• vom 17.03.2017, 16:33 Uhr

Klassik/Oper

Update: 21.03.2017, 11:45 Uhr

Konzertkritik

Vielfalt und Virtuosität




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Von Katharina Wappel

  • RSO Wien mit tschechisch-ungarischem Programm.

Große Erfolge lassen sich oft auf wenige Punkte herunterbrechen. So auch an diesem Abend: Vielfalt, Lautstärke und Virtuosität. Erstere gab’s in Maßen, Letztere in Massen. Dem jungen Dirigenten Jakub Hrusa ist das publikumswirksam gelungen.

Vielfalt: Das RSO unter Hrusa präsentiert mit Antonín Dvořák und Vítězslav Novák erst ein tschechisches, anschließend mit Zoltán Kodály und Béla Bartók ein ungarisches Programm, wodurch sich der Abend abwechslungsreich präsentiert. Der Wiener Singverein und Zoltán Nyári (Tenor) singen auf Ungarisch und sorgen nicht zuletzt auch damit für erfrischende Momente.


Lautstärke: Sie sorgt am ganzen Abend für Schwierigkeiten. Denn so glanzvoll der Einstieg in Dvořáks Konzertouvertüre "Othello" mit dem feinsten Piano noch gelingt, so sehr lässt Hruša dem Orchester und dem Chor hinsichtlich der Dynamik nach oben hin freien Lauf. Das setzt sich in Kodálys "Psalmus Hungaricus" fort. Der Tenor wird unerbittlich geschluckt - was gar seine Stimme brechen lässt.

In der symphonischen Dichtung "In der Tatra" von Vitezslav Novák hält sich Hruša gestalterisch zurück, doch fehlende Nuancierungen tun der Begeisterung im Publikum keinen Abbruch.

Und da ist ja schließlich auch noch die Virtuosität. In Bartóks "Der wunderbare Mandarin" stellen sich die Musiker den technischen Herausforderungen des Werks gekonnt und beeindrucken dann auch wieder mit feinen Schattierungen und Präzision. Stürmischer Jubel.

Konzert

RSO Wien

Zoltán Nyári (Tenor)

Dirigent: Jakub Hruša

Musikverein




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-17 16:38:10
Letzte nderung am 2017-03-21 11:45:11



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