• vom 17.09.2012, 16:34 Uhr

Klassik/Oper

Update: 17.09.2012, 17:05 Uhr
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Wechsel des Musikmanagers ans Konzerthaus ist nun fix

Matthias Naske zieht in Wien ein



  • Personelle Frage gelöst - doch das Schuldenproblem bleibt.

Wien/Luxemburg. (irr/apa) Was zuletzt als Gerücht kursierte, ist nun offiziell: Matthias Naske wird Intendant des Wiener Konzerthauses. Der gebürtige Wiener nimmt am 1. Juli 2013 auf dem Chefsessel in der Lothringerstraße Platz, vorerst ist eine Amtszeit von viereinhalb Jahren paktiert.

Von Luxemburg nach Wien: Naske.

Von Luxemburg nach Wien: Naske.© apa/Grébille/Philharmonie Luxembourg Von Luxemburg nach Wien: Naske.© apa/Grébille/Philharmonie Luxembourg

Das entscheidende Hindernis ist ausgeräumt: Naske, momentan Leiter der Philharmonie Luxemburg, kann den dortigen Vertrag vorzeitig auflösen. In Wien folgt er auf Bernhard Kerres. Dieser erklärte im August überraschend, nach Ende der 100. Saison des Wiener Konzerthauses, also Ende Juni 2013, den Hut zu nehmen.

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Über die Motive dieses Abgangs wurde viel spekuliert. Wie Kerres spricht nun auch Konzerthaus-Präsidentin Theresa Jordis von einer "gemeinsamen Entscheidung". Sie will den Wechsel jedenfalls nicht "in Zusammenhang mit der finanziellen Situation sehen". Zwar stelle der laufende Betrieb monetär "eine schwierige Managementaufgabe dar". Es sei aber auch dank der Sponsoren immer wieder gelungen, "um die Nulllinie herum abzuschließen".

Das alte Schulden-Problem
Problematischer sind laut Jordis die Altlasten. Seit dem Umbau unter Christoph Lieben-Seutter, Kerres’ Vorgänger, hat das Haus einen offenen Kredit von mehr als sechs Millionen Euro. Die Präsidentin hofft weiterhin auf eine Drittellösung zwischen Bund, Stadt und Konzerthausgesellschaft.

Matthias Naske war bereits im Jahr 2007, beim Abgang von Lieben-Seutter, als Intendant für das Konzerthaus im Gespräch. Naske, 1963 geboren, war in den 90ern Generalsekretär der Jeunesse Musicale Österreich. 2003 wurde er zum Chef der damals noch in Bau befindlichen Philharmonie Luxemburg designiert, 2010 als Leiter verlängert. Mit einem Programm von Klassik über Jazz bis Weltmusik ähnelt Naskes derzeitige Wirkungsstätte dem Wiener Haus stark. Naske: "Ich freue mich unendlich, für das Konzerthaus arbeiten zu können, das ich beherzt in eine gute Zukunft führen will."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-17 16:41:13
Letzte Änderung am 2012-09-17 17:05:09


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