Konzertkritik

Struktur trifft Emotion1

  • Daniel Barenboim dirigierte Boulez im Konzerthaus.

Pierre Boulez und Arnold Schönberg standen am Sonntag im Fokus des Programms im Wiener Konzerthaus. Der französische Tonsetzer wird hier demnächst überhaupt ausgiebig gewürdigt: Seine Werke bilden das Zentrum des Internationalen Musikfests, das nächsten Sonntag offiziell startet. Äußerst präzise und homogen im Klang präsentierten die Pianisten... weiter





Rührt zu Tränen: Ian Bostrdige. - © Sim Canetty-Clarke

Konzert

Lieder vom Leiden und Hoffen

  • Überwältigend: Der britische Tenor Ian Bostridge im Konzerthaus.

Es war eine ganze Welt, die Ian Bostridge auf die Bühne des Mozart-Saals brachte und dort bei bestmöglicher Akustik offenbarte. Schuberts "Schwanengesang" bietet eine ganze Reihe an Emotionen und eine Bandbreite an musikalischer Ausdruckskraft - Lieder, an denen Bostridge inhaltsgerecht einmal zugrunde geht... weiter




Musikverein

Interkultureller Mozart am Feiertag4

  • Daniel Barenboim im Wiener Musikverein.

"Freundschaft" lautete die Devise am Rathausplatz - im Musikverein ging es am gleichen Tag um Völkerverständigung: Daniel Barenboim gastierte mit seinem West-Eastern Divan Orchestra (Konzertmeister: Sohn Michael Barenboim) im Haus. Dabei hatte das Dialogprojekt palästinensisch-jüdischer Kunstbegegnung ausschließlich Mozart im Gepäck... weiter




Glanzvoll beseeltes "Walküre"-Finale mit Tomasz Konieczny (Wotan) und Petra Lang (Brünnhilde). - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Solider Zusammenhalt

  • Die Wiener Staatsoper startete am Wochenende einen mehr als respektablen "Ring"-Zyklus.

Er würde gerne jede Saison den "Ring" auf dem Spielplan haben, sagte Staatsopernchef Dominique Meyer jüngst vor Journalisten. Das gehe aber nur, wenn man die entsprechenden Wagner-Sänger zur Verfügung habe. Und die gebe es nicht in jeder Generation gleichermaßen. Für die aktuelle und kommende Saison hat Meyer jedenfalls ein "Ring"-Team gefunden... weiter




Konzertkritik

Heimspiel für die Wiener7

Das traditionelle Abo-Konzert der Wiener Philharmoniker am vergangenen Samstag im Musikverein stellte die Symphonien zweier österreichischer Meister in den Blickpunkt. Der 89-jährige Dirigent Herbert Blomstedt überzeugte durch präzise Bewegungen und eine nuancierte Interpretation. Mozarts Symphonie in Es-Dur... weiter




Laura Aikin auf einem Probenfoto der "Elegie für junge Liebende". - © Werner Kmetitsch

Porträt

"Der amerikanische Traum lebt heute viel mehr in Europa"4

  • Die Opernsängerin Laura Aikin über US-Präsident Trump, Neue Musik und eine Henze-Premiere im Theater an der Wien.

Wien. Einen Monat ist es her, da übernahm Laura Aikin eine eher ungewöhnliche Rolle. Die US-Sopranistin, vor allem in Europa tätig und gefeiert, arbeitete einen Tag lang als Chauffeurin. Aber nicht für irgendwen. Aikin kutschierte eine Delegation ranghoher US-Demokraten durch ihre Wahlheimat Berlin. Wobei: Eigentlich wollte diesen Job ihr Sohn... weiter




Konzertkritik

Quicklebendiges Quartett7

  • Harriet Krijgh überzeugte mit Kolleginnen im Musikverein.

Ein Klassiker, umgeben von zwei Meistern der Romantik: Die Stückauswahl des Klavierquartetts um Cellistin Harriet Krijgh im Musikverein erwies sich als dramaturgisch interessante Konstellation. Zu Beginn das Fragment des Klavierquartetts in a-Moll von Gustav Mahler, bei dem die jungen Musikerinnen mit fein abgestimmter Agogik und dynamisch... weiter




Konzert

Wiederholt wuchtig3

  • Beethoven-Zyklus der Wiener Symphoniker.

