Neue Konzertreihe

"Es ist eine neue Erfahrung"1

  • Woran starb Mozart? Hätte Brahms länger leben können? Eine neue Veranstaltungsreihe bittet Musik und Medizin zum Dialog.

Wien. "Wir sind vollkommen im Fieber, was die Veranstaltung betrifft", sagt Manfred Hecking. Der Satz entbehrt nicht einer gewissen Komik. Der 41-Jährige und seine Partner sind schließlich Ärzte, der angesprochene Termin dreht sich um Krankheiten - jedoch: Er tut dies in ungewohnter Manier. Umrahmt von Musik... weiter





Ein Gestalter delikater Phrasen: Michael Schade. - © Staatsoper/Pöhn

Konzertkritik

Mehr als die Summe der Teile1

  • Michael Schade und Thomas Quasthoff bei einem Solistenabend an der Staatsoper.

In diesem Solistenkonzert der Wiener Staatsoper gab es gleich zwei Solisten: Michael Schade sang, Thomas Quasthoff sprach. Trotz dieser Fülle stand der Dienstagabend im Zeichen der Reduktion, war er doch ganz der Lyrik Joseph von Eichendorffs gewidmet. Wobei die Doppelung - einerseits Vertonungen aus der Feder von Schumann, Mendelssohn... weiter




Konzertkritik

Technische Studien auf höchstem Niveau1

Genauigkeit ist zweifellos eine Tugend und das Cleveland Orchestra zu Recht für seine unfehlbare Präzision berühmt. Die Art von Tradition, die Gustav Mahler als "Schlamperei" gebrandmarkt hatte, ist dem Klangkörper fremd. Dies zeigte sich bereits bei Brahms’ "Akademischer Festouvertüre", mit der die Clevelander ihre mehrtägige Wien-Residenz... weiter




"Wir leben in einer chirurgischen Welt", meint Patricia Petibon. - © Bernard Martinez/DG

Interview

"Wir vergessen zu leben"1

  • Die Sängerin Patricia Petibon über ihr neues Album, die Opernbranche und das Dasein im Allgemeinen.

Wien. War es also doch nicht dieses Haus. Eine Tür weiter tut sich plötzlich etwas, lugt ein Rotschopf aus dem Garten, schiebt sich eine Winkehand hervor. Unzweifelhaft - Patricia Petibon. In der Klassikwelt hat sie nachgerade ein Patent auf dieses Loderhaar. Dass man sie gern mit Pippi Langstrumpf vergleicht, rührt aber nicht nur daher... weiter




Konzertkritik

Spielen um die Existenz

  • Semyion Bychkov dirigierte die Münchner Philharmoniker.

Es ist nicht leicht, dem Vergleich mit dem Widmungsträger eines Werkes standzuhalten. Der Höreindruck von Paganinis Interpretation seiner eigenen Werke ist für die Nachwelt verloren, und heutige Interpreten von Brahms’ Violinkonzert müssen nicht der unmittelbaren Konkurrenz Joseph Joachims standhalten... weiter




Konzertkritik

Tausend und ein Dezibel2

  • Kritik: die Philharmoniker unter Gustavo Dudamel.

Was für ein russophiler Saisonauftakt. Flirrende Geigen, singendes Cello und markige orthodoxe Klänge: Natürlich ist da von Nikolai Rimski-Korsakows "Russischer Ostern"-Ouvertüre die Rede, die den Wolga-Abend im Theater an der Wien aufs Trefflichste eröffnete. Mit Gustavo Dudamel, dem ewig jugendlichen Parade-Venezolaner am Dirigentenpult... weiter




Wiener Philharmoniker

Staatsopernleid und Prestige-Freud

  • Die Wiener Philharmoniker starten mit einem neuen Vorstand in die Saison.

Wien. Nach dem überraschenden Rücktritt von Franz Welser-Möst als Generalmusikdirektor der Staatsoper geben sich die Wiener Philharmoniker salomonisch. Zwar sei man über den jähen Abgang "nicht glücklich", sagt Andreas Großbauer, der seit drei Monaten den Orchestervorstand innehat. Das Ensemble, dessen "zweite Heimat" die Staatsoper ist... weiter




Zeigt heuer Ballett: Intendant Walter Reicher. - © Carlos de Mello

Haydntage Eisenstadt

Ein Haydnleben1

  • Ein Vierteljahrhundert leitet Walter Reicher jetzt schon die Haydntage Eisenstadt. Ein Gespräch über die Pionierzeit und die beginnende 26. Auflage.

