• vom 08.06.2017, 15:51 Uhr

Klassik/Oper


Wien Modern

Wien Modern will Bilderbogen zum Hören anbieten




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    Wien. Der Neuen Musik haftet imagetechnisch mitunter ein trüber Schwarz-Weiß-Filter an - doch damit ist jetzt Schluss. Die heurige Ausgabe von Wien Modern wird im November "mit großer Freude Farbe bekennen" und setzt auf "Kopfkino pur". Unter den 90 Veranstaltungen, die 32 Tage lang an 26 Spielorten in Wien stattfinden, sind anlässlich der 30. Festivalausgabe auch einige Großprojekte.

    "Bilder im Kopf" lautet das Festivalmotto - "ein uraltes Thema in der Musik, das im 21. Jahrhundert eine vollkommen neue Dimension erreicht", wie der künstlerische Leiter Bernhard Günther am Donnerstag betonte. So soll Peter Eötvös’ "Chinese Opera" das fabelhafte Opernspektakel ebenso bei geschlossenen Augen in den Kopf zaubern, wie Olga Neuwirths "Le encantadas..." die exakt rekonstruierte akustische Situation eines Kirchenplatzes in Venedig. "Ein unglaubliches Vergnügen", prophezeit Günther. Insgesamt werden rund 50 Ur- und Erstaufführungen zu Gehör gebracht.


    Ungewöhnliche Orte
    Mit Symphonikern, RSO und Formationen der Musikuni bietet Wien Modern ein großes Orchesterangebot. Dies sei, neben experimentellen Formaten an ungewöhnlichen Orten wie dem Dach der TU auch die Hauptaufgabe, so Günther. Es sind "herzensunvernunft-getragene Partnerschaften", die das Festival ausmachen, betonte auch Konzerthaus-Chef und Wien-Modern-Präsident Matthias Naske. Das Budget von einer Million Euro im Vorjahr soll heuer erneut um 20 Prozent angehoben werden - das werde vor allem durch Kooperationen und weitere Verkaufssteigerungen möglich. Die Subvention seitens Bund und Stadt wurde auf drei Jahre festgeschrieben. Vom Bund erhält das Festival derzeit 120.000 Euro (plus 20 Prozent gegenüber 2016), ein Betrag der nun jährlich um 5000 Euro steigen wird. Von der Stadt sind 650.000 Euro fix. 2015 gab es eine einmalige Erhöhung auf 700.000 Euro.




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    Dokument erstellt am 2017-06-08 15:56:02



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