• vom 14.09.2012, 16:44 Uhr

Klassik/Oper

Update: 14.09.2012, 22:05 Uhr

Musikverein

Mehr Kinder im Edelkeller




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Der Musikverein weitet das Programm seiner
  • Neuen Säle aus - und stößt an Kapazitätsgrenzen.

Wien. (irr) Nein, das Ondit sei falsch: Wenn die Wiener Linien wieder am Karlsplatz wühlen, denke der Musikverein nicht daran, die Gelegenheit für eine weitere Expansion beim Schopf zu packen, sagt Thomas Angyan mit einem Lächeln. Der Intendant hätte dann ja auch ein Namensproblem. Wie sollte der Zuwachs heißen - "noch neuere Säle"? Im Souterrain des prestigeträchtigen Klassikveranstalters prangen ja schon seit 2004 die "Vier Neuen Säle".


Die Befürchtung, dass diese Kellerräume auch unter der Wahrnehmungsschwelle bleiben könnten, hat sich als falsch erwiesen. Zwar dauert es, bis etwas ins Bewusstsein dringt, sagt Angyan. Doch die Säle kamen an. In der vergangenen Saison kletterte die Auslastung von 75 auf 79 Prozent - Werte, auf die mancher internationale Konkurrent auch im großen Saal stolz sein könnte.

Dementsprechend bleibt der Musikverein dem bisherigen Keller-Konzept treu: Auch in dieser Saison rezitieren beliebte Schauspieler in musikalischer Umrahmung (unter anderem Julia Stemberger, Cornelius Obonya); der Jazzzyklus findet mit Künstlern wie Harri Stojka und Susanna Ridlers Projekt koe:r Fortsetzung. Vor allem aber öffnet sich hier der Jugend viel Raum. "Die Dichte, mit der wir junge Künstler fördern, kann kaum übertroffen werden, jedenfalls in Wien", sagt Angyan und verweist auf ein pralles Abo-Aufgebot mit jungen Klassik-Sängern, Pianisten sowie Streichquartetten.

"Alles randvoll"
Jugend nimmt hier auch im Publikum Platz. Mehr als 50 Prozent der Souterrain-Besucher strömten in der vorigen Saison zu Kinderkonzerten, für die aktuelle Spielzeit wurde dieses Programm noch leicht aufgestockt. Wobei ein größeres Angebot kaum mehr möglich ist. Inklusive Proben sah die vorige Spielzeit mehr als 1300 Veranstaltungen im Keller. Angyan: "Alles randvoll. Wir sind an der Grenze angelangt."




Schlagwörter

Musikverein, Klassik

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2012-09-14 16:50:05
Letzte Änderung am 2012-09-14 22:05:02



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Eigentlich kannst du nur versagen!"
  2. Die Legende vom heiligen George
  3. Totgesagte leben länger
  4. Ein Gefühl wie Mohr im Hemd
  5. Berührungsneugier
Meistkommentiert
  1. Die paradoxe Herrschaft
  2. Ästhetik in der Todeszone
  3. Der Welt holdester Wahn
  4. in der straßenbahn
  5. Gefühlte Lebensfreude aus der Kraftkammer

Werbung




Mary Wollstonecraft (1759 - 1797) gilt als die erste Feministin Englands. Das bekannteste Werk der Schriftstellerin, Übersetzerin und Philosophin, "A vindication of the rights of woman" ("Verteidigung der Rechte der Frau") tritt für eine Gleichberechtigung von Mann und Frau ein.

Barry Jenkins Film "Moonlight" gewann den Oscar für den besten Film. Zuvor wurde irrtümlich "La La Land" gekürt. Hugh Jackman winkt am Roten Teppich.

Jean-Honoré Fragonard, Das Mädchen mit dem Murmeltier, 1780er Jahre. Ein Ausnahmeprojekt mit Ausnahmeproblemen: Die Elbphilharmonie, eine "gläserne Welle", die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist. 


Werbung