Weiter ging es im Beethoven-Zyklus der Wiener Symphoniker unter Philippe Jordan mit den Symphonien Nr. 2 und 7. Der Saal im Musikverein gut gefüllt, die allgemeine Vorfreude groß. Jordan begegnet den Erwartungen, indem er einmal mehr aufs Wuchtige und Effektvolle setzt - dass das beim Wiener Publikum gut ankommt, versteht sich... weiter




Klassikkritik

Rache der Musikanten4

  • Klangforum Wien füllt spröde Musik mit Leben.

Ist der Komponist ein asozialer Egomane, der sich akustische Phänomene rücksichtlos einverleibt? Sind Interpreten bloße Exekutivorgane? Fragen, zu denen das Klangforum Wien unter der Leitung von Bas Wiegers inspirierte. Ondrěj Adámek dienen in "Ça tourne ça bloque" die Stimmen japanischer Frauen als exotisches Material... weiter




Wiener Symphoniker

Ostergrüße aus dem Westen

  • Die Wiener Symphoniker servierten bei ihrem Traditionskonzert "Frühling in Wien" swingende Klassik.

Orange Lilien, rosa Flamingo-Blumen, grüne Chrysanthemen - man muss den Symphonikern gratulieren: Der Blumenschmuck ihres Traditionstermins "Frühling in Wien" wirkte heuer deutlich eleganter als jener Zierrat, den die Philharmoniker bei ihrem Neujahrskonzert mit Gustavo Dudamel am Pult (und etlichen Südfrüchten an den Wänden!) aufgeboten hatten... weiter




Händel arbeitet inspiriert an seinem "Messias", Grafik aus dem 18. Jahrhundert. - © Print Collector/Getty

Musikgeschichte

Glaube, Prunk und Innigkeit2

  • Vor 275 Jahren, am 4. April 1742, wurde in "Mr. Neale‘s Great Musick Hall" in Dublin Georg Friedrich Händels "Messias" uraufgeführt. Gedanken zu einem Prachtstück der Oratoriumsliteratur.

"Händel schob die Leuchte heran an die beschriebenen Blätter. "The Messiah!" stand auf der ersten Seite. Ach, wieder ein Oratorio! Die letzten hatten versagt. Aber unruhig, wie er war, schlug er das Titelblatt um und begann. (. . .) Und schon, kaum gelesen, kaum durchfühlt, hörte Händel es als Musik, in Tönen schwebend, rufend, rauschend, singend... weiter




Eine Bravourleistung: Christian Thielemann. - © dpa

Konzertkritik

Melancholisch und fetzig1

  • Osterfestspiele: Das "Konzert für Salzburg" unter Christian Thielemann.

Fast wirkte es wie eine Wiedergutmachung fürs dritte Osterfestspielkonzert der Staatskapelle Dresden: Nicht alle französische Symphonik der Spätromantik klingt so hohl und bombastisch wie die "Orgelsymphonie" von Saint-Saëns. Die Symphonie B-Dur op. 20 von Ernest Chausson, aufgeführt am Donnerstag im "Konzert für Salzburg"... weiter




Kitzelt findig die Ohren: Daniil Trifonov. - © Dario Acosta/DG

Konzertkritik

Der Virtuos bei seiner Capell

  • Der Pianist Daniil Trifonov bei den Salzburger Osterfestspielen.

"Capell-Virtuos" ist ein schöner Titel. Nicht mehr wert, aber irgendwie besser klingend als "Künstler des Jahres", zu dem das Magazin "Gramophone" den 1991 in Nischni Nowgorod geborenen Daniil Trifonov als pianistischen Senkrechtstarter gekürt hat. Jetzt also hat die Staatskapelle Dresden ihren "Capell-Virtuos" zu den Salzburger Osterfestspielen... weiter




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Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

Während einer Protestveranstaltung gegen Polizeigewalt vor dem Police Department von Baton Rouge, Louisiana, USA, am 9. Juli 2016, stellt sich die Aktivistin Ieshia Evans den vorrückenden Polizisten entgegen und streckt ihre Hände aus, bereit, sich verhaften zu lassen. Georgeund Amal Clooney gehörte die Aufmerksamkeit am Wochenende. Die gemeinsamenZwillinge blieben jedoch daheim bei der Nanny.

Matt Damon mit seiner Frau Luciana Barroso. "Downsizing", in dem Damon die Hauptrolle spielt, hat die 74. Festspiele von Venedig eröffnet. Der US-amerikanische Rapper Kendrick Lamar wurde sechsfach ausgezeichnet. Der wichtigste Preis: Sein Hit  "Humble" wurde zum Video des Jahres gewählt.


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