Nachschöpfung aus dem Geist der Freiheit

Mit der Aura großer Interpreten ist das so eine Sache. Wer sich neben der sozusagen körperlichen Leistung im Spiel eines Musikers auf die Suche nach einer inneren Qualität begibt, verliert schnell den Boden sachlicher Beobachtung unter den Füßen und sich selbst im Nebel metaphysischer Schwärmerei. Doch bei einem Pianisten wie András Schiff kommt... weiter




Jon Bon Jovi stand glücklich im Regen. - APAweb/Herbert Pfarrhofer

Verregnetes Konzert in der Krieau

Bon Jovi duschte mit "55.000 Freunden"

  • Pollen konnten dem Sänger diesmal nichts anhaben.

Wien. Jon Bon Jovi im Regen: Kaum betrat die US-Band am Freitagabend um exakt 20.15 Uhr die gigantische Bühne in der Wiener Krieau, nieselte es auch schon herab. Und dazu passend sang Jon Bon Jovi  "That's what the water made me" aus dem aktuellen Album "What about now". Es folgte eine ausgelassene Show... weiter




Erbarmungslos klassische Philharmoniker

Wieder hat ein Originalklängler den Weg ans Pult der Wiener Philharmoniker gefunden. Just zur Eröffnung der musikalischen Feiern für das Konzerthaus debütierte Marc Minkowski bei dem Vorzeigeensemble. Minkowski machte sich in den letzten Jahrzehnten unter anderem mit dem eigenen Ensemble "Les Musiciens du Louvre" einen Namen als Experte für... weiter




Fieldrecording für coole Sounds im Schnee. - © donaufestival.at

Donaufestival: Tipp

Kühle Biosphären

  • Utopist und Landschaftsmaler Geir Jenssen alias Biosphere in der Minoritenkriche

Sein Name ist Programm: Seit den 1990ern arbeitet der Norweger Geir Jenssen an ambienten Klangsszenerien, die er in dubbiges Licht taucht. Mit einem satten sonischen Pinsel kreiert er seine Soundlandschaften, die selbst in unwirtlichen Gefilden Platz für Rückzug und Introspektion erlauben. Die wabernden Biosphere-Stücke lassen auch gern vergessen... weiter




Manorexia alias J.G.Thirlwell versteckte sich hinter seinem Laptop. - © visnjic.net

Donaufestival

Barocker Bombast, Monsterfrau und Hardcore-Klassik

  • Guter Auftakt zum zweiten Wochenende in Krems mit vielen Pionieren.

Sie dreht an ihren Knöpfen, reißt, zieht und zupft an den Steckern und Kabeln, schiebt an den Reglern, und dabei singt, schnauft und tanzt sie auch noch. Klingt nicht weiter aufregend und außergewöhnlich, sofern man nicht sieht, dass die Geräteaccessoires und Stromgeber nicht brav auf einem Tisch liegen, sondern Teil eines raffiniert geschneiderten... weiter




Klamauk und Drama

Dass es beim Liedvortrag nicht allein um den Gesang, sondern fast ebenso um die darstellerische Leistung geht, ist eine Binsenweisheit. Selten aber ist die Unterscheidung zwischen Lied und Oper so obsolet wie bei Patricia Petibon, deren spanisch-französisches Recital im Konzerthaus sich streckenweise in einen Varietéabend ersten Ranges verwandelte... weiter




Es sollte die Suche nach dem Ursprung des Universums werden - oder zumindest etwas Ähnliches. Medienkünstler Peter Weibel lud zum Auftakt in den Klangraum Minoritenkirche, um sich einem "3D-Rausch-Konzert" hinzugeben. - © by Christian Wind (www.christianwind.com)

In Bildern

Krèms fraîche

  • Erfrischendes aus der Welt der Popkultur beim 9. Donaufestival in Krems.

