Nein, das ist kein Hitler-Gruß: Vulkanier bei ihrer rituellen Grals-Enthüllung. - © Jan BauerVideo

Opernkritik

Sternstunde des Stümpertums54

  • Sinnfrei, planlos und spannungsarm: Die Festwochen erreichten mit Jonathan Meeses "Parsifal" einen weiteren Tiefpunkt.

Würde jener Herr Klingsor, den man am Sonntag kennengelernt hat, sein Leben niederschreiben, das letzte Kapitel klänge womöglich so. "Liebes Tagesbuch! Wie ich gehört habe, will mir wieder jemand den heiligen Speer stehlen. Der Mann heißt Zed und hat 1974 den Helden in dem Science-Fiction-Film ‚Zardoz‘ gespielt... weiter





Konzertkritik

Grandios gemeistert1

  • Das RSO im Wiener Konzerthaus.

Vielschichtig und virtuos war das Programm angelegt, mit dem sich das Radio-Symphonieorchester Wien am Donnerstag im Konzerthaus präsentierte. Für Unstimmigkeiten sorgte lediglich ein penetranter Buhrufer, dem die Stück-Auswahl offenkundig missfiel. Der Fokus des Abends lag mit zwei Werken von Pierre Boulez... weiter




Konzertkritik

Noble Zurückhaltung4

  • Radu Lupu im Musikverein.

Radu Lupu kann auf eine lange Karriere zurückblicken. Sein Stil, geprägt von stoischer Gelassenheit, mag sich daraus ergeben und lässt sich bereits am Sessel mit Rückenlehne erkennen, der für den Pianisten bereitgestellt ist. Genau mit dieser Ruhe macht er sich ans Werk, zuerst an jenes von Haydn: Andante con Variazioni für Klavier (f-Moll)... weiter




Konzertkritik

Marathon für einen Pianisten mit Taktstock6

Mit drei orchestralen Klavierwerken hatte sich der österreichische Pianist Rudolf Buchbinder zusammen mit den Wiener Symphonikern einen wahren Marathon am Mittwochabend im Konzerthaus vorgenommen, bei dem leider manchmal die Luft ausging. Bereits in den ersten Takten von Mozarts d-Moll-Klavierkonzert KV 466 ergaben sich zum Teil erhebliche... weiter




Sichtet spröde Erscheinungen: Aimard. - © Neda Navaee

Konzertkritik

Zwischen Konstruktion und Intensität3

  • Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich spielten Boulez’ Gesamtwerk für Klavier.

Pierre-Laurent Aimard ist kein Strahlemann. Zum dressierten Tastentiger à la Lang Lang verkörpert er den radikalen Gegenpol: Immer im Dienst der Sache, bringt der Pianist sein Publikum nicht durch Akrobatik, sondern durch solide Überzeugungsarbeit auf seine Seite - oder besser: auf die Seite der Musik... weiter




Konzertkritik

Wechselbad der Gefühle4

  • Das Orchestre de Paris begeisterte im Musikverein.

Die gesamte Palette menschlicher Gefühle scheint Gustav Mahler in seiner Zweiten Symphonie verpackt zu haben. Dirigent Daniel Harding gelang es, die volle Bandbreite des Werkes beim Konzert am Montagabend im Musikverein auszuschöpfen. Vom ersten Tremolo der Streicher an erzeugte das Orchestre de Paris mit fein ausbalancierter Dynamik und... weiter




Erstmals vor dem Schloss: das Sommernachtskonzert. - © apa/Punz

Sommernachtskonzert

Wo sich Feuervogel und Neptun Gute Nacht sagten4

  • Schönbrunn-Konzert der Philharmoniker: Die Akustik hat sich verbessert, die Sicherheitskontrollen sind noch ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Wien. "Bitte hinter die gelbe Sicherheitslinie!" Wer am Donnerstag zum Sommernachtskonzert fuhr, der stand ab der U4-Station Schönbrunn unter Aufsicht. Megafone der Wiener Linien verlauteten Direktiven, eine Heerschar an Wegposten leitete die rund 90.000 Menschen weiter. Deren Marschroute hat sich heuer verändert: Die Wiener Philharmoniker schlugen... weiter




Konzertkritik

Visionen im Nebel4

  • Das Gewandhausorchester gastierte im Musikverein.

