• vom 28.11.2016, 15:41 Uhr

Klassik/Oper

Update: 28.11.2016, 15:52 Uhr

Konzertkritik

Wuchtiger Originalklang




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Von Katharina Wappel

  • Les Arts Florissants spielten unter William Christie im Musikverein.

William Christie dirigierte in Wien sein Ensemble Les Arts Florissants. - © Marc Alex/afp/ picturedesk.com

William Christie dirigierte in Wien sein Ensemble Les Arts Florissants. © Marc Alex/afp/ picturedesk.com

William Christie führt die Musiker seines Ensembles Les Arts Florissants, mit denen er Pionierarbeit geleistet hat und seit Jahrzehnten erfolgreich auftritt, mit viel Verve durchs Programm. Dieses hält so manch Klassikperle für die Zuhörer bereit.

Mit Mozarts "Kleiner Nachtmusik" beginnt der Reigen, und mit jedem Werk kommen die Musiker mehr in Form. Ja, man hat das Gefühl, je wärmer sie sich spielen, desto leichter gehen ihnen Akzentuierungen und Feinabstimmungen von der Hand.

Information

Konzert
Les Arts Florissants
William Christie
Musikverein

Weiterer Star des Abends ist Xavier de Maistre an der Harfe, der interpretatorisch stilsicher und mit technischer Versiertheit Johann Baptist Krumpholtz’ Konzert für Harfe und Orchester (B-Dur) aus seinen Saiten zupft. Dem tänzerischen Charakter, der immer wieder zutage tritt, werden auch die Ensemblemusiker gerecht. Später wird der Starharfenist wiederkommen und zum krönenden Abschluss Johann David Hermanns Konzert für Harfe und Orchester (F-Dur) interpretieren.

Doch davor gibt es noch Haydns Symphonie in B-Dur ("La Reine" genannt, angeblich weil Marie Antoinette das Stück mochte) in einer mehr als stimmigen Interpretation von Les Arts Florissants mit einem reüssierten Flöten-Geigen-Part und auch sonst viel Wucht. Klanglich (trotz der Tücken, die so ein Originalklang-Orchester bereithält), aber auch durch zunehmende Präzision und empathisches Miteinander ein gelungener Abend.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-11-28 15:44:10
Letzte ─nderung am 2016-11-28 15:52:08



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