja, ganz neu ist Christoph Eschenbach eigentlich nicht am Haus. Zumindest hören konnte man ihn hier, wenn auch nicht in seiner Lieblingsrolle als Dirigent - und auch nicht persönlich. Es ist schon ein Weilchen her - ganze 36 Jahre -, da tanzte Rudolf Nurejew in einer Ballettpremiere auch zu einer Klaviermusik... weiter




Festgefroren in der "Nacht der Liebe": Peter Seiffert und Nina Stemme. - apa/Hans Klaus Techt

Premiere von "Tristan und Isolde" an der Wiener Staatsoper: Jubel für Nina Stemme in einer öden Inszenierung

Klangrausch im Niemandsland

Und dann der Schlussgesang. "Liebestod" nennt man heute, was Richard Wagner einst als "Isoldes Verklärung" bezeichnet hat. Es wäre dies aber wohl auch das bessere Wort, um Nina Stemmes Leistung vom Donnerstag zu beschreiben. Als hätte die Sängerin nicht schon stundenlang einem Riesenorchester Paroli geboten, setzte sie zum Finale an - locker... weiter




Der diskrete Charme von Johannes Brahms

Philharmonischer Sonntagvormittag, diesmal im Konzerthaus und am Programm standen Brahms’ Doppelkonzert op. 102 sowie die epochemachende "Symphonie fantastique" von Hector Berlioz. Also wahrlich keine Kleinigkeiten, die sich der nordossetische Jungdirigent Tugan Sokhiev für die Zusammenarbeit mit den Wienern ausgesucht hatte... weiter




Auch in Wien beim Neujahrskonzert hinterließ Mariss Jansons einen bleibenden Eindruck. - APAweb / Andreas Pessenlehner

Siemens-Musikpreis für Mariss Jansons

Lettischer Dirigent im "musikalischen Olymp"

  • "Nobelpreis der Musik" ist mit 250.000 Euro dotiert.

München. Als Mann von "disziplinierter Leidenschaft und leidenschaftlicher Disziplin" rühmte Laudator Thomas Hampson den lettischen Dirigenten Mariss Jansons in seiner Laudatio, der am Dienstagabend im Münchner Prinzregententheater mit dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis ausgezeichnet wurde. In seiner Dankesrede sprach Jansons vom "wichtigsten und... weiter




Sir Simon Rattle, hier mit dem London Philharmonic Orchester. - EPAweb / JONATHAN BRADY

Berliner Luft liegt über Wien

Montagabend und was für ein Stelldichein: Fast eine Woche lang beehrt ab sofort Preußens Gloria das Wiener Konzerthaus. Freilich sind die Berliner Philharmoniker eines der ganz großen Orchester auf dem internationalen Markt, glorreich agieren auch sie allemal. Das bewies bereits der Auftakt zum Eröffnungskonzert dieser Personale: Pierre Boulez’... weiter




Krystian Zimerman ertappte in Essen einen Bootlegger. Der Pianist brach kurzfristig sein Konzert ab. - APAweb / EPA, Grzegorz Michalowski

Zimerman über Video-Mitschnitt empört

Smartphone unterbrach Konzert

  • Eklat bei Auftritt in Essen.

Essen. Zu einem Eklat kam es beim Konzert von Krystian Zimerman am Montagabend in Essen. Der bekannte Pianist unterbrach ein Konzert wegen eines illegalen Video-Mitschnitts. "Würden Sie das bitte lassen", forderte der Künstler bei dem Konzert des Klavierfestivals Ruhr einen Zuhörer auf der Empore auf... weiter




Fast ein Winternachtskonzert: die Wiener Philharmoniker im Schlosspark Schönbrunn. - apa/Hans Punz

Zehntes "Sommernachtskonzert" mit Wagner, Verdi und viel Regen

Walzer der Regenhäute

Es ist die gute alte Tradition aristokratischer Volksbelustigung, die in Großereignissen wie dem "Sommernachtskonzert" wiederauflebt: Weise Herrschende waren zu allen Zeiten darauf bedacht, ihre Untertanen mit Brot und Spielen bei Laune zu halten. Dennoch kann man nicht umhin, dem Event eine sympathische Seite zuzuerkennen: Wann sonst sind bei... weiter




Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Alice Sara Ott, 24, zählt zu den Nachwuchshoffnungen der Klassikbranche. - Robert Newald

Die Pianistin Alice Sara Ott über Perfektion, vergängliche Schönheit und Social Media

"Fehler? Meistens lache ich sogar drüber!"

