Jährliches Konzert "Fest der Freude" der Wiener Symphoniker am Wiener Heldenplatz. - © apa/Hochmuth

Stadtrechnungshofbericht

Ausgespielt?27

  • Die Wiener Symphoniker befinden sich laut Stadtrechnungshof in finanziellen Schwierigkeiten - der Verein verteidigt sich.

Wien. Ohne Unterstützung der Stadt wäre es sowieso nie gegangen. Die Wiener Symphoniker, international anerkanntes und bedeutendstes Orchester Wiens, stecken aber trotz der Förderungen seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Der Stadtrechnungshof hat diesbezüglich am Donnerstag einen aktuellen Bericht veröffentlicht... weiter





Konzertkritik

Spielfreude bei einem energischen Europa-Konzert1

Mit einem nicht nur sprichwörtlichen Paukenschlag begannen die Wiener Philharmoniker unter Zubin Mehta ihr Konzert am Samstagnachmittag im Musikverein. Obgleich Mehtas Interpretation von Brahms‘ "Tragischer Ouvertüre" dynamisch und artikulatorisch recht gleichförmig geriet, glänzte das Orchester mit kraftvollem Klang und hörbarer Spielfreude... weiter




Konzertkritik

Beschwingtheit, die Unruhe erzeugt3

  • Die Wiener Symphoniker unter Tomáš Netopil.

Am Wochenende wurde die Tür des Konzerthauses für Tomáš Netopil geöffnet, der hier sein Debüt als Dirigent geben durfte. Gleich zweimal dirigierte er dasselbe Programm, bestehend aus Dvořáks "Te Deum" sowie dessen Sechster. Erweitert wurde es am Sonntagabend um Brahms’ "Tragische Ouverture"... weiter




Konzertkritik

Voller Kraft und Stille12

  • Semyon Bychkov und Kirill Gerstein verzaubern.

Was soll man da noch sagen: als Zugabe Edward Elgars Thema zu den "Enigma"-Variationen mit schmachtenden Streichern und tief sowie ehrlich gemeinte Töne. Und dann? Stille. Ernste, lange Stille, gefühlte Minuten, erfüllte den großen Saal im Wiener Konzerthaus. Applaudieren traute sich niemand. Doch dann folgte frenetischer Applaus... weiter




Mit Lederhose, Bungee-Seil, Wurfzelt und Wiener Schmäh brachte einzig "Papageno" Daniel Schmutzhard Farbe und Lebendigkeit in die kargen Bilder. - © Herwig Prammer

Opernkritik

Mit Flöte, ohne Zauber14

  • René Jacobs dirigiert eine zahme "Zauberflöte", Torsten Fischer liefert die karg-banalen Bilder dazu.

Die Schlange, vor der Tamino im ersten Bild flüchtet, ist eine Horde lüsterner Frauen. Die Vögel, die Papageno für die sternflammende Königin fängt: gefügig gemachte Frauen. Und auch die wilden Tiere, die der Prinz mit der Zauberflöte zähmt, sind überraschenderweise: sich willig räkelnde Frauen. So schwarz-weiß wie die Kostüme und das Bühnenbild... weiter




Authentischere Aussichten: das Haydnhaus in Rohrau. - © Nafez Rerhuf

Haydn-Geburtshaus

Update für eine Künstlerkinderstube1

  • Das Geburtshaus von Joseph und Michael Haydn ist neu überarbeitet worden - und soll künftig auch als Konzertort stärker in Erscheinung treten.

Rohrau. Wäre Joseph Haydn in der Salzburger Innenstadt geboren worden - wer weiß, er hätte dort heute vielleicht eine so florierende Gedenkstätte wie der Genius loci Mozart. Hätte Joseph Haydn in Bonn das Licht der Welt erblickt - er würde die dortigen Touristen in Form eines Tagesordnungspunkts wie dem Beethoven-Haus beschäftigen... weiter




Bejubelt wie ein Popstar: Teodor Currentzis - © Konzerthaus/Julia Wesely

Konzertkritik

Klangritual vor Publikum14

  • Teodor Currentzis eröffnete mit Vokalmusik seinen Konzerthaus-Zyklus.