Nelsons mag ein Mann mit Visionen sein, allerdings ist er auch einer mit Schwierigkeiten, diese verständlich zu machen. Schuberts Siebente Symphonie verzeiht ihm das eher als Bruckners Vierte. In der "Unvollendeten" gelingt es ihm, Details herauszuarbeiten. Maximal reduzierte Streicher, die den (übrigens sehr schönen) Bläsern den Vortritt lassen... weiter




Dirigiert das Sommernachtskonzert am Donnerstag: Christoph Eschenbach. - © apa/Oczeret

Sommernachtskonzert

Standortwechsel in Schönbrunn5

  • Beim Gratis-Konzert der Philharmoniker steht die Bühne heuer nicht beim Neptunbrunnen, sondern vor dem Schloss. Orchestervorstand Andreas Großbauer über Neuerungen und Problemzonen des Events.

Wien. Um das Wichtigste voranzustellen: Nein, über das Wetter gebe es noch keine Gewissheit. "Geh hören S’ auf", sagt Andreas Großbauer, Vorstand der Wiener Philharmoniker, am Telefon und lacht. "Ich habe jetzt angefangen, mir die Prognosen anzusehen; sie zeigen einmal Sonne, einmal Regen." Sollte das Wetter - anders als in manchem Vorjahr -... weiter




Konzertkritik

In großen Zügen gepinselt7

Der Hype um den jungen Pianisten ist derzeit enorm: Ein Tastenmagier, wird Daniil Trifonov in den Medien genannt, ein Raubtier am Klavier. Ein Genie. Zu den schwierigsten Herausforderungen derart gepushter Jungmusiker zählt es, mit diesen Superlativen umzugehen, sozusagen dennoch den Blick auf die Musik zu fokussieren... weiter




Konzertkritik

Kurzweilige Klangfülle5

  • Das RSO Wien überzeugte mit kontrastreichen Werken.

Mit "Un sourire", einem Lächeln, konnte das Publikum das Konzerthaus am Sonntagabend verlassen. Davor war im Rahmen eines abwechslungsreichen Programms nicht zuletzt Olivier Messiaens gleichnamiges Werk erklungen: Cornelius Meister, Chefdirigent am Pult des Radio-Symphonieorchesters Wien, gelangen die Wechsel zwischen schwebend-lyrischen und... weiter




Toronto Symphony Orchestra

Kanadas Klangmagier2

  • Das Toronto Symphony Orchestra im Konzerthaus.

1983 war das Toronto Symphony Orchestra zuletzt in Wien. Das Publikum heißt es umso herzlicher willkommen. Den Einstieg absolviert man mit einem kurzen aber intensiven Andenken an Pierre Boulez: "Le Soleil des eaux", exzellent interpretiert vom Toronto Symphony Orchestra, von der Wiener Singakademie und der Sopranistin Carla Huhtanen... weiter




Konzertkritik

Schönheit des Trostes

  • Jordi Savall im Wiener Konzerthaus.

Die Geschichte Armeniens ist eine leidvolle. Nur verständlich, dass die Musik aus jener Kultur diese Stimmung in sich trägt. In diesem thematischen Umfeld bewegte sich am Montag der Konzertabend mit dem Streicher, Dirigenten und Alte-Musik-Spezialisten Jordi Savall und seiner Formation Hespèrion XXI... weiter




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Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

Während einer Protestveranstaltung gegen Polizeigewalt vor dem Police Department von Baton Rouge, Louisiana, USA, am 9. Juli 2016, stellt sich die Aktivistin Ieshia Evans den vorrückenden Polizisten entgegen und streckt ihre Hände aus, bereit, sich verhaften zu lassen. Georgeund Amal Clooney gehörte die Aufmerksamkeit am Wochenende. Die gemeinsamenZwillinge blieben jedoch daheim bei der Nanny.

Matt Damon mit seiner Frau Luciana Barroso. "Downsizing", in dem Damon die Hauptrolle spielt, hat die 74. Festspiele von Venedig eröffnet. Der US-amerikanische Rapper Kendrick Lamar wurde sechsfach ausgezeichnet. Der wichtigste Preis: Sein Hit  "Humble" wurde zum Video des Jahres gewählt.


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