Konzert

Zehn Goldfinger6

  • Rudolf Buchbinders Geburtstagskonzert.

Die Standing Ovations gab es diesmal schon zu Beginn. Nämlich als die Philharmoniker anstatt zum Beethovenschen Konzert zum Geburtstagsständchen für Rudolf Buchbinder ansetzten, der an diesem Abend seinen 70. Geburtstag feierte. Ein wenig Stolz sei ihm gestattet, so der Pianist, wenn er auf seine Karriere zurückblicke... weiter





Wien Modern Kritik

Provisorische Antworten zum Festivalfinale

Die programmatischen Fragen "Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und wo zum Teufel sind wir hier überhaupt?" wurden im Abschlusskonzert von Wien Modern noch einmal gestellt - mit Charles Ives’ "Unanswered Question", tastend zum Leben erweckt von den Wiener Symphonikern unter Ludovic Morlot. Attacca folgte die 5... weiter




Konzertkritik

Fürstliches Amüsement mit La Bartoli10

Man nehme einen feurigen, für seinen Projektierungsdrang berühmten Opernstar - sprich Cecilia Bartoli -, dazu die Herrscherfamilie eines kleinen Mittelmeersteuerparadieses, die sich von der Innovationsfreude anstecken ließ - evviva Monaco! -, und siehe da: Mit Frühjahr 2016 hob La Bartoli mit Unterstützung von Fürst Albert und Prinzessin Caroline... weiter




Hochzeit in schlechter Gesellschaft: "Lady Macbeth", inszeniert von Harry Kupfer. - © Wilfried Hösl

Opernkritik

Auf der dunklen Seite der Welt

  • Kirill Petrenko und Harry Kupfer begeistern das Münchner Publikum mit Schostakowitschs mörderischem Meisterwerk "Lady Macbeth von Mzensk".

Lässt man sich bei Dmitri Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" vor allem auf das ein, was man hört, kann man sich heute eher darüber wundern, dass Stalins berüchtigtes Donnerwort "Chaos statt Musik" dieses Stück erst nach zwei Jahren landesweitem Erfolg in den geistigen Gulag verbannte und nicht schon 1934... weiter




Eduard Hanslick verteidigte das "musikalisch Schöne". - © Bild: wikipedia

Eduard Hanslick

Der letzte Ritter der Musikästhetik

  • Der Wiener Kritiker Eduard Hanslick war Richard Wagners schärfster Gegner. Hanslick plädierte für eine Ästhetik, in der Wagner keinen Platz hatte.

Sein größtes Feindbild hat ihn verewigt: Richard Wagner verspottete den Kritiker Eduard Hanslick als regelbesessenen Stadtschreiber Sixtus Beckmesser in "Die Meistersinger von Nürnberg". Die Regel als Selbstzweck fällt der Sinnlosigkeit anheim, die Kunst, so Wagner, definiert selbst die Regeln, denen sie folgt. Hanslick, am 1... weiter




Findet, ihrer Zeit voraus zu sein, hat nicht nur Vorteile: Olga Neuwirth. - © apa/Hans Klaus Techt

Interview

Heimat bist du großer10

  • Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth im Gespräch über Anmaßungen, Honorarreduktionen und Duftwolken.

Olga Neuwirth ist eine der bedeutendsten lebenden Komponistinnen. Trotzdem muss sie immer wieder mit einem sexistischen Musikbetrieb kämpfen. Ein Interview über ihre Filmmusik zu "Ich seh, ich seh", den Einfluss von Rap und Punk auf ihr Werk und ihren Weg durch die österreichische Intendanten-Vorhölle. Sind Sie bei Proben Ihrer Werke dabei... weiter




William Christie dirigierte in Wien sein Ensemble Les Arts Florissants. - © Marc Alex/afp/ picturedesk.com

Konzertkritik

Wuchtiger Originalklang

  • Les Arts Florissants spielten unter William Christie im Musikverein.

William Christie führt die Musiker seines Ensembles Les Arts Florissants, mit denen er Pionierarbeit geleistet hat und seit Jahrzehnten erfolgreich auftritt, mit viel Verve durchs Programm. Dieses hält so manch Klassikperle für die Zuhörer bereit. Mit Mozarts "Kleiner Nachtmusik" beginnt der Reigen, und mit jedem Werk kommen die Musiker mehr in... weiter




Scheinbare Gegensätze konnten sie vereinen: Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis. - © Universal

Konzertkritik

Starke Partnerschaft2

  • Geigerin Anne-Sophie Mutter und Pianist Lambert Orkis gastierten im Musikverein.

