Tragen Mozarts "Tito": der berührende Chor von MusicAeterna und Golda Schultz als wunderbare Vitellia.

Salzburger Festspiele

Radikal gegenwärtig14

  • Tiefgründiger, heutiger und berührender kann Oper kaum sein als die "Clemenza" bei den Salzburger Festspielen.

Die Bühne füllt ein Meer aus Blumen, Grab- und Teelichtern, zwischen ihnen sind aus Teddybären und Fotorahmen kleine Altäre gebaut. Es hat einen Anschlag gegeben. Menschen mit gesenkten Köpfen stehen um das Mahnmal, spenden einander in ihrer Trauer Trost. Sie beginnen zu singen: "Kyrie eleison", bitten sie, "Herr, erbarme dich"... weiter





Imposant: Zeppenfeld (l.) und Schager. - © Bayreuther Festspiele/Nawrath

Opernkritik

Der Heilsbringer geht wieder baden1

  • In Bayreuth wird die Wiederaufnahme des "Parsifal" bejubelt.

Wagners "Parsifal" ist für das Bayreuther Festspielhaus maßgeschneidert. Hier, auf dem Grünen Hügel, liegt dieSpielstätte für diese Oper, hier wurde sie 1882 uraufgeführt. Man versteht warum, wenn man sich in der aktuellen Spielserie der Festspiele dem Orchester im verdeckten Graben unter Hartmut Haenchen ausliefert... weiter




Einfach grandios: Michael Volle als Sachs und Klaus Florian Vogt als Stolzing. - © Bayreuther Festspiele/E. Nawrath

Opernkritik

Wagner bei sich zu Haus’2

  • Bayreuther Festspiele starten mit "Die Meistersinger von Nürnberg", inszeniert von Barrie Kosky.

Die dunklen Wolken, die über dem Grünen Hügel in Bayreuth hingen, hatten in diesem Jahr nichts Doppelbödiges. Die waren tatsächlich nur für den Dauerregen verantwortlich, der sich alle Mühe gab, den Besuchern die Laune zu verderben. Inklusive dem Königspaar aus Schweden und der wagnerfreundlichen deutschen Kanzlerin... weiter




Intendant als Interpret: Markus Hinterhäuser (r.) und Igor Levit spielten Messiaen. - © Sbg. Festsp./Silvia Lelli

Salzburger Festspiele

Am Anfang das Ende9

  • Berückende Totenmusiken zum Beginn der Salzburger Festspiele.

Die Ouverture spirituelle, die Einstimmung auf die Salzburger Festspiele mit geistlicher Musik, stellt heuer das Ende an den Anfang. Und lässt damit letzte Worte als die ersten sprechen. Nach dem eindrucksvollen Mozart-Requiem am Sonntag setzte sich die Reihe der Totenmusiken am Montag fort. Wer die nötige Konzentration mitbrachte... weiter




Konzertkritik

Die atemlose Ewigkeit16

  • Currentzis beeindruckt mit Mozarts Requiem in Salzburg.

In ihren schwarzen, bodenlangen Gewändern erinnern sie mehr an einen Priester-Orden als an ein Orchester. Einziger Farbtupfen sind die roten Schuhbänder in den Stiefeln des Maestros. Dass sie stehend musizieren, verstärkt das Gefühl der Eingeschworenheit noch. Der Klang, den sie erzeugen, ist dann das akustische Äquivalent dazu: höchste... weiter




Wie die Philharmoniker und die Wiener Staatsoper am Sonntag in einer Aussendung bekannt gaben, habe Ottensamer am Samstag einen Herzinfarkt erlitten. - © APAweb / Georg Hochmuth

1955-2017

Klarinettist Ernst Ottensamer 61-jährig gestorben26

  • Der Musiker gründete neben Arbeit mit den Wiener Philharmonikern zahlreiche Kammermusikensembles.

Wien. Der Klarinettist Ernst Ottensamer, langjähriges Mitglied der Wiener Philharmoniker, ist im Alter von 61 Jahren verstorben. Wie die Philharmoniker und die Wiener Staatsoper am Sonntag in einer Aussendung bekannt gaben, habe der Musiker gestern, Samstag, einen Herzinfarkt erlitten. "Dieser schwere Verlust reißt menschlich und künstlerisch eine... weiter




Charismatisch: Megan Kahts als Bastienne. - © Barbara Pálffy

Opernkritik

Lohnende Raritäten6

  • Das Teatro Barocco zeigt zwei Opern-Kleinode im Stift Altenburg.