  • Die Virtuosin aus München machte sich vor allem mit Romantik einen Namen.

Wien. Und dann stand da dieses - Klavier. Sommer 2012 war es, da reiste Alice Sara Ott für ein Konzert nach St. Petersburg, das nicht nur für russische Ohren gedacht war: Beim Sommerfestival "Weiße Nächte" sollte Otts erste Live-Recital-CD entstehen. An die nötigen Vorarbeiten war gedacht: "Wir hatten noch Zeit... weiter




Der Bass, ein Russe?

Die große Bühne der Wiener Staatsoper atmete ausnahmsweise wahrhaft kammermusikalischen Geist: Ferruccio Furlanetto hatte sich für sein Solistenkonzert ein reines Liedprogramm vorgenommen. Eine kluge Entscheidung: Der stringent konzipierte Abend bot die Gelegenheit, den Haus-Stammgast einmal ausgiebig in einer ungewohnten Rolle zu erleben... weiter




Spitalsalltag und Katastrophe: Thomas (Otto Katzameier) verliert seinen Lebenspartner . - SWR/Runkel

Neue Oper des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas uraufgeführt

Ein ungläubiger Thomas

Im Schwetzinger Rokokotheater beginnt es diesmal schon mit dem Ende - und zwar von Matthias. Er liegt in einem Krankenhausbett, einige Apparate stehen rundherum. Man hört schweres Atmen auf das Sterben hin. Ein Pfleger ist da; Thomas, der Freund von Matthias, tritt hinzu. Dass es ein schwules Paar ist, spielt keine Rolle... weiter




Strahlende Töne, rollende Augen: Marina Prudenskaya als Zigeunerin Azucena - oder Wunderland-Figur. - apa/Hans Klaus Techt

"Trovatore"-Parodie

Graf Luna im Plunderland

  • Die Festwochen zu Giuseppe Verdis 200. Geburtstag

"Bist du vom Himmel herabgestiegen?" Diesmal ganz sicher nicht: Die Hofdame in Nöten erblickt den Retter ausnahmsweise auf dem Boden: Verdis Troubadour muss sich erst aus einer Falltür herausschälen, bevor er sich im kargen Raum aufbauen kann. Und wirklich bedrohlich ist Manrico auch dann nicht anzusehen, ebenso wenig wie sein Widersacher Graf Luna... weiter




Sakari Oramo bei Konzertproben in Helsinki. - APAweb / EPA/MARKKU OJALA FINLAND OUT

Nordlicht über Wien

Einen Ausflug in nordische Gefilde boten die Wiener Philharmoniker aktuell im Konzerthaus: Der finnische Dirigent Sakari Oramo hatte das überbordende d-Moll Violinkonzert op. 47 seines Landsmanns Jean Sibelius im Gepäck. Den solistischen Part übernahm diesmal mit der US-amerikanischen Geigerin Hilary Hahn ein Garant für Perfektionismus... weiter




Irmgard Vilsmaier (l.) als "Brünnhilde" und Caroline Melzer als "Sieglinde" während einer Probe für "Der Ring der Nibelungen" - APAweb/HERBERT PFARRHOFER

Wagners Ring an einem Abend an der Volksoper Wien

Wagnerwucht mit Stopps zum Schmunzeln

Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheint’s, steht im 200. Geburtsjahr des Richard Wagner unter Würdigungspflicht - auch wenn es kein Werk des Jubilars aus dem Repertoire-Ärmel schütteln kann. Klug, dass die Wiener Volksoper gar nicht erst versucht... weiter




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Trumpf mit mittelguten Karten: "Playing Cards 1". - Erick Labbé Mit kaum etwas hat man einen so reichen Schatz an Sprichwörtern vor sich wie mit einem Packerl Spielkarten. Mit dem Ass im Ärmel sollte man sich mit...weiter

Kurt Vile zwischen den Polen Laut und Leise. - Rex Features/picturedesk.com Mit dem bis auf Nippelhöhe fallenden Haupthaar vor dem Gesicht und einem grundsätzlichen Out-of-bed-Look, wie man ihn Anfang der 90er Jahre auch als...weiter

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Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne".

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Es sollte die Suche nach dem Ursprung des Universums werden - oder zumindest etwas Ähnliches. Medienkünstler Peter Weibel lud zum Auftakt in den Klangraum Minoritenkirche, um sich einem "3D-Rausch-Konzert" hinzugeben. Ostern ist zwar schon vorbei, aber der Hase hat nach wie vor Saison. (Probenfoto)


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