• vom 07.11.2012, 17:05 Uhr

Klassik/Oper

Update: 07.11.2012, 17:06 Uhr

Salzburger Festspiele

"Kein neues Haus, ich schwör’s!"




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Von Christoph Irrgeher aus Salzburg

  • Alexander Pereira über Kritiker und abgeschlossene Expansionspläne.
  • Alexander Pereira, Intendant der Salzburger Festspiele, legt Pläne für seinen zweiten Festivalsommer 2013 vor

"Ich gehe meinen Weg, und ihr könnt schreiben, was ihr wollt": Alexander Pereira lässt sich von der Kritik an seiner ersten Saison als Leiter der Salzburger Festspiele nicht beirren. apa

"Ich gehe meinen Weg, und ihr könnt schreiben, was ihr wollt": Alexander Pereira lässt sich von der Kritik an seiner ersten Saison als Leiter der Salzburger Festspiele nicht beirren. apa© dapd "Ich gehe meinen Weg, und ihr könnt schreiben, was ihr wollt": Alexander Pereira lässt sich von der Kritik an seiner ersten Saison als Leiter der Salzburger Festspiele nicht beirren. apa© dapd

"Wiener Zeitung": Ihr erster Festspielsommer brachte gespaltene Kritiken - Sie fühlten sich "übermäßig geohrfeigt". Waren Sie beleidigt?

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Alexander Pereira: Nein. Ich gehe meinen Weg, und ihr könnt schreiben, was ihr wollt - das ist euer gutes Recht. Bemerkenswert war allerdings die unglaublich positive Reaktion im angelsächsischen Raum gegenüber dem Echo im deutschen Feuilleton. Die Engländer haben halt nicht diese Lordsiegelbewahrer-Funktion Theodor W. Adorno gegenüber.

Nur Häme kam aber auch nicht aus Deutschland. Im nächsten Jahr kehrt das gefeierte Duo Dirigent Ingo Metzmacher und Regisseur Alvis Hermanis mit Harrison Birtwistles "Gawain" (1991) zurück. Schade ist nur: Die Oper des Engländers ersetzt jenes Auftragswerk, mit dem György Kurtág nicht fertig wurde.

Wenn man fünf Opern-Kompositionsaufträge vergibt, ist es leider wahrscheinlich, dass sich etwas davon verzögert. Kurtágs "Endspiel" wird 2014 kommen.

Lag Plan B schon bereit?

Nein. Aber Birtwistle ist der Komponist, der hier am meisten fehlt. Im angelsächsischen Raum ist er einer der Größten. Salzburg spielte in den vergangenen 20 Jahren im Konzert gerade einmal drei seiner Werke. 2013 werden die Osterfestspiele Wagners "Parsifal" bringen, wir zeigen die "Meistersinger" und mit "Gawain" eine Oper über die Ritter der Tafelrunde: ein faszinierender Bogen im Wagnerjahr.

Sie beginnen 2013 auch einen neuen Da-Ponte-Zyklus - womit sich ein Vorwurf gegenüber Ihrem ersten Sommer prolongieren dürfte: die Ähnlichkeit mit Ihren Programmen am Zürcher Opernhaus. Dort haben Regisseur Sven-Eric Bechtolf und Dirigent Franz Welser-Möst schon einmal die drei Mozart-Werke verantwortet.

Selbstverständlich werden diese neuen Produktionen auf Basis einer ursprünglichen idealen Zusammenarbeit umgesetzt. Wenn das gleiche Team erneut Hand anlegt, ist die Frage: Beginnen die wieder bei null - oder schon beim Erreichten und können das jetzt toppen? Bei Mozart erzielt man nur dann die gewünschte Qualität, wenn man mit Leuten arbeitet, die sich so gut kennen, dass sie eigentlich blind miteinander musizieren können. Das gilt aber auch für die Sänger. Wir werden mit einem Ensemble arbeiten, das sich durch die drei Opern ziehen wird.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-11-07 16:41:09
Letzte Änderung am 2012-11-07 17:06:45



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