Als wäre Mozarts Jugendoper "Bastien und Bastienne" nicht schon selbst ein selten gespieltes Werk, wird im Stift Altenburg mit Schuberts Mini-Oper "Der Hochzeitsbraten" zusätzlich ein gewissermaßen nie gespieltes Werk präsentiert. Das anfangs noch vom warmen Abendlicht erhellte Barocksaaltheater beherbergt keinen gewöhnlichen Opernabend... weiter




Georg Philipp Telemann (1681-1767). - © Ullstein Bild/Lebrecht Music&Arts

Georg Philipp Telemann

Der verkannte Alleskönner9

  • Vor 250 Jahren starb der Komponist Georg Philipp Telemann, der von seinen Zeitgenossen sehr viel höher geschätzt wurde als von der weitgehend verständnislosen Nachwelt.

"Dieser Mann, dessen Musik in allen Ländern Europas von Frankreich bis Russland bewundert wurde (. . .), ist heute vergessen und verschmäht. Man versucht nicht einmal, ihn kennenzulernen." Als der französische Schriftsteller und Polyhistor Romain Rolland diese Sätze über Georg Phi-lipp Telemann im frühen 20... weiter




Bejubelt: Hvorostovsky und Garifullina. - © Sonja Stangl

Konzertkritik

Eine Sommernachtsrobengala20

  • Die Festival-Saison hat in Grafenegg begonnen: Das Wetter war dem Festkonzert am Donnerstag hold.

Auch das gehört zu den Tugenden einer Konzertmoderation: Der Conférencier sollte, als Bindeglied zwischen klassischen Werken, nicht nur kunstsinnige Sätze liefern. Gefragt ist auch ein wenig Smalltalk mit den Verantwortlichen. Im Fall des Konzertfestivals Grafenegg war das bisher (neben Intendant Rudolf Buchbinder) Erwin Pröll... weiter




Klassikkritik

Alles Analyse

  • Marc-André Hamelins musikalische Ansichten.

Im Konzerthaus zeigt Marc-André Hamelin auf imposante Weise nicht nur seine musikalische Intellektualität, sondern auch seine kompositorischen Fähigkeiten. Sein interpretatorischer Ansatz lässt sich am besten als analytisch bezeichnen. Forsch im Anschlag, radikal im Expressiven, immer eine gewisse Härte mittragend... weiter




Konzertkritik

Kühle Dramatik1

  • Liederabend von Anja Harteros im Konzerthaus.

Beginnen wir mit der zweiten Hälfte: Die Lieder von Alban Berg und Richard Strauss beinhalten ein enormes Gefühlspotenzial, vor allem in den durchdringenden und lauten Sphären. Sopranistin Anja Harteros liegt genau diese Art des emotionalen Drucks. Sie schraubt sich in dramatische Höhen und erreicht ihr Publikum vor allem auf dieser lautstarken... weiter




Philippe Jordan ließ Emotionen hochkochen. - © afp/Stéphane de Sakutin

Konzertkritik

Apotheose des Schönklangs10

  • Philippe Jordan dirigierte im Musikverein Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie.

Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie im Goldenen Musikvereinssaal - dem Ereignis entsprechend versammelten sich als Protagonisten auf der Bühne: Die Wiener Symphoniker unter ihrem Chefdirigenten Philippe Jordan wurden von den bestens vorbereiteten Damen und Herren des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Leitung: Johannes Prinz)... weiter




Konzertkritik

Sinnliches Spektakel2

  • Das Klangforum interpretierte Werke von Pierre Boulez.

Die Anfangsszene war ungeplant, doch passend: Das Klangforum Wien und sein Publikum mussten sich gedulden, bis das Kontaktproblem der MIDI-Flöte behoben und Flötistin Eva Furrer korrekt "verkabelt" war. Die kleine Verzögerung, mit der das letzte Konzert des Boulez-Schwerpunkts im Konzerthaus begann, wirkte wie eine Illustration des provokanten... weiter




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CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.


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