Wien/Eisenstadt. Joseph Haydn - das ist heute ein Stück Allgemeinbildung. Zwei Worte, nachzulesen in Büchern, Noten und Programmheften. Kurz: Er ist mehr ein Faktum denn ein Mensch. Für Walter Reicher sieht das anders aus. Es scheint, als wäre ihm der Genius ein Begleiter, ja fast ein Schicksalsgenosse. Das kommt nicht von Ungefähr... weiter




Bryn Terfel ist der Holländer der Staatsoper. - © Foto: Barda/Royal Opera House/Associated Press

Der fliegende Holländer

Wagners wilde Seemannsballade7

  • "Der fliegende Holländer" ist zugleich eine spannende Gespensteroper und Richard Wagners verwegenstes stilistisches Experiment.

Der "Fliegende Holländer" fällt aus dem Kanon der Wagner-Opern heraus: Das Werk ist kurz, aufs Wesentliche verdichtet, eine Seemannsballade, in der man das Salzwasser auf der Haut und den Wind im Gesicht zu spüren meint. Keine große Botschaft, sondern einfach eine spannende Gespenstergeschichte. Vielleicht auch... weiter




Schubert Lieder: Nachtviolen Sony Classical, 1 CD, ca. 15 Euro

Klassik-CD

Gerhaher, Christian / Huber, Gerold: Schubert Lieder

(dawa) So sollen Schubert-Lieder sein: einfach schaurig. Schön. Aufrührerisch, wild, Furcht erregend, jenseitig - das alles und noch viel mehr Versöhnliches sowie endgültig Friedvolles steht dem unnachahmlichen Bariton von Christian Gerhaher bestens. Ein echter Schubert-Sänger, der die ganze Gefühlstiefe des Meisters der intimen Form in sich... weiter




Konzertkritik

Salzburger Kehraus3

  • Concertgebouw-Orchester und Berliner Philharmoniker zum Festspiel-Finale.

Salzburg. Wo, wenn nicht in Salzburg kann man innerhalb von drei Tagen drei europäische Top-Orchester erleben? Nach den Wiener Philharmoniker unter Daniele Gatti folgten zum Abschluss Sonntagvormittag das Koninklijk Concertgebouworkest unter Mariss Jansons, am Abend als großes Finale die Berliner Philharmoniker mit Simon Rattle... weiter




LangLang hatte immer mindestens eine Hand frei, um imaginäre Melodielinien in dieLuft zu zeichnen - © APA, Franz Neumayr

Konzertkritik

Mozart, echt wahr?2

  • Mozarts c-Moll-Klavierkonzert KV 491 mit Lang Lang als Solisten, Daniele Gatti am Pult der Wiener Philharmoniker.
  • Besetzung und Werkwahl sind so absurd, dass die Sache fast schon wieder Charme hat.

Daniele Gatti ist Profi genug, dass er aufs Dirigieren weitgehend verzichtet, wenn klar ist, dass vom Solisten irgendetwas kommt – nur absolut nichts, was stilistisch an Mozart denken lassen könnte. Also Auftakt geben, und durch! Die Philharmoniker packen’s schon irgendwie und die Bläser sind Manns genug... weiter




Konzertkritik

Ein echtes großes Klavierkonzert für die Festspiele1

Zum Doyen reicht’s altersmäßig noch nicht, aber Wolfgang Rihm ist in jedem Fall eine Instanz im Komponieren unserer Tage. Man weiß, wo man ihn verlässlich antrifft: Er ist ja nicht nur Urlaubsgast im Austragshäusl der Postmoderne, sondern hat es zum festen Wohnsitz gewählt. Ein Festival (die Salzburger Festspiele) und zwei Orchester (das Gustav... weiter




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Klassik-CD

Krier, Cathy: Rameau und Ligeti

Cathy Krier Rameau und Ligeti Avi-music, 1 CD ca. 20 Euro Ungenauer Titel: Es ist eine Frau, der man alle Aufmerksamkeit schuldet. Cathy Krier verblüffte mit ihrer Debüt-CD... weiter




Klassik-CD

Donizetti, Gaetano: Maria Stuarda

G. Donizetti Maria Stuarda Erato, 1 DVD, ca. 20 Euro (dawa) Englische Königin hält schottische Regentin (Cousine und Gattenmörderin) gefangen, sie werfen einander allerlei vulgäres Standesgeplänkel an... weiter





In Florenz. © Clet Abraham

<span style="font-weight: bold;">World Press Photo des Jahres 2013</span>: John Stanmeyer, Afrikanische Migranten an der Küste von Djibouti, 2013, VII für National Geographic. Was hindert den Menschen eigentlich daran, die Funktionalität des Menschen chirurgisch zu erhöhen? So lautet lapidar die Frage bei der Arbeit von Agi Haines (UK) "Transfigurations". (Honorary Mention Interactive Art).

Alejandro Gonzalez Inarritu.


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