Opernkritik

Ewig lockt das Gestern

  • Solides Repertoire: "La Bohème" an der Staatsoper.

Wer das Ausland sehen will, muss dafür nicht unbedingt Staatsgrenzen überqueren. Die weite Welt ist längst hier, ihr Ballungszentrum: der Opernring Nummer 2. Es handelt sich dabei nicht etwa um ein Ringstraßenhotel. Deutsche, Franzosen, Russen, Asiaten, Amerikaner: Sie alle strömten am Mittwoch zu einer Staatsopern-Produktion... weiter

  • Update vor 6 Min.




Schöne Töne: Neue Musik von Georg Friedrich Haas. - © Rerhuf

Konzertkritik

Die alte Tante Moderne

  • Eröffnung des Musikfestivals Wien Modern im Konzerthaus.

Das Wörtchen "modern" hat längst Patina angesetzt. Dies könnte man jedenfalls aus der Rede schließen, mit der Philipp Blom die heurige Ausgabe von Wien Modern eröffnete. In den nächsten drei Wochen wird das Festival Interpretationen dessen vorlegen, was in der heutigen Kunstmusik "neu", "zukunftsweisend" oder eben "modern" sein könnte... weiter

  • Update vor 10 Min.



Musikverein

Sturm und Verdi5

  • Riccardo Muti dirigierte im Musikverein.

Es ist augenscheinlich, dass das Chicago Symphony Orchestra glücklich mit seinem Chefdirigenten ist: Die positive Spannung zwischen Riccardo Muti und seinen Musikern ist deutlich spürbar - und steht hörbar im Zentrum des Abends im Musikverein. In Tschaikowskis "Der Sturm" beispielsweise, in dem die Geigen lange Passagen hindurch Pianissimo spielen... weiter




Lässt Sitcom-Figuren singen: Bernhard Gander (l.) neben Wien-Modern-Chef Matthias Lo ek . - © Nafez Rerhuf

Interview

"Sitcom ist kein Spaß!"

  • Der Komponist Bernhard Gander, demnächst oft zu hören bei Wien Modern, über eine neue Oper und TV-Konsum.

Wien. ",The Big Bang Theory‘ ist super!" Die Wissenschaftsnerds aus der US-Fernsehserie haben es Bernhard Gander angetan. Der Komponist und Serienjunkie kann stundenlang über seine Lieblings-Sitcoms referieren. Seit kurzem verbindet ihn mit dem Format nicht mehr bloß eine private, sondern eine professionelle Leidenschaft: Im Rahmen von Wien Modern... weiter




Begeisterte mit Prokofjew: Valery Gergiev. - © Alexander Shapunov

Konzertkritik

Reichlich Russland6

  • Valery Gergiev mit dem Mariinski-Orchester im Wiener Konzerthaus.

Man nehme ein Vorzeigeensemble aus St. Petersburg, dazu jenen russischen Spitzendirigenten, der ebenso geliebt wie gehasst wird, eine russische Komponistenlegende des 20. Jahrhunderts, die ebenfalls Probleme (und zwar richtig existenzielle) mit der öffentlichen Akzeptanz hatte - und nicht zu vergessen... weiter




Liat Cohen u. a.: Rio-Paris Erato, 1 CD, ca. 20 Euro

Frauenpower-Wohlfühlklassik

Liat Cohen u.a.: Rio-Paris2

(dawa) Helena Noguerras unerhörter Charme der Chansonniere schwirrt durch Antonio Carlos Jobims "Desafinado". Natalie Dessay summt mit ihrem unvergleichlich strahlenden Opernsopran gleich einer erbarmungslos hinreißenden Sirene die "Bachianas Brasileiras Nr. 5" von Heitor Villa-Lobos. Frankreichs Spitzen-Actrice Agnès Jaoui bietet frech vokale... weiter




Der deutsche Komponist Rudi Stephan. - © Foto: Stadtarchiv Worms

Rudi Stephan

Früh ausgelöschter Hoffnungsträger

  • Rudi Stephan galt als größtes Komponistentalent seiner Generation. 1915 fiel er im Alter von 28 Jahren an der Ostfront des Ersten Weltkriegs.