Den Klang tragen sie bereits leise singend in den komplett verdunkelten Großen Saal herein - die Lichterprozession, die schwarzen Gewänder und der geschlossene Kreis, in dem sich die Sänger formieren, erinnern dabei mehr an ein mystisches Klangritual als ein klassisches Konzert. Dass Publikum im Saal sitzt... weiter




Konzerthaus

Steigerungen, wohin man blickt

Zum Saisonauftakt im Konzerthaus geben diesmal die Wiener Philharmoniker sich die Ehre und kredenzen Mahlers Sechste unter dem Dirigierstab von Daniel Harding. Die Komposition bewegt sich im Spannungsfeld von privatem Glück, das Mahler zu dieser Zeit gewährt war, und, wie es in Wien so üblich ist, dem daraus resultierenden Gedanken an den Tod... weiter




Konzert

Höhenflug mit Zwischenlandung1

Schon vor der Pause Begeisterung und Demut: Das Publikum lässt sich in seiner Applaudierfreude genauso wenig mäßigen wie Thielemann darin, alles Lob an Znaider weiterzuleiten. Dieser wiederum gibt es postwendend zurück an den Maestro. Dahinter verbirgt sich freilich Koketterie, allen Anwesenden ist klar... weiter




Musikfestival

Eine goldene Blüte im Rosenkrieg

  • Das neue Festival "Herbstgold" begann verheißungsvoll auf Schloss Esterházy.

Es ist kein Fehler, wenn ein Festival sein Publikum fordert. Passiert dies aber schon bei der Anreise, liegt etwas im Argen. So geschehen beim Besucher-Shuttledienst der neuen Eisenstädter Konzertreihe "Herbstgold". Nichtmotorisierte Klassikfans hätten in "Wien Erdberg", wie es auf der Website wolkig hieß, ein reserviertes Gefährt finden sollen... weiter




Begeisterte mit Strauss: Marlis Petersen. - © Mavropoulos

Kammermusik

Blühende Vielfalt im Bregenzer Wald3

  • Die Schubertiade in Schwarzenberg erwies sich auch heuer als Garant erstklassiger Kammermusik - ein Rückblick auf Highlights der Vorwoche.

Schwarzenberg. Wenn man über zehn Konzerte der Schubertiade Schwarzenberg auf begrenzten Platzverhältnissen detailliert berichten soll, ist das schlicht unmöglich. Schon die Aufzählung der Künstler und der Werke würde die Hälfte des Platzes verbrauchen. Also weglassen. Aber was? Nur über die Schubert-Werke zu schreiben... weiter




Konzertkritik

Anne-Sophie Mutter, reif für die Geigen-Insel

Von einem Glücksfall der Musikgeschichte zu sprechen wäre übertrieben. Aber dass sich die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter und der polnische Komponist Witold Lutosławski in den 1980er Jahren über den Weg gelaufen sind, war gut für beide Seiten. 1986 hat die Geigerin Lutosławskis "Chain 2" uraufgeführt... weiter




Konzertkritik

Eine Schöpfung und ein Ende der falschen Götter

Der Soloflöte und der Celesta gehören die ersten Töne, keck greifen Fagott und Trompete die motorisch-angriffslustige Melodie auf, die nach einigem Hin und Her unvermutet in die wie parodistisch hereinplatzende Gassenhauer-Melodie aus Rossinis "Wilhelm Tell"-Ouvertüre mündet: die "Fünfzehnte" von Schostakowitsch... weiter




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Am Donnerstag, 15. Februar 2018, ging die Eröffnung der 68. Berlinale über den roten Teppich. Zahlreiche Stars aus nah und fern waren mit dabei.

Wissensdurstig, neugierig, seelenvoll und nachdenklich sieht David Bowie auf den Aufnahmen aus. Hier in August Wallas Zimmer.

Die 75. Golden Globes wurden zur Bühne der Frauen mit einer Kampfansage an Sexismus, Missbrauch und Benachteiligungn. "Ich möchte, dass heute alle Mädchen wissen, dass ein neues Zeitalter am Horizont anbricht", sagte die US-Entertainerin Oprah Winfrey in ihrer Dankesrede nach Empfang des Ehrenpreises für ihr Lebenswerk - und rührte viele im Saal zu Tränen. "Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren." Deren Tage seien nun gezählt. Jetzt müssten alle dafür kämpfen, dass es in Zukunft niemanden mehr gibt, der als Opfer "Me too" sagen muss, mahnte Winfrey. Zur ganzen Rede Ein Gruppenfoto der PreisträgerInnen.


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