Wien/Krems .(cra) Es muss nicht immer alles zuckersüß sein, schon eine verfeinernde Note kann Berge versetzen, auch in der Musik. Beim Donaufestival standen heuer unter dem Motto "Krèms brûlée" knapp 100 Veranstaltungen zwischen Musik, Performance und bildender Kunst am Programm, manches aufwändig produziert oder an den Massengeschmack... weiter




Frau Pfarrer, aber nur selbstgeweiht: Sinead O‘Connor mit demElfriede-Blauensteiner-Gedächtniskreuz um den Hals. - apa/Oczeret

Sinéad O’Connor gastierte im Wiener Konzerthaus

Bitte, bitte für uns

  • Den Soundcheck hätte man eventuell vor dem Konzert machen können.

Wien. Es ist nicht ganz ironiefrei, wenn Sinéad O’Connor ihren Auftritt im Wiener Konzerthaus mit einer Coverversion von John Grants "Queen Of Denmark" eröffnet. Erste Worte: "I wanted to change the world / but I could not even change my underwear / And when the shit got really really out of hand / I had it all the way up to my hairline …" Nach... weiter




Mariss Jansons , Pultfreund der Philharmoniker. - epa/Neubauer

Mariss Jansons verströmte edle Poesie

Bewundernswert, mit wie viel Verve sich in Tagen des Originalklangzeitalters Orchester mit modernem Instrumentarium noch an die Altmeister heranwagen. So bei einer philharmonischen Konzertreihe mit dem langjährigen Pultfreund Mariss Jansons geschehen. Zu Beginn der Serie, die auch nach Amsterdam führt... weiter




Hier wurde Musik nicht gemacht - hier war sie

Bezeichnend, dass Europas führender Flötist Emmanuel Pahud seinem Instrument gemeinsam mit Orchestermusikern aus der Hauptstadt des Flötenkönigs Friedrich II. von Preußen huldigt. Einige Berliner Philharmoniker nahmen neben dem Schweizer-französischen Musiker am Podium Platz: Maja Avramović (Violine)... weiter




Spaß statt Tränen: Leadsänger Mark Oliver Everett von den Eels beim vergnügten Konzert der Band im Wiener Gasometer. - apa

Crazy Clown Time und gute Stimmung: Die Eels im Gasometer

Schelme im Glück

Was ist schon normal im Leben? Häusl bauen am Land. Mitglied werden im Sparverein. Sonntags Spaziergang plus Hund. Am Montag ins Büro einem Job nachgehen gehen, für den man zwar kein Talent braucht, dafür aber Mut. Dann vielleicht doch lieber spinnert bleiben und etwas neben der Spur wie Mark Oliver Everett alias E von den Eels... weiter




Loslassen, Glücklichsein - wie geht das? James Last (auf unserem Bild bei einem Auftritt in Berlin) erteilte eine diesbezügliche Lehrstunde in Wien. - dpa/Britta Pedersen

Am Abend seines 84. Geburtstags gastierte James Last live in Wien

Einmal Hansi auf Rezept

Es beginnt mit einem Signal an die Jugend, die den Weg in die Wiener Stadthalle dann doch nicht gefunden hat, um lieber drüben beim Baumeister partyzurocken. Mit "Ruf mich an" wird das von James Last am Abend seines 84. Geburtstags gegebene, zweite Konzert seiner "The Last Tour" schließlich von einem Song eröffnet... weiter




Ein milder Opern-Doge im Konzertsaal

Die Verdi-Oper vom historischen Herrscher Simon Boccanegra und jede Menge Stargeflüster - ausnahmsweise nicht an der Staatsoper, und auch nicht mit dem neuen Parade-Dogen Plácido Domingo. Diesmal fand sich Thomas Hampson in der Titelrolle im Wiener Konzerthaus ein, ihm zur Seite gesellten sich die höchst erquicklich agierenden Symphoniker und eine... weiter




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Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. "Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten.

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