• vom 10.09.2012, 17:13 Uhr

Konzert

Update: 10.09.2012, 17:36 Uhr
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Noch etwas Tee zur Milch?


Von Daniel Wagner

  • Das sechste Musikfestival Grafenegg ging very british zu Ende.

Heuer begegnete dem Grafenegger Publikum mit James MacMillan einer der erfolgreichsten schottischen Tonschöpfer der Gegenwart, das Abschlusskonzert beim Musikfestival gehörte traditionell dem Composer in Residence. - APAweb/Andreas Hofer

Heuer begegnete dem Grafenegger Publikum mit James MacMillan einer der erfolgreichsten schottischen Tonschöpfer der Gegenwart, das Abschlusskonzert beim Musikfestival gehörte traditionell dem Composer in Residence. APAweb/Andreas Hofer

Heuer begegnete dem Grafenegger Publikum mit James MacMillan einer der erfolgreichsten schottischen Tonschöpfer der Gegenwart, das Abschlusskonzert beim Musikfestival gehörte traditionell dem Composer in Residence. Was mit Brittens "Sea Interludes" aus der Oper "Peter Grimes" als anspruchsvolles Spätsommerkonzert begann, entpuppte sich auch als solches. Gerade präsentierte MacMillan vom Dirigentenpult aus die stürmische Tonalität des englischen Kollegen, schon erging er sich in der eigenen Gläubigkeitt.

Ein Eckpfeiler für das Schaffen des 1959 geborenen Künstlers ist sein gelebter Katholizismus, mit der österreichischen Erstaufführung seines "Credo" im Wolkenturm erfüllte er sich hörbar einen Herzenswunsch. Dieses Glaubensbekenntnis begegnete den Hörern in schillernder Tonalität, der Arnold Schoenberg Chor bewegte sich auf effektvollen Wegen von Bruckners angewandter Harmonielehre bis zu urwüchsig gregorianischen und sogar erfüllt orientalischen Motiven.

Ein Hoch auf das durchdachte Konzept
In Ralph Vaughan Williams Vierter Symphonie (noch ein britischer Landsmann, ein Hoch auf das durchdachte Konzept!) bewies das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Mut zur Hingabe an hierzulande weniger bekannte Meisterwerke. Eindrucksvoll energisch schritten die Streicherklänge durch das Andante, quasi als Vorbereitung auf das aufwühlende Finale. Dergestalt offen für die Musik der Insel, gelang den Tonkünstlern auch MacMillans "Zwischenspiele aus ‚The Sacrifice’". Diese Intermezzi entstanden 2007 kurz nach der Uraufführung seiner Bürgerkriegsoper an der walisischen Oper. Die Notwendigkeit eines friedvollen Miteinanders wurde trotz der Kürze der deutlich artikulierten Szenen offenbar. Das Publikum (viel Jugend kam) war begeistert.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-10 17:15:02
Letzte Änderung am 2012-09-10 17:36:01



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