Die Klänge des Klaviers und der Violine sind nicht unbedingt füreinander geschaffen. Am Donnerstag zeigten Stargeigerin Anne-Sophie Mutter und ihr Klavierpartner Lambert Orkis im Großen Musikvereinssaal, wie diese unterschiedlichen, laut Ravel sogar "unvereinbaren" Instrumente zueinanderfinden können... weiter




Konzertkritik

Ein Album-Programm31

  • Joyce DiDonato mit "Krieg und Frieden"-Arien des Barock.

Friedensappell an alle Sinne: Freilich war Joyce DiDonatos Gastspiel im Wiener Konzerthaus auch Teil ihrer Promo-Tour für das neue Album "In War & Peace". Dennoch gelang es ihr, dem jungen Originalklangensemble Il pomo d’oro (Leitung vom Cembalo aus: Maxim Emelyanychev) und einem engagierten Produktionsteam... weiter




- © wikimedia

Komponistenporträt

Ruhm aus der Stille2

  • Wien modern veranstaltet ein Konzert zu György Kurtágs 90. Geburtstag.

Wien. Irgendwann Anfang der 1970er Jahre ging ein Raunen um, kaum verdichtete es sich zum Gerücht: In Ungarn gäbe es einen sehr stillen und bescheidenen Mann, an der Franz-Liszt-Musikakademie unterrichte er Klavier und Kammermusik, aber vor allem schreibe er die originellste Musik der Gegenwart. Was angesichts des (freilich emigrierten) Landsmannes... weiter




Hat sich einen traditionellen "Falstaff" gewünscht: Zubin Mehta, Dirigent der Staatsopern-Premiere am 4. Dezember. - © apa/afp

Zubin Mehta

"Falstaff ist ein oama Kerl"

  • Dirigent Zubin Mehta über Regie-Gags, die selbst ihn überraschen, und die nächste Staatsopernpremiere.

Wien. Zubin Mehta ist ein alter Hase. Schon vor 50 Jahren hat er die Wiener und die Berliner Philharmoniker dirigiert, war später Musikdirektor der New Yorker Philharmoniker und der Israelischen, hat an den führenden Opernhäusern der Welt gearbeitet - entsprechend global wurde sein 80. Geburtstag heuer gefeiert... weiter




Rückkehr auf die Wiener Bühne: Hvorostovsky als verletzlicher Giorgio Germont. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Leiden auf hohem Niveau18

  • Marina Rebeka und Dmitri Hvorostovsky begeistern an der Wiener Staatsoper.

Was für eine mächtige Schwindsüchtige: Marina Rebeka ließ ihrer Violetta schon zum Auftakt der aktuellen Aufführungsserie von Verdis "La traviata" im Haus am Ring jeden nur erdenklichen Gestaltungsraum. Bewundernswert strahlte sie in der aussichtslosen Situation der todkranken Heldin mit dramatischer Klanggewalt über das feurige... weiter




Festival

Grazer Tanz der Pferde2

  • Die "styriarte" stellt ihr Programm für 2017 vor.

Graz/Wien. Das steirische Musikfestival styriarte präsentiert sich im nächsten Jahr neu: "Tanz des Lebens" lautet das Motto, das Projekte von der Barockoper über Klassik, Swing bis hin zu einem Pferdeballett vereint. "Wir wollen neue Formate erfinden", erklärt Intendant Mathis Huber. Mit der styriarte 2017 beginne eine neue Ära nach Nikolaus... weiter




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Zu Gast bei der äthiopischen Nacht: Der Circus Debre Berhan aus Äthiopien.

Der kanadische Sänger Leonard Cohen posiert auf einer Schienenschwelle, aufgenommen am 25.04.1976 anlässlich eines Konzertes in Frankfurt am Main. Vanitas-Köpfe (Memento Mori), 1. Hälfte 17. Jahrhundert, Elfenbein, 
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer.

Dieses Papier sorgt derzeit für Diskussionen in Hollywood: Angelina Jolie hat "aufgrund unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung von Brad Pitt eingereicht.