Rudi Stephan ist ein Opfer beider Weltkriege. Der deutsche Komponist fiel im Ersten Weltkrieg: Am 29. September 1915 bei Chodaczków Wielki in Galzien ging eine der größten Hoffnungen der Neuen Musik zu Ende. Stephan war gerade einmal 28 Jahre alt. Dann, im Februar 1945, legte ein Bombenangriff auf Worms auch jenes Haus in Schutt und Asche... weiter




Ungewohnte Töne: Metzmacher in Wien. - © Harald Hoffmann

Konzertkritik

Philharmonische Revolution2

  • Ingo Metzmacher dirigierte Olivier Messiaen und Franz Schubert.

Boulez, Ligeti, Messiaen: Es sind ungewohnte Töne, die die Wiener Philharmoniker in ihrem aktuellen Saisonprogramm anstimmen. Zwar nicht "neu" im engeren Sinn, aber in solch geballter Form sehr wohl innerhalb des philharmonischen Repertoires. Das erste Abonnementkonzert begann gleich mit einem fordernden Werk... weiter




"Ich bin Leon Klinghoffer": Vor der New Yorker Met solidarisieren sich Demonstranten mit dem jüdischen Mordopfer einer PLO-Entführung, das der Komponist John Adams - vermeintlich - verunglimpft hat. - © ap

Oper

"Brennt die Bühne nieder!"

  • Heftige Proteste in New York gegen John Adams’ Oper "Klinghoffers Tod".

New York. Es ist ein besonderer Anlass. Die "New York Times" hat einer Oper einen Leitartikel gewidmet. So bedeutsam fand man bei der sogenannten Grey Lady die Premiere von "Klinghoffers Tod" an der Metropolitan Opera an diesem Montag, dass man sich nicht davor scheute, das Stück mit dem ganzen Gewicht der redaktionellen Meinung zu stützen... weiter




Gewandhausorchester Leipzig

Beredter Bruckner im fein gewobenen Klangnetz

Ein Italiener auf der Erfolgswelle: Riccardo Chailly hat jüngst sein Debüt als Musikdirektor der Mailänder Scala absolviert, als Gewandhauskapellmeister hat er den Gramophone Award abgestaubt. Nun gastieren das Gewandhausorchester Leipzig und sein Chefdirigent für drei Konzerte im Musikverein. Mit Bach und Bruckner prallten beim Auftakt Welten... weiter




Friedrich Cerha. - © APAweb, HERBERT NEUBAUER

Neue Musik

Donaueschinger Musiktage starten mit Cerha-Uraufführung

  • Orchesterwerk "Nacht" wird bei Eröffnungskonzert am Freitag uraufgeführt, auch Peter Ablingers "points & views" werden erstmals gespielt.

Donaueschingen. Am Freitag beginnen die Donaueschinger Musiktage, das weltweit älteste Festival für Neue Musik. Bis Sonntag gibt es in der Schwarzwald-Stadt neben Konzerten auch Lesungen, Ausstellungen sowie Film- und Videovorführungen. Im Rahmen des Eröffnungskonzert des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Emilio Pomarico wird... weiter




Konzertkritik

Clash von E und U

  • Zwei ungewöhnliche Winterreisen im Konzerthaus.

Die Berührungsängste, die lange Zeit das Verhältnis von "E"- und "U-Musik" bestimmten, gibt es nicht mehr. Längst arbeiten sich Musiker aus dem Umfeld von Jazz, Improvisation oder Elektronik (wie etwa der Posaunist Bertl Mütter) an den Filetstücken des klassischen Repertoires ab (wie etwa Schuberts "Winterreise")... weiter




Konzertkritik

Wesen mit vier Händen2

  • Concerto Köln und das Duo Labèque im Musikverein.

Gleich zwei Höhepunkte hielt der Montagabend im Musikverein für die Zuhörer bereit. Erstens waren da die zwei Schwestern Katia und Marielle Labèque aus Frankreich, die wahrhaftig die Hammerflügel zum Tanzen brachten. Die zarten und im Vergleich mit einem modernen Flügel eher eingeschränkten Klangregister dieser historischen Instrumente nutzten sie... weiter




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Paul Badura-Skoda: Schubert-Sonaten Gramola, 1 CD, ca. 20 Euro (dawa) Mein Freund Schubert: So atmet jede intime Minute Paul Badura-Skoda im sonatösen Dialog mit Franz Schubert um die Wette... weiter




Klassik-CD

Doderer, Johanna: Klaviertrios

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In Florenz. © Clet Abraham <span style="font-weight: bold;">World Press Photo des Jahres 2013</span>: John Stanmeyer, Afrikanische Migranten an der Küste von Djibouti, 2013, VII für National Geographic.


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